Unterhaltung

Er war nie faul Heino legt sich mit Spotify an

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Heino hat keine Lust mehr auf Spotify.

(Foto: imago images / Pro Shots)

Der Chef von Spotify wirft Künstlern vor, sie würden zu selten neue Musik veröffentlichen und deswegen über den Streamingdienst so wenig Geld verdienen. Schlagerstar Heino bringt das ganz schön auf die Palme. Nun will er Konsequenzen daraus ziehen.

Schlagerstar Heino und der schwedische Geschäftsmann Daniel Ek, Chef beim Musik-Streaming-Riesen Spotify, leben in zwei völlig unterschiedlichen Welten. Genau diese prallen nun aber aufeinander, nachdem Ek kürzlich besonders unter Künstlern mit einem Interview für Furore gesorgt hatte.

"Ich habe wirklich das Gefühl, dass diejenigen, die beim Streaming nicht gut wegkommen, vor allem jene Leute sind, die Musik so veröffentlichen wollen, wie das früher ablief", erzählte Ek im Gespräch mit "Music Ally". Es genüge künftig einfach nicht, alle drei oder vier Jahre neue Musik zu veröffentlichen, "und zu denken, dass das ausreichend ist".

"Man merkt, dass dieser Herr Ek ein reiner Geschäftsmann ist und kein Künstler", erwidert Heino, der unter anderem auch dank seiner Coverversionen moderner Rock- und Pop-Songs beim jüngeren Publikum mittlerweile teils ebenso als Kult-Künstler gilt, bei "Bild". Er habe in seiner Karriere "mehr als 55 Millionen Soloalben verkauft und lasse mir nicht vorwerfen, dass ich faul gewesen wäre oder es bin". Lange Pausen habe er sich noch nie genommen.

Keine neue Musik bei Spotify?

Heino halte die Äußerungen Eks für respektlos und anmaßend, heißt es weiter. Er wisse ja nicht, wie es dem Spotify-Chef mit 81 Jahren gehen werde, "aber ich plane, noch lange Alben zu veröffentlichen und arbeite an verschiedenen musikalischen Projekten gleichzeitig".

Nun überlege man sich im Lager von Heino, aus Protest kommende Musik nicht bei Streaming-Anbietern zu veröffentlichen. "Ich möchte meine hochwertig produzierten Alben wirklich nicht bei Herrn Ek verramschen und dafür nur ein paar Cent bekommen", erklärt Heino. Lieber veröffentliche er weiterhin CDs, so wie er es "immer gemacht" habe.

Eigentlich hatte Heino im November 2018 mit "... und tschüss" sein offiziell letztes Album herausgebracht. Kein Jahr später sagte er in einem "Bild"-Interview allerdings, er wolle doch weitermachen. "Ich singe weiter, bis ich umfalle oder mich keiner mehr hören will. Und darauf kann man mich jetzt gern festnageln", zitierte ihn das Blatt. Und so gab der 80-Jährige zuletzt im Mai ein Autokinokonzert in Bonn.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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