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1996 vergewaltigt? Zwei weitere Frauen beschuldigen R. Kelly

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R. Kelly soll sich mehrmals an Minderjährigen vergangen haben.

(Foto: REUTERS)

Die Meldungen über mutmaßliche Opfer von R. Kelly reißen nicht ab. Jetzt haben wieder zwei Frauen gegen den Sänger ausgesagt. Sie behaupten, Mitte der 1990er-Jahre von ihm unter Drogen gesetzt und vergewaltigt worden zu sein.

Die Vorwürfe gegen R. Kelly wegen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger ziehen immer weitere Kreise. Inzwischen hat sich sein Label von ihm getrennt, Live-Shows wurden abgesagt. Jetzt bezichtigen zwei weitere Frauen den "I Believe I Can Fly"-Sänger, sie vergewaltigt zu haben.

Zugetragen habe sich das Ganze 1996 nach einem Konzert von R. Kelly und Kollege LL Cool J in Baltimore, so Latresa Scaff und Rochelle Washington. "Als ich R. Kelly in dieser Nacht zum ersten Mal traf, war ich sehr glücklich und aufgeregt. Ich war sehr jung und er war ein Star", sagte Scaff auf einer Pressekonferenz in New York. "Jetzt, wo ich erwachsen bin, tut mir weh, was er mir angetan hat. Ich war 16 Jahre alt und stand unter dem Einfluss von Alkohol und Marijuana."

"Oralsex in Hotelsuite"

Es sei ein Mitglied von Kellys Crew gewesen, das den beiden Mädchen die Drogen gab, so Scaff weiter. Dann habe man ihnen gesagt, der Musiker erwarte sie in seiner Hotelsuite. Dort wollte der damals 31-Jährige Sex zu dritt und versprach den Teenagerinnen, sie dafür in einem seiner nächsten Videos mitspielen zu lassen. Während Rochelle Washington im Badezimmer war, habe Scaff zunächst Oralsex mit ihm gehabt, erzählte sie weiter. Dann habe Kelly Sex mit ihr gehabt, obwohl sie völlig high und nicht in der Lage gewesen sei, dem Akt zuzustimmen.

*Datenschutz

Die neuen Vorwürfe werden rund sechs Wochen nach der ersten Ausstrahlung der Dokumenation "Surviving R. Kelly" laut und lediglich eine Woche nach dem Auftauchen eines 45-minütigen Videos, das Kelly angeblich beim Sex mit einer 14-Jährigen zeigt. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, die Aufnahmen seien "klar und explizit". Eine zu dem Video gehörende Tonaufnahme lege nahe, dass es sich um ein 14-jähriges Mädchen handelte.

Wie einige andere mutmaßliche Opfer von Robert Kelly werden auch Scaff und Washington von der Anwältin Gloria Allred vertreten. Die Frauen seien mutig, sich zu melden, sagte sie der Presse. Kellys Verteidiger Steve Greenberg gibt weiterhin an, sein Mandant habe niemals wissentlich Sex mit minderjährigen Mädchen gehabt.

Quelle: n-tv.de, nan

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