Samstag, 13. Juli 2019Der Sport-Tag

Heute mit David Bedürftig & Christoph Wolf
21:04 Uhr

Nach 3:0-Führung: Leverkusen kassiert kuriose Testpleite

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Bis zur 33. Minute lief für Leverkusen gegen Eupen alles nach Plan. Danach lief nicht mehr viel zusammen.

(Foto: imago images / DeFodi)

Gleich zwei Testspiele an einem Tag hat Fußball-Bundesliga Bayer Leverkusen heute absolviert - und beide verloren. Erst setzte es eine 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard, dann ein 3:4 (3:2) gegen den belgischen Erstligisten KAS Eupen.

Kurios bei Pleite Nr. 2: Leverkusen schaffte (mal wieder) das Kunststück, eine 3:0-Führung noch zu vergeigen. Die hatten Paulinho (7.), Gary Magnee (Eigentor/ 11.) und Ayman Azhil (33.) bereits nach einer guten halben Stunde herausgeschossen, ehe die Werkself kollabierte - und Flavio Chiampichetti (37./38.), Megane Laurent (56.) und Seymour Fünger (Eigentor/ 85.) die Partie für Eupen noch drehten.

20:24 Uhr

Real Madrids Coach Zidane trauert um Bruder

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Am Freitag verließ Real Madrids Trainer Zinedine Zidane "aus persönlichen Gründen" überraschend das Trainingslager des spanischen Fußball-Rekordmeisters in Kanada, wir haben im Sport-Tag darüber berichtet. Nun teilte sein Verein den traurigen Grund für Zidanes Abreise mit: Sein Bruder Farid ist im Alter von 54 Jahren verstorben. Zu dessen Ehren legten die Profis der Königlichen vor dem heutigen Training eine Schweigeminute ein.

Momentan leitet Co-Trainer David Bettoni die Einheiten. Wann Zidane zurückkehrt und ob er beim anstehenden Testspiel der Madrilenen gegen den FC Bayern auf der Bank sitzen wird, ist derzeit offen. Real trifft am 21. Juli im Rahmen des International Champions Cup in Houston auf die Münchner.

19:52 Uhr

F1-Videobeweis: "Die Verfolger sind direkt hinter Mercedes"

Pole Position für Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton vor Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas - das ist die Erwartung vor dem Qualifying zum Großen Preis von England. Tatsächlich glänzt die erste Startreihe in Silverstone silbern. Allerdings geht die Pole an Bottas und die Konkurrenz ist in Schlagweite, bilanziert n-tv Experte Christian Danner durchaus überrascht: "Die Verfolger sind direkt hinter Mercedes." Deshalb prophezeit Danner für das Rennen: Action und Überholmanöver.

 

19:50 Uhr

Traditionsklub Palermo stürzt in die Viertklassigkeit

Das nennt man wohl dumm gelaufen: Bis 2017 spielte US Palermo noch in der ersten italienischen Liga, ehe man in die 2. Liga absteigen musste. Dort belegte der Verein in der abgelaufenen Saison den dritten Platz. Trotzdem geht es für den Fußball-Traditionsklub künftig nur noch in der vierten Liga weiter. Der Grund: Italiens Fußballverband FIGC lehnte einen Einspruch der Sizilianer gegen einen Zwangsabstieg in die Serie C nicht nur ab, sondern verschärfte die Strafe sogar - wodurch der Klub in die Serie D stürzt. Als Grund nannte der FIGC "Nichterfüllung" von Vertragspflichten.

Palermo werden diverse administrative Vergehen vorgeworfen, darunter Bilanzfälschungen in den Spielzeiten 2014/15 bis 2016/17. Der langjährige Klubchef Maurizio Zamparini war 2017 zurückgetreten. Der Ex-Klub von Luca Toni, Edinson Cavani und Paulo Dybala steht zum Verkauf. Interessenten können ihre Anträge vom 20. bis zum 23. Juli einreichen, berichtete die "Gazzetta dello Sport".

19:21 Uhr

Wieder nix: Mick Schumacher rast an F2-Punkten vorbei

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Von Startplatz 13 konnte sich Mick Schumacher nur noch auf Rang 11 verbessern. Für Punkte reichte das nicht.

(Foto: imago images / Motorsport Images)

Knapp vorbei an den Punkterängen ging es für Mick Schumacher beim Formel-2-Rennen in Silverstone. Der 20 Jahre alte Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wurde beim Sieg des Italieners Luca Ghiotto Elfter, Punkte werden bis Rang zehn vergeben.

Damit geht das Warten von Formel-2-Debütant Schumacher auf seinen ersten Podestplatz weiter. Sein bestes Formel-2-Resultat ist bislang ein vierter Rang, den er vor knapp zwei Wochen im Sprintrennen in Österreich eingefahren hatte - als er sich von Rang 18 sensationell nach vorn gearbeitet hatte.

Eine Punkte- und Podest-Chance hat Schumacher jr. In Silverstone noch: Am Sonntag steht zum Abschluss des Rennwochenendes das Sprintrennen auf dem Programm.

18:44 Uhr

Videobeweis: Müller zaubert per Fallrückzieher im Bayern-Training

Bei der ganzen Diskussion um mögliche Neuzugänge werden gerne die Spieler vergessen, die schon jetzt im Kader von Fußball-Rekordmeister FC Bayern stehen. Das dachte sich vielleicht auch Stürmer und Ur-Bayer Thomas Müller, der im Training akrobatisch auf sich aufmerksam machte.

 

18:23 Uhr

Götze erinnert sich an das besondere Finale in Rio

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 Vom Einlaufen ins Stadion bis zu seiner Einwechslung und Jogi Löws "Zeig ihnen, dass du besser bist als Messi": Finaltorschütze Mario Götze erinnert sich an den vierten Stern für Deutschland und seine Heldentat.

18:00 Uhr

"Keine Tränen der Angst": Bologna-Coach offenbart Leukämie

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Schwer erkrankt: Bolognas Trainer Sinisa Mihajlovic.

(Foto: dpa)

Der Trainer des italienischen Erstligisten FC Bologna, Sinisa Mihajlovic, leidet an Leukämie. Er werde kämpfen und die Krankheit besiegen, sagte der Serbe unter Tränen auf einer Pressekonferenz. "Es sind keine Tränen der Angst. (...) Diese Herausforderung werde ich gewinnen (...) für alle, die mich lieben." Der Sportdirektor des Clubs, Walter Sabatini, sagte, Mihajlovic bleibe auch weiter Trainer in Bologna.

Der 50-Jährige war kurzzeitig Coach beim portugiesischen Club Sporting Lissabon, bevor er wieder zu seinem früheren Club Bologna wechselte. Der ehemalige serbische Nationaltrainer war auch als Nachfolger von Massimiliano Allegri bei Italiens Rekordmeister Juventus Turin gehandelt worden.

17:30 Uhr

Tour: De Gendt holt Tagessieg, Alaphilippe entzückt Frankreich

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Thomas de Gendt kämpfte sich bravourös zum Tagessieg auf der Achterbahn-Etappe von Macon nach St. Etienne.

(Foto: REUTERS)

Der belgische Radprofi Thomas de Gendt hat die bergige achte Etappe der 106. Tour de France für sich entschieden. Der 32-Jährige vom Team Lotto-Soudal wurde nach 200 Kilometern zwischen Macon und Saint-Etienne zudem zum kämpferischsten Fahrer der Etappe gekürt und sicherte sich seinen zweiten Tageserfolg bei der Frankreich-Rundfahrt nach 2016.

Das Gelbe Trikot eroberte der Franzose Julian Alaphilippe nach zweitägiger Abstinenz zurück. Dem 27-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step genügte Rang drei hinter seinem Landsmann Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), um wieder die Spitzenposition vom Italiener Giulio Ciccone (Trek-Segafredo) zu übernehmen.

17:00 Uhr

Nike zwingt LeBron James zur Nummer 23

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"Muss" nächstes Jahr wieder im Trikot mit der Nummer 23 auflaufen: Lakers-Megastar LeBron James.

(Foto: www.imago-images.de)

Zweimal 23 ist einmal zuviel: Im Ringen um die begehrteste Trikotnummer im amerikanischen Basketball hat Sportartikel-Gigant Nike zumindest in Sachen Los Angeles Lakers ein Machtwort gesprochen und Superstar LeBron James untersagt, seine angestammte Ziffernkombination seinem neuen Teamkollegen Anthony Davis zu überlassen. Wie "ESPN" und "Yahoo Sports" berichten, habe Nike aus finanziellen und produktionstechnischen Gründen sein Veto eingelegt.

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Das Lakers-Jersey mit James' Namen und der Nummer 23 war nach offiziellen Angaben der NBA das ligaweit meistverkaufte Trikot der vergangenen Saison - dementsprechend reichlich hat Nike vorproduziert und die Nummer von "King James" auch auf andere Fanartikel gedruckt. Davis, der zur neuen Saison von den New Orleans Pelicans zu den Lakers gewechselt ist, taucht nicht unter den Top-15-Verkäufen auf. James hatte sich bereit erklärt, seinem neuen Teamkameraden dessen angestammte 23 - jene legendäre Nummer, die auch Michael Jordan bei den Chicago Bulls zumeist trug - zu überlassen und fortan mit der 6 aufzulaufen. Diese hatte James bei Miami Heat und im Team USA genutzt. Davis, der am Samstag offiziell als Laker vorgestellt wird, hat sich mittlerweile für die 3 entschieden - dies teilte er via Instagram mit.

16:18 Uhr

Irre 800 Millionen Euro - Griezmann jetzt teurer als Messi!

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Laut Vertrag ab jetzt teurer als Messi: Antoine Griezmann.

(Foto: imago images / Marca)

Der lang erwartete Transfer des französischen Star-Stürmers Antoine Griezmann von Atlético Madrid zum FC Barcelona hat in Katalonien Begeisterung ausgelöst. "Ahora sí!" (Jetzt ja!) titelte die clubnahe Zeitung "Sport" in großen Lettern neben einem Bild Griezmanns im Trikot der Azulgrana. "Griezmann endlich verpflichtet!", jubelte das ebenfalls in Barcelona ansässige Blatt "Mundo Deportivo". Am Montag soll er bereits das Training für die nächste Spielzeit aufnehmen. Griezmann erhält einen Fünfjahresvertrag bis 2024, in dem eine Ablösesumme von 800 Millionen Euro festgelegt ist. Das ist mehr als ein Wechsel Messis kosten würde (700 Millionen Euro).

Atlético hat derweil gegen den Transfer protestiert. Der Betrag von 120 Millionen Euro reiche nicht, um den bis 2023 laufenden Vertrag in Madrid zu lösen, heißt es. Atlético gab an, dass sich Griezmann und Barça bereits vor Monaten über den Wechsel einig geworden seien, als die Klausel noch 200 Millionen Euro betrug. Diese war am 1. Juli auf 120 Millionen Euro gefallen.

15:09 Uhr

Wimbledon-Finale: Williams' Rekordtraum endet in Tränen

Ein Jahr nach dem verlorenen Endspiel gegen Angelique Kerber steht Serena Williams erneut im Finale von Wimbledon - und will diesmal einen weiteren Meilenstein in ihrer ohnehin schillernden Tennis-Karriere erreichen. Doch die Rumänin Simona Halep lässt Williams' Rekordtraum in einem überraschend einseitigen Finale im Eiltempo platzen.

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Nach zwei schnellen Breaks lag Simona Halep früh mit 4:0 vorne. Serena Williams wusste vor allem mit Fehlern zu überzeugen. Dann rappelte die US-Amerikanerin sich aber noch mal auf und landete mit zwei Spielen auf dem Score-Board. Gegen die stark aufspielende Halep half das allerdings nicht viel, sie brachte den ersten Satz in nur 26 Minuten mit 6:2 nach Hause.

Der zweite Satz war zunächst hart umkämpft: Beide Spielerinnen brachten ihre ersten beiden Spiele durch, dann schaffte Halep nach einem krassen Fehler von Williams das Break zum 3:2. Ihr nächstes Spiel brachte die Rumänin durch und steht beim Stand von 4:2 kurz vor ihrem ersten Wimbledon-Triumph, den sie letztlich cool mit 6:2 nach Hause bringt.

Hier geht es zum kompletten Spielbericht:

Halep zerstört Williams' Rekord-Traum im Eiltempo

15:38 Uhr

Berliner Duo springt knapp an WM-Medaille vorbei

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Stark, aber nicht stark genug: die Berliner Wasserspringer Patrick Hausding (l.) und Lars Rüdiger im WM-Finale vom Drei-Meter-Brett.

(Foto: imago images / Insidefoto)

Schon wieder Gold für China, nur Blech für die deutschen Wasserspringer Patrick Hausding und Lars Rüdiger. Im Synchron-Finale vom Drei-Meter-Brett verpasste das Berliner Duo trotz überzeugenden Leistung mit dem undankbaren vierten Platz ganz knapp die erste Medaille und das erste Olympiaticket für das deutsche Team bei der Schwimm-WM in Südkorea. Auf den Bronzerang fehlten den EM-Dritten lediglich 14 Zähler.

Gold ging trotz Startschwierigkeiten an die chinesischen Favoriten Cao Yuan/Xie Siyi (439,74), Silber holten die Briten Daniel Goodfellow/Jack Laugher (415,02) vor den Mexikanern Yahel Castillo/Yuan Celaya (413,94). Schon in den ersten beiden WM-Entscheidungen hatte China durch Lian Junjie/Si Yajie (gemischtes Turm-Synchronspringen) und Chen Yiwen (Frauen-Finale vom 1-Meter-Brett) triumphiert.

14:26 Uhr

Bizarres Sturzpech: Holzstück durchbohrt Bahnradsportler

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Stürze sind im Bahnradsport nicht unüblich. Der Sturz des 16-jährigen Italieners Lorenzo Gobbo bei den Europameisterschaften der U23 und Junioren löst in Gent am Freitagabend aber Entsetzen aus: Denn dabei bohrte sich ein etwa 40 Zentimeter langes Stück der Holzbahn durch Gobbos Körper und verletzte Lunge und Oberschenkel.

Die gute Nachricht ist: Der Zustand des jungen Italieners ist nach einer Notoperation stabil. Das sagte Frank Glorieux, Direktor des flämischen Radsportverbandes, der Zeitung "Het Nieuwsblad". Lebensgefahr bestehe nicht mehr. Gobbo muss zur Beobachtung aber noch zwei bis drei Tage im Krankenhaus bleiben, um Infektionen auszuschließen.

Vermutet wird, dass Gobbo bei seinem Sturz mit einer Pedale ein Stück Holz aus der Piste schlug und dann unglücklich darauf stürzte.

14:07 Uhr

Covic macht Hertha-Profis mit WhatsApp-Trick fit

Die Fußballspieler von heute hängen eh den ganzen Tag am Handy. Das will Hertha-Trainer Ante Covic ausnutzen. Laut einem Bericht der "Bild" schickt er jetzt seinen Spielern individuelle Trainingsvideos per WhatsApp. Dabei handele es sich um Filmmaterial, das zeigen soll, was der einzelne Profi schon gut macht und was er noch verbessern muss. In Einzelgesprächen wird zunächst auf die Baustellen der Berliner Spieler eingegangen, danach gibt's dann die besten und die miesesten Szenen noch mal per Video aufs Handy.

13:21 Uhr

F1 in Silverstone: Ferrari überrascht im letzten Training

Mit Sorgen statt Optimismus geht der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ins Qualifying von Silverstone. Nach einem gelungen letzten Training darf der Ferrari-Star aber hoffen, doch einen guten Startplatz für den Großen Preis von Großbritannien herausfahren zu können.

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Rot dominiert: Auf den ersten beiden Plätzen landeten in der dritten Silverstone-Trainingssession die beiden Ferrari von Charles Leclerc und Sebastian Vettel.

(Foto: imago images / LaPresse)

Nachdem er sich am Freitag noch schwergetan hatte, musste sich der Deutsche in der letzten Übungseinheit als Zweiter nur knapp seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc geschlagen geben. Vettel lag 0,026 Sekunden hinter dem 21 Jahre alten Monegassen.

Alarmstufe Rot dürfte bei Mercedes aber trotzdem nicht herrschen: WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton landete im Silberpfeil bei seinem Heimspiel in Silverstone hauchdünn hinter Vettel auf Rang drei, Vierter wurde der Niederländer Max Verstappen im Red Bull.

Zudem hatte die abschließende, einstündige Trainingssession vor der Qualifikation (ab 15 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker) erst nach einer halben Stunde Fahrt aufgenommen. Zu Beginn hatte leichter Regen dafür gesorgt, dass die Piloten in ihren Teamgaragen blieben.

12:25 Uhr

Die 8. Tour-Etappe: Kampf um Gelb - und deutscher Sieg?

Der Italiener Giulio Ciccone geht im Gelben Trikot auf die achten Etappe der Tour de France, doch Frankreichs Publikumsliebling Julian Alaphilippe dürfte als Gesamtzweiter zur nächsten Attacke ansetzen - um dann am Sonntag, dem französischen Nationalfeiertag, das Maillot Jaune tragen zu dürfen.

Sicher ist: Nach der aufregenden siebten Etappe mit Sturzpech und dramatischem Massensprint wird es diesmal profiltechnisch anspruchsvoll. Auf dem achten Teilstück haben die Tour-Organisatoren so ziemlich jeden Anstieg eingebaut, den sie finden konnten. Sieben Bergwertungen der zweiten und dritten Kategorie bescheren den Fahrern eine ständige Berg- und Talfahrt. Zu anspruchsvoll für die reinen Sprinter, aber auch nicht schwer genug für die Klassementfahrer. So stehen die Chancen für Ausreißer auf einen Etappensieg nicht schlecht.

FAVORITEN: Tim Wellens wird als Träger des gepunkteten Trikots ganz sicher wieder in einer Ausreißergruppe vertreten sein, schließlich gibt es einige Bergpunkte zu verteilen. Auch die Franzosen dürften mitmischen. Bis auf den Etappensieg von Alaphilippe gab es für die Gastgeber bei den Tagesentscheidungen bisher nichts zu holen.

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DEUTSCHE: Vielleicht ist das Teilstück mal eine Chance für die deutschen Fahrer wie etwa Nils Politt oder Maximilian Schachmann. Politt kann im Katusha-Team ohnehin frei auffahren und hat sich derartige Etappen ausgeguckt. Auch Schachmann könnte mal grünes Licht bekommen, sollte sein Kapitän Peter Sagan diesmal nicht vorne dabei sein.

GELBES TRIKOT: Die Teamkollegen von Ciccone werden viel Arbeit haben, um das Feld zu kontrollieren. Schließlich beträgt der Vorsprung auf Verfolger Alaphilippe nur sechs Sekunden. Der Bergkönig von 2018 wird sicher nichts unversucht lassen, um am Nationalfeiertag am Sonntag wieder Gelb zu tragen.

11:28 Uhr

McLaren: Formel-1-Budgetobergrenze "muss Realität werden"

Andreas Seidl, der deutsche Teamchef des britischen Formel-1-Teams McLaren, hat die Wichtigkeit einer neuen Budgetobergrenze für alle Rennställe ab 2021 hervorgehoben. Diese "muss Realität werden", sagte der 43-Jährige dem Internetportal "Sportbuzzer": "Das ist die einzige Chance, wieder auf einigermaßen gleiche Bedingungen mit den großen Drei zu kommen und auch nachhaltig wieder wettbewerbsfähig zu sein." Mit den großen drei Teams meint er konkret Mercedes, Ferrari und Red Bull. "Es müssen Reglementänderungen kommen, gerade auf der finanziellen Seite."

2021 wird in der Königsklasse des Motorsports ein neues Regelwerk in Kraft treten, bis Ende Oktober soll dieser Grundlagenvertrag offiziell präsentiert werden. Die Fahrer dürfen dabei mitreden, aber es gibt noch viele offene Fragen und verschiedenste Interessen. Es geht um technische, sportliche und finanzielle Rahmenbedingungen für die Zukunft. Vor allem eine Lösung im Kampf gegen die Kostenexplosion ist gefordert. Auch Veränderungen im Rennkalender werden besprochen.

10:42 Uhr

Tour-Mühsal, F1-Vollgas, Darts-Coup, Williams-Rekord?

Wunderschönen Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

hereinspaziert zum Sport-Tag am Sonnabend. Was erwartet uns nach der Augeninfarkt-Offenbarung von Franz Beckenbauer, dem Griezmann-Komödchen, der großen Salihamidzic-Kader-Plan-Erklärung und der Darts-Sensation von Martin Schindler gegen Dominator Michael van Gerwen? Nun, wer möchte kann ein bisschen ins Jahr 2014 zurückschwelgen. Auf den Tag genau vor fünf Jahren schoss Mario Götze die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Rio de Janeiro zum WM-Titel - es war eine Heldentat, die seine Karriere knicken sollte.

Keinen Knick, sondern die ultimative Krönung erhofft sich Superstar Serena Williams im Wimbledon-Finale. Eine Tennis-Königin ist die 37-jährige US-Amerikanerin ja längst. Nun will sie mit einem Erfolg gegen die Rumänin Simona Halep aber nicht nur ihren achten Wimbledon-Triumph feiern, sondern ihren insgesamt 24. Einzel-Grand-Slam-Titel - womit sie in der ewigen Bestenliste nach zwei gescheiterten Versuchen mit Rekordhalterin Margaret Court gleichziehen würde. Das Finale beginnt um 15 Uhr, Sie können in unserem n-tv.de Ergebnis-Liveticker mitfiebern.

Ebenfalls im Liveticker begleiten wir wie gewohnt die Formel 1 für sie. Die ist diesmal dort zu Gast, wo 1950 alles begonnen hatte - auf der laut Weltmeister Lewis Hamilton "ultimativen Rennstrecke" in Silverstone. Dort steht um 12 Uhr das dritte Training an und um 15 Uhr das Qualifying – und Ferrari-Star Sebastian Vettel muss hoffen, nicht erneut hinterherzuzuckeln.

Was gibt es sonst noch?

  • Bei der 106. Tour de France steht ein kerniges Teilstück auf dem  Weg ins Zentralmassiv an. Auf der achten Etappe stellen sich auf den 200 Kilometern gleich sieben Bergwertungen in den Weg, fünf der zweiten und zwei der dritten Kategorie. Es ist ein Terrain, das den Klassementfavoriten höchste Konzentration und Wachsamkeit abverlangt - und Ausreißern wie dem Deutschen Maximilian Schachmann Chancen auf den Tagessieg eröffnet. Eine detailliertere Etappen-Vorschau folgt in Kürze.
  • Die ersten beiden Wassersprung-Goldmedaillen bei der Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju  wurden vergeben – und gingen wie erwartet an China. im  gemischten Turm-Synchronspringen die Favoriten Lian Junjie/Si Yajie  (346,14 Punkte) durch, dann holte Chen Yiwen (285,45) bei den Frauen  den Titel im 1-m-Finale. Deutsche Wasserspringer waren in diesen Endkämpfen nicht vertreten - anders als im Finale vom Drei-Meter-Brett, wo Patrick Hausding und Lars Rüdiger ab 13.45 Uhr um WM-Medaillen kämpfen.
09:44 Uhr

Synchronspringer im Finale der Schwimm-WM in Südkorea

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Das Duo Hausding/Rüdiger bei ihrer Drei-Meter-Brett-Kür.

(Foto: imago images / Insidefoto)

Patrick Hausding und Lars Rüdiger haben im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett das Finale erreicht. Das Duo aus Berlin belegte heute Nacht bei der Schwimm-WM in Südkorea im Vorkampf den sechsten Platz. Mit 376,44 Punkten lagen die EM-Dritten nur knapp zwei Zähler hinter Rang drei, der im heutigen Finale (13.45 Uhr/MESZ) einen Olympia-Startplatz bringen würde. "Wir sind einen super Vorkampf gesprungen. Unser Plan war, die Top-6 irgendwie zu schaffen. Wenn wir das nochmal schaffen, sind wir super zufrieden", sagte Hausding. "Es hätte alles passieren können. Wir sind relativ konstant geblieben und haben unser Ding gemacht", sagte Rüdiger. Erstmals gehen die beiden Vereinskollegen bei einer WM zusammen an den Start. Bei den Weltmeisterschaften 2017 hatte Hausding zusammen mit seinem langjährigen Partner Stephan Feck Platz vier belegt. Feck ist schon länger verletzt.

09:01 Uhr

Fußball-Bundestrainerin fordert "Equal Play" statt "Equal Pay"

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Bundestrainerin MVT zieht ein positives Fazit nach der WM in Frankreich.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bewertet die Rahmenbedingungen, Akzeptanz sowie das Niveau der am vergangenen Sonntag zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Frankreich positiv. "Die sportliche Leistung in vielen Spielen, die Atmosphäre, die Stimmung in den Stadien, die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit - das waren bei dieser WM ganz neue Dimensionen", sagte Voss-Tecklenburg der "Süddeutschen Zeitung". Die DFB-Frauen waren im Viertelfinale an Schweden gescheitert (1:2) und hatten damit auch die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio verpasst. "Es braucht bei aller Enttäuschung noch mehr emotionalen Abstand, um unser Abschneiden seriös analysieren zu können", sagte die 51-Jährige.

Dass bei der WM vor allem Sieger USA eine gerechte Bezahlung im Vergleich zu den Männern forderte, müsse differenziert betrachtet werden. "Bevor man sich in vielen Ländern über Equal Pay unterhält, muss es dort erst um Equal Play gehen, also um gleiche Rahmenbedingungen für Mädchen", sagte die 125-malige Nationalspielerin.