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Hotelgast gibt sich zu erkennen Prügelopfer widerspricht Rammstein-Sänger

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Zugeschlagen hat er, das steht wohl fest: Rammstein-Sänger Till Lindemann.

(Foto: imago/E-PRESS PHOTO.com)

Die Meldung hat in den vergangenen Tagen ordentlich Schlagzeilen gemacht: Rammstein-Frontmann Till Lindemann soll in München einen Mann krankenhausreif geschlagen haben. Angeblich, weil er provoziert wurde. Jetzt meldet sich das Opfer zu Wort - und präsentiert eine andere Geschichte.

Was genau ist da in München passiert? Das werden jetzt wohl die Juristen klären müssen. Denn die Schilderungen von den Ereignissen an der Bar des Hotels "Bayerischer Hof" am Wochenende gehen doch deutlich auseinander.

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Wir erinnern uns: Till Lindemann, seines Zeichens Sänger von Rammstein, geriet mit einem anderen Hotelgast in der Nacht von Freitag auf Samstag in Streit. Die Situation eskalierte, bis der Musiker seinem Gegenüber den Ellenbogen ins Gesicht rammte. So weit, so unstrittig. Doch über die Entstehung der Situation herrscht dann doch krasse Uneinigkeit.

Begleiterin Lindemanns beleidigt?

Eine Begleiterin Lindemanns namens Lana hatte zu Wochenbeginn erklärt, das Prügelopfer habe den Sänger provoziert. Zunächst sei es um ein gemeinsames Selfie gegangen, das Lindemann dem anderen Gast verweigert habe. Dann habe der vermeintliche Fan schließlich zu pöbeln begonnen.

"Er meinte zu mir auf Englisch: 'Ich würde das Doppelte für dich bezahlen'", schilderte Lana in der "Bild"-Zeitung die angeblichen Vorfälle, bei denen sie indirekt als Prostituierte beleidigt worden sein soll. Dies habe Lindemann so aufgebracht, dass er eine Entschuldigung von dem Gast gefordert habe. Doch der habe das gar nicht eingesehen, sondern die Fäuste geballt und den Sänger aufgefordert, mit vor die Tür zu gehen. "Dann ging alles ganz schnell", so Lindemanns Bekannte laut "Bild"-Zeitung weiter. "Till schlug ihm mit dem Ellenbogen ins Gesicht." Dabei sollte der Geschlagene nach ersten Informationen einen Kieferbruch erlitten haben.

Der Kiefer ist noch ganz

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Doch zumindest das lässt sich nun berichtigen. Ebenfalls gegenüber der "Bild"-Zeitung gab sich nun das Prügelopfer selbst zu erkennen. Es handelt sich um einen Anwalt aus Hamburg.

"Ich habe eine Lippe, die genäht werden musste, ein Hämatom am Kopf, ein Hämatom am rechten Arm und am rechten Bein", erläutert der 54-Jährige seine tatsächlich erlittenen Verletzungen. Zugleich trug sich seiner Darstellung zufolge die Auseinandersetzung im "Bayerischen Hof" ein klein wenig anders zu als von Lindemanns Begleitung geschildert.

Alles nur Imponiergehabe?

"Ich habe niemanden beleidigt. Ich habe auch niemanden eine Prostituierte genannt", insistiert der Anwalt im "Bild"-Gespräch. Er müsse missverstanden worden sein. "Ich habe weder um ein Selfie gebeten, noch habe ich die Fäuste geballt und ihn aufgefordert, vor die Tür zu kommen. Er wollte wohl dieser Lana imponieren", erklärt der Hamburger.

Noch schleierhafter wird der Vorfall, da es sich bei dem Geschlagenen wohl um einen wirklichen Rammstein-Fan handelt. Jedenfalls postete der Anwalt in der Vergangenheit mehrere Fotos von der Gruppe auf seiner Facebook-Seite. Auch einige Selfies mit Rammstein-Mitgliedern hat der Anwalt in früheren Jahren bereits geschossen - darunter auch eines mit Lindemann. Fakt ist also: Die beiden Männer begegneten sich in München nicht zum ersten Mal.

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Quelle: n-tv.de, vpr

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