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"Game of Thrones"-Macher erklärt Wieso Daenerys durchdrehen musste

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Viele Fans sind unzufrieden mit der Entwicklung von Daenerys Targaryen (Emilia Clarke). Ein "Game of Thrones"-Regisseur findet: Es musste so kommen.

(Foto: imago images / Cinema Publishers Collection)

Es ist kein Geheimnis, dass viele Fans mit der finalen Staffel von "Game of Thrones" unglücklich sind. Doch die Macher der Serie verteidigen ihre Arbeit. Einer der Regisseure etwa erklärt nun, wieso Daenerys Targaryen dieses ganz bestimmte Schicksal ereilen musste.

Sie war der Liebling der "Game of Thrones"-Fans und die große Hoffnung für Westeros. Deswegen ärgern sich viele darüber, wie die Figur der Daenerys Targaryen, gespielt von Emilia Clarke, sich in Staffel acht der Kultserie entwickelt hat. Miguel Sapochnik hat bei zwei Folgen der finalen Staffel Regie geführt. Er findet, dass Daenerys sich genau so entwickelt hat, wie das zu erwarten war.

! Achtung Spoiler aus Staffel acht !

Zwar hat Daenerys sich im Verlauf der Serie als "Sprengerin der Ketten" einen Namen gemacht, sie hat die Unschuldigen beschützt, Sklaven befreit und deren Peiniger bestraft. Doch ihre Mission gerät in den letzten Momenten von "Game of Thrones" völlig außer Kontrolle. Die blonde Schönheit wird zum Schurken der Show. Sie wird wahnsinnig - wie einst ihr Vater, Areys Targaryan, bekannt als der "Irre König". "So wie sie Menschen behandelt hat und mit welcher Überzeugung, war es klar, dass das zu Konflikten führen würde", sagte Regisseur Sapochnik im Gespräch mit dem Branchenportal "IndieWire".

Die grausame Ermordung ihrer Gefährtin Missandei, gespielt von Nathalie Emmanuel, hat Daenerys verändert. Sie kann den Tod nicht verwinden. Für Sapochnik indiziert dieser Vorfall den Moment, in dem Daenerys wahnsinnig wird. "Sie stellt sich selbst nicht mehr infrage", so der 44-Jährige. Das unterscheide den gesunden Menschenverstand vom Wahnsinn. "Das ist, was uns menschlich macht: Ob wir uns fragen, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben oder nicht."

"Symbol für das, was ihr genommen wurde"

In der Serie zerstört Daenerys mit ihrem Drachen die Hauptstadt der sieben Königreiche, King's Landing, obwohl sie eigentlich davon absehen wollte, um unschuldige Menschenleben zu verschonen. Dass es schließlich doch zum Äußersten kam, weiß Sapochnik zu erklären. "Sie hat den Roten Bergfried gesehen", so der Regisseur. Der Königssitz sei für Daenerys "ein Symbol für alles, was ihr genommen wurde".

Dass die Fans sich mit der Erklärung zufriedengeben, darf bezweifelt werden. Vielleicht wird sie das "Game of Thrones"-Prequel über das Ende der geliebten Serie hinwegtrösten. Die Dreharbeiten für die Vorgeschichte haben laut Medienberichten bereits begonnen. Die irische Zeitung "Belfast Telegraph" berichtet, verschiedene Sets seien in der Gegend aufgebaut worden. Viel ist über das Format nicht bekannt. Es heißt, die Geschichte werde mehrere Tausend Jahre vor den Vorfällen von "Game of Thrones" angesiedelt sein. Hollywoodstar Naomi Watts soll in einer Hauptrolle zu sehen sein.

Quelle: n-tv.de, ame

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