Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:21 Drohnenangriff zwingt russische Ölraffinerie offenbar in die Knie +++
Die Ölraffinerie im russischen Perm hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff vollständig den Betrieb eingestellt. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf zwei Quellen aus der Industrie beruft. Der Angriff am vergangenen Donnerstag hatte einen Brand verursacht und Anlagen beschädigt. Den Quellen zufolge könnten die Reparaturen mehrere Wochen dauern. Mehrere Rohöldestillationsanlagen seien abgeschaltet worden. Perm liegt fast 1500 Kilometer östlich von Moskau. Die Raffinerie gehört dem russischen Konzern Lukoil.
+++ 13:56 Selenskyj appelliert an Trump +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert US-Präsident Donald Trump auf, bei seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking über die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges zu sprechen. Er gehe davon aus, dass bei Trumps China-Besuch "auch die Frage der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine zur Sprache gebracht wird, so Selenskyj. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren amerikanischen Partnern", betont Selenskyj in einer Rede bei einem Gipfeltreffen der osteuropäischen Staatengruppe Bukarest Neun in der rumänischen Hauptstadt.
+++ 13:25 Lukaschenko: "Wir alle bereiten uns auf den Krieg vor" +++
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko kündigt eine turnusmäßige Mobilmachung und eine Intensivierung der Kampfausbildung an. Dies berichtet "Kyiv Post" unter Berufung auf die belarussische Agentur Bela. Demnach soll das Militär für den Fall der Fälle gerüstet sein, auch solle es bereit sein für eine Bodenoperatio. "Wir werden Einheiten der Streitkräfte selektiv mobilisieren, um sie auf den Krieg vorzubereiten", wird Lukaschenko zitiert. "So Gott will, wird es möglich sein, ihn zu vermeiden. Wir alle bereiten uns auf den Krieg vor."
+++ 12:53 Debakel: Ukrainische Drohnenpiloten "zerstören" Nato-Truppen bei Manöver +++
Eine Gruppe ukrainischer Drohnenpiloten hat schwedische Truppen bei einer Nato-Übung besiegt. Die Soldaten seien von den Ukrainern "zerstört" worden, zitiert die Nachrichtenagentur AP einen 24-jährigen Drohnenpiloten der ukrainischen Streitkräfte. "Sie haben die Übung dreimal unterbrochen", damit die Soldaten überlegen konnten, was sie besser machen könnten, aber in einer realen Situation wären sie tot gewesen, sagt der Pilot, der unter dem Kampfnamen "Tarik" geführt wird. Ein weiterer Ukrainer spricht davon, dass die schwedischen Truppen Potenzial haben, aber ihre Taktik überarbeiten und ihr Verständnis für die moderne Form des Drohnenkriegs ausbauen müssen, so der Pilot mit dem Kampfnamen "Karat".
+++ 12:27 Russische Drohnenschwärme über der Ukraine +++
Russland greift zur Stunde offenbar massiv die Ukraine an. Wie das Onlinemedium Nexta auf X berichtet, werden dort mehr als 250 Drohnen gesichtet. Sie kämen aus mehreren Richtungen, in Kiew seien Explosionen zu hören. "Der Angriffe könnte den ganzen Tag über andauern", heißt es. Der Geheimdienst HUR teilt mit, Russland habe einen "kombinierten, anhaltenden Luftangriff auf kritische Infrastruktur" in der gesamten Ukraine gestartet. Die erste Angriffswelle besteht demnach aus einer großen Anzahl von Angriffsdrohnen, die darauf abzielen, die ukrainische Luftabwehr zu überwältigen und zivile Ziele zu treffen. Im Anschluss soll Russland planen, eine beträchtliche Anzahl von Marschflugkörpern sowie ballistischen Raketen einzusetzen. Die Behörde erklärt, zu den Zielen des Kremls könnten kritische Infrastruktur in Großstädten gehören, darunter Energieanlagen, Unternehmen der Rüstungsindustrie und Regierungsgebäude. "Auf diese Weise versucht Russland, das Vorschläge für einen Waffenstillstand abgelehnt hat, erneut, die Widerstandsfähigkeit der Ukraine im Krieg um die Freiheit zu untergraben", so der HUR. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte bereits am Morgen vor mehreren heftigen Angriffswellen. (siehe Eintrag um 10:16).
+++ 12:10 Russland soll verstärkt Unternehmen mit US-Verbindungen angreifen +++
Beschießt die russische Armee gezielt Unternehmen in der Ukraine, die Verbindungen in die USA haben? Laut einem Bericht der "New York Times" haben die jüngsten russischen Angriffe Einrichtungen getroffen oder beschädigt, die mit Cargill, Coca-Cola, Boeing, Mondelez, Philip Morris, Bunge und Flex Ltd. in Verbindung stehen. Die Unternehmen hätten es allerdings weitgehend vermieden, die Angriffe öffentlich zu machen, um Investoren und Versicherer nicht zu beunruhigen. Russlands Motivation für die Angriffe auf US-Unternehmen ist dem Bericht zufolge unklar. Es gebe aber die Vermutung, dass diese US-Investitionen abschrecken sollen - zu einem Zeitpunkt, an dem Kiew die Geschäftsbeziehungen mit dem auf Deals ausgerichteten Weißen Haus zu vertiefen suche. Andy Hunder, der Leiter der US-Handelskammer in der Ukraine, die dort tätige US-Unternehmen vertritt, wird mit den Worten zitiert, die Russen "schicken diese Raketen und Drohnen in der Hoffnung, dass sie amerikanische Unternehmen davon abhalten, in die Ukraine zu kommen."
+++ 11:38 Ankündigung von Putins "Wunderwaffe" Sarmat ist eher "Moment der Schwäche" +++
Mitten im Ukraine-Krieg testet Russland erneut die Interkontinentalrakete "Sarmat". Putin spricht von der stärksten Rakete der Welt - Kritiker sehen vor allem eine Machtdemonstration Richtung Westen. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet aus Moskau über die Wahrheit hinter der angeblichen "Wunderwaffe".
+++ 11:14 Acht Tote nach russischen Angriffen in Dnipropetrowsk +++
Bei fast 30 russischen Angriffen in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk werden in der Nacht acht Menschen getötet und elf verletzt wurden, wie "Kyiv Post" unter Berufung auf regionale Behörden schreibt. Die Angriffe beschädigen zudem Wohnhäuser, Infrastruktur und Industrieanlagen. Auch der Bezirk Synelnykove wird angegriffen, wobei zwei Menschen getötet und mehr als 20 Häuser beschädigt werden. Insgesamt soll die ukrainische Luftabwehr 111 von 139 Drohnen abgefangen haben.
+++ 10:47 Massive Attacke - Ukraine zeigt intensives Duell am Himmel +++
Russland startet nach der Feuerpause einen massiven Angriff mit unterschiedlichen Drohnentypen. Genauso vielfältig wie die Angreifer am Himmel zeigt sich aber auch die ukrainische Flugabwehr, mit schwerem Maschinengewehrfeuer und dem günstigen STASH-System. Ein Video zeigt den Kampf am Himmel über der Ukraine.
+++ 10:16 Viele Drohnen in der Luft - Selenskyj warnt vor neuen Angriffswellen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor weiteren Wellen russischer Drohnenangriffe im Tagesverlauf. Es befänden sich mehr als 100 Drohnen im ukrainischen Luftraum, teilt er auf X mit. Russland habe seine Taktik geändert und greife zunehmend bei Tageslicht an. "Russland setzt seine Angriffe fort und tut dies dreist – es zielt absichtlich auf unsere Eisenbahninfrastruktur und zivile Einrichtungen in unseren Städten ab", schreibt Selenskyj. Laut der ukrainischen Luftwaffe hat Russland seit 18.00 Uhr am Dienstag mit 139 Drohnen angegriffen. Davon seien 111 Drohnen abgeschossen oder unschädlich gemacht worden. Seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren hat Russland große Drohnen- und Raketenangriffe zumeist nachts verübt. In den vergangenen Wochen griffen die russischen Streitkräfte jedoch wiederholt auch tagsüber mit Hunderten Drohnen und auch mit Raketen an.
+++ 09:44 Russische Gasanlage in Astrachan steht in Flammen +++
Trümmer ukrainischer Drohnen lösen nach russischen Angaben ein Feuer in einer Gasaufbereitungsanlage in der südlichen Region Astrachan aus. "Alle feindlichen Fluggeräte wurden entweder abgeschossen oder durch Systeme der elektronischen Kriegsführung neutralisiert", teilt der örtliche Gouverneur Igor Babuschkin auf Telegram mit. Herabfallende Trümmer hätten den Brand verursacht. Es gebe keine Opfer, und das Feuer dürfte in wenigen Stunden gelöscht sein. Die Anlage befindet sich in der Nähe des Kaspischen Meeres, rund 1675 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
+++ 09:15 Russen werden offenbar immer unglücklicher +++
Lange Kriege machen wohl auch die Aggressoren nicht glücklich: Der russische Glücksindex fällt auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren. Die berichtet das oppositionelle Portal Meduza, das sich auf Ergebnisse des russischen Meinungsforschungsinstituts Wziom bezieht. Demnach sinkt der Index von März bis April von 56 auf 52 Punkte. Ein Jahr zuvor, im April 2025, lag er bei 63; bis Juli rutschte er auf 58 ab, erholte sich dann aber wieder. Der Index basiert auf einer regelmäßig an die russische Bevölkerung gerichteten Frage: "Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Aber insgesamt gesehen: Sind Sie glücklich oder nicht?" Der Punktwert wird aus diesen Antworten berechnet. Zuletzt war der Index im September 2011 niedriger, damals lag er bei 41 Punkten. Es war der Monat der sogenannten Rochaden: Damals schlug Kremlchef Dmitri Medwedew wieder Wladimir Putin für das Präsidentenamt vor.
+++ 08:44 Lawrow zeigt sich enttäuscht über Verhältnis zu den USA +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht trotz positiver Äußerungen keinen Fortschritt in den Beziehungen zu den USA. Es werde zwar viel über das enorme Potenzial der amerikanisch-russischen Beziehungen gesprochen, in der Realität passiere jedoch nichts, sagt Lawrow in einem Interview mit dem Sender RT India.
+++ 08:12 Russland beklagt zahlreiche Drohnenangriffe und Feuer in Krasnodar +++
Russland meldet wieder einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht werden dem Verteidigungsministerium zufolge 286 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört. In der südlichen Region Krasnodar seien dabei Trümmerteile auf das Gelände einer Industrieanlage gestürzt und hätten ein Feuer ausgelöst, teilten die örtlichen Behörden mit. Einem ukrainischen Medienbericht zufolge sollen in der Region Drohnen eine Hafenanlage getroffen haben. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten verstärkt Ziele weit in Russland und dabei vor allem auch Öl-und Gas-Anlagen ins Visier genommen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen.
+++ 07:44 "Golden Dome" der USA könnte bei russischem Angriff an seine Grenzen stoßen +++
Das von US-Präsident Donald Trump geplante Raketenabwehrsystem "Golden Dome" wird immer teurer – und ist offenbar bei einem massiven Angriff nur bedingt von Nutzen. Nach Schätzungen des parteiunabhängigen Haushaltsbüros des Kongresses (CBO) könnte es in den kommenden 20 Jahren rund 1,2 Billionen Dollar kosten. Damit überträfen die Ausgaben für Entwicklung, Aufbau und Betrieb die bisherige Prognose des zuständigen Pentagon-Direktors von 185 Milliarden Dollar um ein Vielfaches, teilt die Behörde mit. Zugleich hat er offenbar ein essentielles Problem: Das Haushaltsamt des Kongresses warnt, dass der Schutzschild bei einem großangelegten Angriff Russlands an seine Grenzen stoßen könnte. "Golden Dome" sieht neben dem Ausbau bodengestützter Abwehrraketen, Sensoren und Kommandozentralen auch satellitengestützte Waffen vor. Sie sollen Bedrohungen aus der Erdumlaufbahn heraus erkennen, verfolgen und gegebenenfalls ausschalten.
+++ 07:10 Das ist Putins U-Boot-Zerstörer in der Ostsee +++
Russlands Kriegsschiff "Seweromorsk" wird vor Fehmarn gesichtet. Der U-Boot-Zerstörer der russischen Nordflotte ist kein Unbekannter und steht inzwischen besonders im Fokus westlicher Marinen. Beobachter vermuten hinter den Einsätzen einen Zusammenhang mit Moskaus sogenannter Schattenflotte.
+++ 06:37 "Es könnte in naher Zukunft jederzeit passieren" - Ukraine befürchtet russischen Großangriff +++
Die ukrainische Armee warnt vor einem massiven russischen Angriff. Die verstärkte Aktivität russischer strategischer Bomber deute darauf hin, dass Moskau sich darauf vorbereite, in den kommenden Tagen einen weiteren groß angelegten Luftangriff auf ukrainische Städte zu starten, erklärt der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Yuriy Ihnat, laut "The New Voice of Ukraine". "Die zahlreichen Berichte über einen möglichen Massenangriff sind nicht unbegründet, da wir über Geheimdienstinformationen, Informationen von Partnern und unsere eigenen Aufklärungsdaten verfügen", so Ihnat im ukrainischen Fernsehen.. "Wir verzeichnen die Verlegung von Luftfahrzeugen und verstärkte Aktivitäten auf Flugplätzen – auf jenen, auf denen zuvor Drohnen eingetroffen sind." Laut Ignat wurden in letzter Zeit Aktivitäten auf strategisch wichtigen Flugplätzen beobachtet, auf denen Flugzeuge üblicherweise mit Munition beladen würden. "Es könnte in naher Zukunft jederzeit passieren."
+++ 05:59 Brand in Moskauer Unterhaltungspark gemeldet +++
In Moskau soll ein Großbrand ausgebrochen sein. Dies berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegramkanäle. Auch auf X sind Videos zu sehen, die den Brand zeigen sollen. Das Feuer, das sich über eine Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern erstrecken soll, wird im Izmailovo-Kreml-Komplex im Osten Moskaus gemeldet, einem Kultur- und Unterhaltungspark, der den architektonischen Stil des Kreml nachahmt. Anwohner berichten demnach, dass ein Teil eines Gebäudes einstürzte, nachdem er vollständig vom Feuer erfasst worden war. Die Brandursache ist noch unklar, auch über Opfer ist nichts bekannt.
+++ 05:26 Ukraine setzt weitere Firmen und Privatpersonen auf die Sanktionsliste +++
Die Ukraine verhängt weitere Sanktionen gegen Russen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erlässt ein Präsidialdekret, mit dem Sanktionen gegen 32 russische Unternehmen und 34 Staatsangehörige verhängt werden, die an der Lieferung von Materialien zur Unterstützung des russischen Militär-Industrie-Komplexes beteiligt sind. Die Maßnahmen richten sich gegen Personen und Organisationen, die Materialien für verschiedene ballistische und Boden-Luft-Raketensysteme sowie Schießpulver, Raketentreibstoff und Komponenten für Munition liefern, teilt das Präsidialamt mit. Auch russische Unternehmen, die elektronische Aufklärungssysteme herstellen, werden ins Visier genommen. Auch werden nun Russen sanktioniert, die "versucht haben, die Aufhebung der US-Sanktionen gegen Russland zu erleichtern und die Haltung der Europäischen Union zu mildern.
+++ 03:57 Selenskyjs früherer Vertrauter Jermak weist Geldwäschevorwürfe zurück +++
Der frühere ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak weist gegen ihn erhobene Vorwürfe der Geldwäsche zurück. Der Verdacht sei "unbegründet", schreibt Jermak nach einer Anhörung vor Gericht auf Telegram. Als Jurist habe er sich "stets vom Gesetz leiten lassen", erklärt er. "Und jetzt werde ich in gleicher Weise meine Rechte, meinen Namen und meinen Ruf verteidigen". Das Nationale Antikorruptionsbüro verdächtigt den früheren Selenskyj-Berater, Teil einer Gruppe gewesen zu sein, die über ein Luxusbauprojekt Geld gewaschen hat.
+++ 02:39 Berlin bestätigt: Russischer Zerstörer vor Fehmarn unterwegs +++
Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigt Medienberichte, wonach ein russischer Zerstörer derzeit vor der Insel Fehmarn liegt. Man gehe davon aus, dass Russland mit seinen Kriegsschiffen die eigenen Schiffe der "Schattenflotte" überwachen wolle, so der Sprecher. Über diese versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Berlin zeigte sich von der Präsenz russischer Kriegsschiffe nicht überrascht. "Im Bereich Fehmarn in der Ostsee, Skagerrak und am Finnischen Meerbusen sind kontinuierlich russische Kriegsschiffe zu beobachten", erklärt der Ministeriumssprecher. Dies werde zum Teil auch als Gegenreaktion zu Nato-Operationen wie "Baltic Sentry" gesehen.
+++ 01:00 Selenskyj: Ukraine greift Gasanlagen tief in Russland an +++
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Gasanlagen in der russischen Region Orenburg angegriffen. Die getroffenen Ziele liegen mehr als 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sagt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Zudem arbeite Kiew mit europäischen Verbündeten an Technologien zur Abwehr ballistischer Raketen. An entsprechenden Gesprächen hätten sich 13 Länder sowie Vertreter der Nato beteiligt. "Insgesamt ist die aktuelle Position der Ukraine (...) auf dem höchsten Stand seit Jahren", erklärt der Präsident. Dieses Niveau müsse gehalten werden.
+++ 23:19 Hegseth bekräftigt geplante Ukraine-Hilfen, sagt aber nicht, wann +++
Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sollen Hilfen im Wert von 400 Millionen US-Dollar wie geplant der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zufließen. Einen konkreten Zeitplan legt er allerdings nicht vor. Das Pentagon wolle mit dem für Europa zuständigen Regionalkommando (Eucom) zusammenarbeiten, um die Mittel "entsprechend und ordnungsgemäß auszugeben", sagt der Republikaner lediglich vor einem Senatsausschuss. Senator Chris Coons zufolge hat das Pentagon bislang keinen einzigen Groschen aus diesem Paket für Waffen für die Ukraine ausgegeben. Auf die Nachfrage des Demokraten nach einem konkreten Ausgabenplan weichtHegseth aus.
+++ 22:19 Kallas glaubt an Gelegenheit, den Krieg zu beenden +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht in Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem möglichen Kriegsende ein Anzeichen für eine Schwächung Moskaus. Putins Äußerung zeige, "dass er sich nicht in einer starken Position befindet", sagt Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. "Ich glaube, dass es eine Gelegenheit gibt, diesen Krieg zu beenden", fügt sie hinzu. Kallas sagt zudem, Putin könne den Ukraine-Krieg "sofort" beenden, "wenn er einfach aufhören würde, zivile Infrastruktur zu bombardieren, und seine Truppen abziehen würde". Mit Blick auf die Verteidigungsfähigkeit Europas zeigt die EU-Außenbeauftragte sich "frustriert", dass die Rüstungsproduktion nicht schneller anwächst. Trotz deutlich höherer Verteidigungsausgaben sei nicht zu beobachten, "dass die Branche so an Fahrt gewinnt, wie wir es erwartet hätten".
+++ 21:39 Donbass-Vereinbarung mit Putin? Trump dementiert +++
US-Präsident Donald Trump antwortet Journalisten am Weißen Haus auf die Frage zu einer möglichen Vereinbarung mit Wladimir Putin, den gesamten ukrainischen Donbass an Russland zu übergeben, kurz und knapp mit "Nein". Kiew lehnt ein solches Vorgehen ohnehin ab. Trumps Angaben zufolge neigt sich der Krieg "dem Ende zu". Ähnlich hatte sich zuletzt auch Putin geäußert, in diesem Zusammenhang aber auch von einer "endgültigen Zerstörung des Feindes" gesprochen. Ein militärischer Sieg über die Ukraine ist allerdings weit entfernt. Trump hatte sich in der Vergangenheit oft zuversichtlich für ein Kriegsende gezeigt. Etliche Verhandlungsrunden brachten jedoch kein Ergebnis.
+++ 21:00 Jäger: "Putin steht mit dem Rücken zur Wand" +++
Politikwissenschaftler Thomas Jäger sieht Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine deutlich geschwächt. Trotz massiver Drohnenangriffe fehle Moskau eine Perspektive - sowohl für einen militärischen Sieg als auch für ernsthafte Friedensverhandlungen:
+++ 20:28 Schlimme Bilder aus Krywyj Rih - "Russland tötet und verstümmelt weiterhin Ukrainer" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet einen russischen Drohnenangriff auf ein gewöhnliches Wohnhaus in seiner Geburtsstadt Krywyj Rih. Zwei ältere Menschen seien tot und ihre neun Monate alte Enkelin mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Nach dem Ende des dreitägigen teilweisen Waffenstillstands tötet und verstümmelt Russland weiterhin Ukrainer. Der Druck auf Russland darf daher in keiner Weise nachlassen", so Selenskyj.
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