Unterhaltung

Weltberühmt durch "Der Medicus" Romanautor Noah Gordon gestorben

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Noah Gordon bei der "Medicus"-Filmpremiere 2013.

(Foto: imago/i Images)

Als Autor macht sich Noah Gordon vor allem in Europa einen Namen. Mit "Der Medicus" führt er lange die Bestsellerlisten in Deutschland und Spanien an. Es folgen die Verfilmung und ein Musical. Im Alter von 95 Jahren stirbt der US-Amerikaner.

Der US-Romanautor Noah Gordon ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren, wie seine Familie am Montag auf Gordons offizieller Website mitteilte. Sein bekanntestes Werk ist der Roman "Der Medicus" von 1986. Der Weltbestseller spielt im elften Jahrhundert und beschreibt die Abenteuer der englischen Waise Robert Cole, der sich auf den Weg nach Persien begibt, um sich von einem berühmten Universalgelehrten zum Arzt ausbilden zu lassen.

Gordon verfasste den Roman als ersten Teil einer Trilogie. Die Folgeromane "Der Schamane" (1992) und "Die Erben des Medicus" (1995) waren ebenfalls große Erfolge. Trotz der Tatsache, dass die spanischen und deutschen Übersetzungen von "Der Medicus" auf Anhieb die Bestsellerlisten anführten, dauerte es über vier Jahre, bis das Buch in den amerikanischen Regalen landete. Der Roman wurde von dem deutschen Regisseur Philipp Stölzl verfilmt, die Hauptrolle in dem Film von 2013 spielte der Brite Tom Payne. In Spanien startete 2018 das gleichnamige Musical.

Gordon wuchs im US-Ostküstenstaat Massachusetts auf. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs diente er in der US-Armee. Ein späteres Medizinstudium brach er nach nur einem Semester ab, um stattdessen Journalismus zu studieren. Gordon arbeitete unter anderem für die Zeitung "Boston Herald" und war Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins "Science".

Seinen ersten Roman "Der Rabbi" veröffentlichte Gordon 1965. Das Werk basierte auf seinen Erfahrungen als in den USA aufgewachsener Jude. Seinen letzten Roman "The Winemaker" brachte Gordon 2012 heraus. Das Buch spielt im Katalonien des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

"Noahs Leben und Werk haben die Leben von Millionen von Menschen rund um den Globus berührt", erklärte seine Familie. "Sein Werk lebt weiter."

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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