Unterhaltung

"Sehr schwere Zeit" Jorge González hatte schreckliche Weihnachten

63124655.jpg

Inzwischen kann González Weihnachten wieder mit seiner Familie verbringen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die meisten Menschen verbinden Weihnachten mit positiven Erinnerungen: Zeit mit der Familie und Freunden, gutes Essen, Geschenke. Choreograph Jorge González hingegen musste Weihnachten mehrere Jahre lang alleine feiern.

Von "sieben schrecklichen Weihnachten" spricht Jorge González. Er meint die Zeit, in der er mehrere Jahre lang von seiner Familie getrennt war. Der gebürtige Kubaner musste "sprichwörtlich abtauchen" und konnte jahrelang nicht in sein Heimatland zurückkehren. Besonders zu Weihnachten war es "eine sehr schwere Zeit für mich und meine Familie", so das 51-jährige Model. Nicht einmal seinen Eltern konnte er in dieser Zeit Bescheid geben, wie es ihm geht.

Der Grund für den unfreiwilligen Kontaktabbruch war ein Werbespot, den González während seines Studiums in der damaligen Tschechoslowakei für Coca-Cola gedreht hatte. Er arbeitete parallel zu seinem Nuklear-Ökologie-Studium unter anderem als Model. Kubanischen Studenten war jedoch die Arbeit parallel zum Studium verboten, vor allem jene für den "kapitalistischen Klassenfeind". "Für die damaligen kubanischen Politiker, die davon erfuhren, war ich ein Verräter", so González. Sieben Jahre lang musste er deshalb untertauchen.

Seit einigen Jahren kann Jorge González Weihnachten aber wieder im Kreis seiner Liebsten feiern. Mit "viel zu viel gutem Essen, Domino, Serien schauen und tollen Gesprächen", erzählt der Tänzer. Sein Speiseplan zu Weihnachten ist übrigens "'typisch deutsch': am liebsten in der Reihenfolge herzhaft, süß, herzhaft und wieder süß". Dieses Jahr allerdings gibt es ein wenig Abwechslung, denn González feiert Weihnachten am Meer. "Das hat sich der Kubaner in mir gewünscht."

Quelle: n-tv.de, psa/spot

Mehr zum Thema