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Prince - ein Schläger? Sinéad O'Connor erhebt schwere Vorwürfe

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Ihre Vorwürfe sind harter Tobak: Sinead O'Connor.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zuletzt hat Sinéad O'Connor vor allem mit Eskapaden Schlagzeilen gemacht. Viele erinnern sich deshalb lieber daran, wie sie dereinst mit dem Song "Nothing Compares 2 U" zu Tränen rührte. Ein Song, den Prince geschrieben hat. Doch an ihn scheint O'Connor keine guten Erinnerungen zu haben.

"Nothing Compares 2 U" - der Song ist in mehrfacher Hinsicht einmalig. Nicht nur, weil er Sinéad O'Connor 1990 auf der ganzen Welt einen Nummer-1-Hit bescherte. Sondern auch, weil sich an ihn und das zugehörige Video noch immer nahezu jeder, der damals schon Augen und Ohren hatte, erinnert.

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Der vollständig auf O'Connors Gesicht fokussierte Clip, in dem der Sängerin die Tränen über die Wangen kullern, ließ seinerzeit Millionen mitschluchzen. Und nicht wenige hätten die junge, kahl rasierte O'Connor vermutlich am liebsten tröstend in den Arm genommen.

Das ist lange her. Musikalisch hat die Irin seitdem kaum noch auf sich aufmerksam gemacht. In den vergangenen Jahren machte sie stattdessen vor allem mit Eskapaden, psychischen Problemen und ihrer Konvertierung zum Islam Schlagzeilen.

Zu Gast bei "Good Morning Britain"

Ein Kopftuch trägt sie auch, als sie nun in der Sendung "Good Morning Britain" zum Interview erscheint. In dem Gespräch berichtet sie unter anderem über die schwierigen Anfänge ihrer Karriere, ihren neuen Glauben und darüber, wie stolz ihre Kinder auf sie seien. Dabei wirkt sie durchaus aufgeräumt.

Besonders interessant wird es, als sie der Moderator auf Prince anspricht. Der frühere US-Superstar war es schließlich, dem "Nothing Compares 2 U" einst aus der Feder floss. Ob sie Prince jemals getroffen habe, will der Moderator von O'Connor wissen. Die Antwort der 52-Jährigen darauf erstaunt und entsetzt zugleich.

"Eine beängstigende Erfahrung"

Ja, Prince und sie seien sich einmal begegnet, erklärt O'Connor. "Aber wir sind nicht sehr gut klargekommen", fährt sie fort. Vielmehr habe Prince versucht, sie zu schlagen. Dies sei "absolut kein Scherz", versichert die Sängerin. "Das war tatsächlich eine beängstigende Erfahrung."

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Auf Nachfrage des Moderators führt O'Connor aus, wie es zu der Auseinandersetzung  gekommen sei. So habe sie Prince einmal zu sich nach Hause in Los Angeles eingeladen. "Dummerweise bin ich da alleine hingegangen", so O'Connor. Ihr berühmter Kollege sei damit unzufrieden gewesen, dass sie kein Schützling von ihm gewesen sei. "Ich hatte nur den Song aufgenommen. Aber er wollte mich unter seine Fittiche nehmen", erklärt sie weiter.

Prince sei dabei nicht als Bittsteller aufgetreten, sondern habe Forderungen an sie gerichtet, schildert O'Connor ihre Sicht der Dinge. Schließlich sei die Situation eskaliert, während sie im Auto von Prince gesessen hätten. "Es war fünf Uhr morgens. Wir fuhren mit seinem Auto durch die Gegend. Ich spuckte ihn an, während er mich zu schlagen versuchte", sagt O'Connor. Letztendlich sei sie der Situation entkommen, indem sie an einer fremden Haustür geklingelt habe. Da habe sich Prince verzogen.

Drogen im Spiel?

Prince habe zu dieser Zeit "ziemlich üble Drogen" genommen, erklärt O'Connor fast entschuldigend. Dabei sei sie jedoch nicht das einzige Prügelopfer des Musikers gewesen. Es gebe viele Frauen, die ähnliches berichten könnten, wenn sie sich an die Öffentlichkeit trauten. Unter anderem habe Prince auch ein weibliches Mitglied seiner Band mit Rippenbrüchen ins Krankenhaus geprügelt.

Der Wahrheitsgehalt dieser Darstellungen lässt sich wohl nur noch schwer überprüfen. Zugleich kann Prince nichts mehr zu seiner Verteidigung vorbringen. Er starb im April 2016 an einer versehentlichen Überdosis mit einem Schmerzmittel.

Quelle: n-tv.de, vpr

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