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"Ein echtes Privileg" Sie war die letzte Trauernde am Sarg der Queen

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Rund vier Tage lang hatten die Menschen Zeit, am Sarg der Queen vorbeizudefilieren. Doch die öffentliche Aufbahrung ist beendet. Die Frau, die sich als Letzte in Westminster Hall von der Monarchin verabschieden konnte, heißt Chrissy Heerey. Für sie war es "einer der Höhepunkte meines Lebens".

Bis zu 24 Stunden sollen Trauernde in der Schlange gestanden haben, um der Queen am geschlossenen Sarg die allerletzte Ehre zu erweisen. Doch seit Montagmorgen ist es mit dem öffentlichen Abschied vorbei. Um 6.30 Uhr Ortszeit (7.30 Uhr deutscher Zeit) endete die Aufbahrung in der zum Parlament gehörenden Westminster Hall. Im Anschluss wurde der Sarg mit den sterblichen Überresten von Elizabeth II. in die Westminster Abbey gebracht, wo um 12 Uhr ein Trauergottesdienst mit etwa 2000 geladenen Gästen stattfindet.

Schätzungsweise bis zu 750.000 Menschen hatten in den vergangenen vier Tagen angestanden, um einen Blick auf den Sarg zu erhaschen. Und wie immer in solchen Fällen: Irgendwer muss der oder die Letzte in der Schlange sein. Im Falle des öffentlichen Abschieds von der Queen hört sie auf den Namen Chrissy Heerey.

Sie stellte sich zweimal an

Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie sich Heerey am frühen Montagmorgen vor dem geschlossenen Sarg in der Westminster Hall verbeugte. "Ich war die letzte Person, die der Queen ihren Respekt erwiesen hat, und es hat sich wie ein echtes Privilege angefühlt, dies zu tun", sagte das Mitglied der britischen Luftwaffe anschließend. "Es ist einer der Höhepunkte meines Lebens", fügte Heerey hinzu.

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Der BBC sagte Heerey, letztendlich am Sarg der Queen zu stehen, habe sich "sehr surreal" für sie angefühlt. "Ich konnte nicht glauben, dass ich da war", erklärte sie. "Ich fühlte mich einfach nur sehr geehrt, dass ich die Chance hatte, dort hinzugehen, sie zu sehen und mich zu verabschieden." Tatsächlich nutzte Heerey die Chance sogar zweimal: In den vergangenen Tagen hatte sie schon einmal angestellt, um am Sarg vorbeizugehen.

Die BBC interviewte auch die vorletzte Person vor dem Sarg, Sima Mansouri. Die aus dem Iran stammende, aber in London lebende Frau erklärte, sie und Heerey seien fortan "für immer Freunde", nachdem sie sich erst in der Schlange kennengelernt hatten. Heerey sei wegen ihrer Rolle als Schlusslicht in der Reihe "etwas nervös" gewesen, so Mansouri. "Aber ich habe ihr gesagt: Mach dir keine Sorgen. Ich gebe dir Rückendeckung. Ich bin hier."

Quelle: ntv.de, vpr

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