Der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Fußball-Bundesligist Schalke 04 erhält offenbar finanzielle Rückendeckung vom Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wie das "Handelsblatt" berichtete, gewährt die Regierung von Ministerpräsident Armin Laschet den mit 197 Millionen Euro verschuldeten Knappen eine Landesbürgschaft in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Dies solle am Mittwoch publik gemacht werden.
Das Landesfinanzministerium wollte mit Verweis auf das Bürgschaftsgeheimnis dazu nicht Stellung nehmen. Der Bundesliga-Zwölfte hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Coronakrise verursachten Einnahmeverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme.
1000 Schalke-Fans fordern Tönnies' Rücktritt
Zudem verpassten die Königsblauen nach dem sportlichen Absturz in der Rückrunde mit 16 Spielen in Folge ohne Sieg zum dritten Mal in vier Jahren das europäische Geschäft. Nicht zuletzt deshalb denkt der Club laut "Süddeutscher Zeitung" darüber nach, eine Gehaltsobergrenze für Profis in Höhe von 2,5 Millionen Euro pro Jahr einzuführen.
Auch neben dem Platz produzierte Schalke in der abgelaufenen Saison einige Negativschlagzeilen und sorgte für Unmut bei vielen Anhängern, etwa durch einen Härtefallantrag bei der Rückerstattung von Tickets sowie mit der Entlassung von 24 Mitarbeitern des Fahrdienstes.
Hinzu kommen die rassistischen Äußerungen von Klub-Boss Clemens Tönnies aus dem August 2019 und jüngst erst der Corona-Ausbruch in seiner Fleischfabrik mit mehr als 1500 positiven Fällen. Bei Protesten am vergangenen Samstag auf dem Vereinsgelände Berger Feld hatten Fans den Rückzug von Tönnies gefordert.
