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Große Preisunterschiede Das sind die besten Ratenkredite

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(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Die Zeiten, in denen man auf größere Anschaffungen sparen musste, sind vorbei. Dank niedriger Zinsen kaufen Verbraucher immer häufiger auf Pump. Doch Ratenkredit ist nicht gleich Ratenkredit. Wo Kunden die besten Konditionen erhalten, zeigt eine aktuelle Untersuchung der FMH-Finanzberatung.

Vom Fernseher übers Smartphone bis hin zum neuen Auto: Fast alles, was man heute kaufen kann, lässt sich auch finanzieren – und, wenn man den Versprechen der Anbieter glaubt, fast immer zu "Spitzenkonditionen". Doch sind Ratenkredite wirklich immer so günstig, wie die Werbung verspricht? Die FMH-Finanzberatung hat für n-tv recherchiert, welche Banken die billigsten Kredite bieten – und wie hoch das Sparpotenzial bei Ratenkrediten ist.

Schnell mal ein paar tausend Euro sparen

Das Ergebnis ist beeindruckend: Bei einem Ratenkredit über 15.000 Euro und einer Laufzeit von 72 Monaten zahlen Kunden beim besten Anbieter gerade einmal 2,49 Prozent effektiven Jahreszins. Der teuerste Anbieter verlangt 7,29 Prozent. In Euro ausgedrückt sind dies entweder 224 oder 256 Euro - pro Monat! Über die Laufzeit ergibt sich damit eine Preisdifferenz von 2.290 Euro.

Vergleichen lohnt sich also – zumal das Spitzenangebot des FMH-Vergleichs noch eine weitere Besonderheit aufweist. Der Kredit ist bonitätsunabhängig. Das heißt: Jeder Kunde mit einer sauberen Schufa-Auskunft bekommt dieselben Konditionen – unabhängig von seinem finanziellen Hintergrund. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Banken bieten Kunden, je nach Bonität, unterschiedlich attraktive Konditionen an.

FMH vergleicht daher nicht nur bonitätsunabhängige, sondern auch Angebote für Kunden mit guter und mittlerer Bonität. Im FMH-Ratenkreditvergleich, kann sich jeder Nutzer selbst einstufen und sehen, was geschehen würde, wenn er in einer anderen Bonitätsstufe landen würde.

Verwirrende Vielfalt

Wer allerdings meint, dass Banken durchgehend gute Angebote für Kunden mit guter Bonität auflegen, der irrt. Wie attraktiv die Offerten sind, hängt oft auch von der Kreditlaufzeit ab.

Zwar hat die Targobank für Kunden mit guter Bonität durchgehend den besten Zinssatz für alle Laufzeiten von 24 bis 84 Monate. Die Postbank auf Platz 2 allerdings verlangt für 72 und 84 Monate schon einen etwas höheren Zins. Die SWK-Bank wiederum ist von 24 bis 48 Monate relativ teuer, lohnt sich aber für Kunden, die ihre Schulden über 60 bis 84 Monate abzahlen wollen.

Um die Angebote besser vergleichen zu können, hat FMH im Ranking daher den mittleren Zins für alle Laufzeiten bewertet. In diesem Gesamtranking schafft es SWK-Bank für Kunden mit mittlerer Bonität ganz nach vorne, die norisbank landet bei guter und mittlerer Bonität jeweils auf Platz 3.

Der Vorteil der bonitätsabhängigen Kredite: Kunden erhalten nur selten eine Ablehnung. Der Nachteil: Die Bank stuft die Bonität eines Interessenten nach eigenen, nicht öffentlichen Vorgaben ein – und verlangt zum Teil auch bei jenen Kunden höhere Zinsen, bei denen man es nicht vermuten würde. Unschön ist daher, dass man, wenn man den Kreditantrag stellt, nicht weiß, welche Konditionen die Bank am Ende aufruft.

Bei den bonitätsunabhängigen Angeboten ist das anders. Hier ist von Anfang an klar, welche Zinsen anfallen. Dafür muss man damit rechnen, dass man eine Ablehnung erhält, wenn die Bank "kalte Füße" bekommt.

Verbraucherfreundliche Rechtslage

Grundsätzlich gilt: Kunden sollten lieber eine etwas längere Laufzeit wählen, und einen Kredit aussuchen, der dafür niedrigere Raten verlangt. Wer zwischendurch zu Geld kommt, kann in der Regel ohne große Extrakosten, eine Sondertilgung leisten. Denn der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Verbraucher bei Ratenkrediten maximal ein Prozent der Extra-Zahlung als Vorfälligkeitsentschädigung für den Zinsverlust der Bank berappen müssen. Und selbst darauf verzichten viele Banken.

Die besten Ratenkredit-Angebote

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Quelle: n-tv.de