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Wimbledon-Sieg im Eiltempo Halep zerstört Williams' Rekord-Traum

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In nur 55 Minuten gewinnt Simona Halep gegen Serena Williams und holt ihren ersten Wimbledon-Titel.

(Foto: imago images / Action Plus)

Die Rumänin Simona Halep gewinnt zum ersten Mal den Tennisklassiker in Wimbledon. Die US-Amerikanerin Serena Williams hätte mit einem Sieg den ewigen Grand-Slam-Rekord von 24 Titeln einstellen können, kassiert aber aufgrund viel zu vieler Fehler in nur 55 Minuten eine herbe Niederlage.

Die rumänische Weltklassespielerin Simona Halep hat sich erstmals zur Wimbledonsiegerin gekrönt und Serena Williams die nächste Bestmarke verwehrt. Ein Jahr nach dem Triumph von Angelique Kerber setzte sich die 27-Jährige mit 6:2, 6:2 in nur 55 Minuten gegen die zehn Jahre ältere US-Amerikanerin durch.

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Die glückliche Gewinnerin: Simona Halep.

(Foto: imago images / Action Plus)

Im erstaunlich einseitigen Endspiel des wichtigsten Tennis-Turniers der Welt ließ die Außenseiterin der langjährigen Dominatorin der Branche wenig Chancen. Ein Traum-Auftakt, überragende Schnelligkeit, ein fehlerfreies Spiel und Präzision sicherten ihr vor den Augen von Herzogin Meghan und Herzogin Kate den Triumph. Die siebenmalige Wimbledonsiegerin Williams muss damit weiter auf ihren 24. Grand-Slam-Titel warten und liegt in dieser Statistik einen Erfolg hinter der Australierin Margaret Court zurück. Vor einem Jahr hatte die langjährige Nummer eins der Welt gegen die Kielerin Kerber ebenfalls diese Bestmarke verpasst.

Halep jubelte über den zweiten Grand-Slam-Titel nach den French Open 2018. Für ihren Final-Erfolg erhielt sie rund 2,6 Millionen Euro Preisgeld. Gleichzeitig konnte sich Williams damit auch nicht von Steffi Graf absetzen, die ebenfalls siebenmal Wimbledon als glorreiche Siegerin verlassen hatte. "Das war das beste Match, das ich jemals gespielt habe", sagte Halep mit einem Strahlen im Gesicht, als sie wenig später den Siegerpokal in den Händen hielt: "Ich habe viel gearbeitet für diesen Moment." Auch die geschlagene Williams war voll des Lobes für ihre furiose Kontrahentin. "Sie hat wie von Sinnen gespielt", sagte sie: "Wenn eine Spielerin so großartig spielt wie Simona heute, kann man das einfach nur anerkennen."

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Auch wenn die jüngere Williams-Schwester in den vergangenen Tagen den Druck beiseite schieben wollte; die Bestmarke von Court verfolgt sie schon seit zweieinhalb Jahren, seit sie bei den Australian Open 2017 - schwanger - ihren bislang letzten Major-Titel holte. "Serena Williams spielt nicht nur gegen Simona Halep, sie spielt gegen die Historie", schrieb Boris Becker am Samstag in der "Daily Mail". "Sie will es als Mutter schaffen. Außerdem weißt du mit 37 nie, wie viele Chancen du bekommst."

"Ich hatte Magenschmerzen vor dem Match"

Williams' Trainer Patrick Mouratoglou sagte bei der BBC: "Dies ist der ultimative Rekord. Dieser Rekord ist der Grund, warum sie zurück zum Tennis kam." Im reifen Tennis-Alter will auch Roger Federer (37) im Endspiel der Herren am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) gegen Titelverteidiger Novak Djokovic (32) noch einmal Wimbledon gewinnen. Die britische Herzogin Meghan, Frau von Prinz Harry und eine Freundin von Serena Williams, und Herzogin Kate, Frau von Prinz William, sahen in der königlichen Loge, wie Williams der Auftakt in die Partie misslang. Halep dominierte vor 15 000 Zuschauern.

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Auf das erste Break folgte ein gewonnenes Aufschlagspiel der früheren Nummer eins ohne Punktverlust - und wieder ein Break. Nach nur zwölf Minuten stand es 4:0. Erst danach gewann Williams ihr erstes Spiel. Als Halep aus der Bedrängnis ein Rückhand-Passierball gelang, applaudierte auch die Favoritin anerkennend. In ihrem ersten Wimbledon-Finale ließ sich die Rumänin nicht von der Atmosphäre beeindrucken und holte nach 26 Minuten gegen die älteste Grand-Slam-Finalistin in 51 Jahren Profigeschichte den ersten Satz. Williams unterliefen zu viele unerzwungene Fehler. Nach einem ausgeglichenen Auftakt in den zweiten Satz setzte sich Halep nach dem Break zum 3:2 wieder ab. "Ich war nervös, hatte Magenschmerzen vor dem Match", berichtete sie anschließend: "Aber ich wusste, dass es keine Zeit für Emotionen gibt."

Ein Jahr nach dem triumphalen Auftreten der deutschen Spitzenspielerinnen mit zwei Halfinalistinnen und dem goldenen Abschluss von Kerber trumpfte nun die 27-Jährige aus Constanta auf. Für Kerber war diesmal in Runde zwei Schluss gewesen, Julia Görges kam eine Runde später gegen die Klasse von Williams nicht an.

Quelle: n-tv.de, dpa, Kristina Puck

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