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Er ist wieder zurück O.J. Simpson will "abrechnen"

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Spricht auf Twitter: O.J. Simpson.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Das kann ja heiter werden: Knapp neun Jahre saß O.J. Simpson im Gefängnis - allerdings nicht für den Mord an seiner Ex-Frau, sondern wegen bewaffneten Raubüberfalls. Um "für klare Verhältnisse zu sorgen", kündigt der ehemalige NFL-Star nun in den sozialen Netzwerke eine Abrechnung an.

Der ehemalige US-amerikanische Football-Star und Schauspieler O.J. Simpson hat seit dem Wochenende einen eigenen Twitter-Kanal. Fast auf den Tag genau 25 Jahre, nachdem seine Ex-Frau Nicole Brown Simpson und deren Freund Ron Goldman brutal ermordet wurden, startet er den Account TheRealOJ32 in Anspielung auf seine ehemalige Rückennummer.

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Die Echtheit des Kanals wurde dem US-Sender CNN mittlerweile von Simpsons Anwalt Malcom LaVergne bestätigt. In insgesamt drei Videos kündigt der ehemalige Sportler eine "Abrechnung" an: "Ihr werdet bald alle meine Gedanken lesen können." Ohne Verantwortung hätten Menschen seit Jahren über ihn gesagt, was sie wollten. "Aber jetzt kann ich eine Menge des Schwachsinns richtigstellen und für klare Verhältnisse sorgen", sagt der ehemalige NFL-Star.

"Noch wichtiger ist, dass ich über alles reden kann, insbesondere über Sport, Fantasy-Football und sogar über Politik", fügt er hinzu. Nach zwei Tagen hat Simpson bereits mehr als 600.000 Follower, allein das erste Video hat schon mehr als 10 Millionen Aufrufe. Das erste Thema, das Simpson für seine "Abrechnung" auswählt, hat allerdings weder mit Sport noch mit Politik zu tun, sondern mit den Kardashians.

"Khloé ist nicht meine Tochter"

Mit Blick auf die Spekulationen über ein uneheliches Kind mit Kris Jenner stellt der 71-Jährige klar, niemals eine Affäre mit der Ex-Frau seines verstorbenen Freundes und Anwalts, Robert Kardashian, gehabt zu haben. "Khloé ist nicht meine Tochter", sagt Simpson. Das Gerücht hält sich seit Langem in den Medien, weil Khloé ihren Schwestern Kim und Kourtney nicht ähnlich sieht und sich in einer Folge von "Keeping Up with the Kardashians" als Einzige weigerte, einen Vaterschaftstest zu machen.

Simpsons Anwalt sagte CNN: "Mr. Simpson ist der positivste Mensch, den ich kenne." Er sei zudem sehr gut über aktuelle Geschehnisse informiert und wolle sich nicht negativ äußern. "Es wird einer der besten Accounts auf Twitter sein", kündigte LaVergne an. Nur zu der "Los Angeles-Sache" werde er sich nicht äußern.

Mit der "L.A.-Sache" meint Simpsons Anwalt den spektakulären Prozess aus dem Jahr 1995, bei dem der Ex-Football-Spieler trotz zahlreicher Hinweise vom Mord an seiner Ex-Frau und ihrem Freund freigesprochen wurde und somit einer Haftstrafe entkam. In einem darauffolgenden Zivilprozess entschied das Gericht jedoch gegen Simpson und verurteilte ihn zur Zahlung von rund 30 Millionen Euro Schadensersatz an die Hinterbliebenen.

2008 wurde Simpson wegen bewaffneten Raubüberfalls in Las Vegas zu 33 Jahren Haft verurteilt, die 2017 allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurden. Bislang hat sich der ehemalige NFL-Star seit seiner Freilassung aus der Öffentlichkeit ferngehalten. Das dürfte sich mit seinem neuen Twitter-Account allerdings ändern.

Quelle: n-tv.de, lri/spot

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