Formel1

Mercedes dominiert in Monza Vettel droht nächste Heimspiel-Enttäuschung

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Die Trainingsansage von Mercedes hat bei Sebastian Vettel augenscheinlich Spuren hinterlassen.

dpa

Ein Training ist ein Training, doch die Erkenntnis aus den ersten Runden in Monza ist für Sebastian Vettel und seine Ferrari-Crew ernüchternd: Statt dem geplanten Angriff auf Mercedes gibt's vom Formel-1-Rivalen eine amtliche Watsch'n.

Ferrari-Star Sebastian Vettel scheint beim Formel-1-Heimspiel der Scuderia in Monza schlechte Karten im Kampf gegen Mercedes zu haben - trotz angekündigter Attacke. Denn die Silberpfeile dominierten das Training zum Großen Preis von Italien augenscheinlich nach Belieben. Die Tagesbestzeit legte Valtteri Bottas (1:21,406 Minuten) hin, der Finne war dabei knapp schneller als Vettels Titelrivale Lewis Hamilton (0,056) im zweiten Mercedes. Vettel selbst wurde Dritter (0,140). Dabei konnte der WM-Spitzenreiter auf einer Runde seinen riesigen Rückstand vom Vormittag auf Hamilton (1,115 Sekunden) zwar deutlich verkürzen, bei den Rennsimulationen war der Brite aber teilweise mehr als eine halbe Sekunde schneller.

Damit deutet sehr viel darauf hin, dass Mercedes auch im vierten Jahr hintereinander auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke den Ton angibt. Ferrari wartet hingegen seit 2010 auf einen Heimsieg. "Es war heute kein ganz so guter Tag. Es gibt noch viel zu tun", sagte Vettel. Er bleibt aber optimistisch: "In Monza ist wichtig, dass man Vertrauen ins Auto hat, das fehlt noch ein bisschen. Wenn wir das für morgen hinkriegen, werden wir hier sehr gut unterwegs sein." Hamilton sprach von einem "guten Tag" und erklärte weiter: "Es geht nur um Kleinigkeiten bei der Performance, wie es scheint. Aber es sieht so aus, dass uns hier wie im letzten Rennen ein enger Kampf mit Ferrari erwartet."

Renault-Pilot Nico Hülkenberg wurde Zwölfter (+1,866), Pascal Wehrlein kam im Sauber nicht über den 20. und letzten Rang (+3,817) hinaus. Wenn das Kräfteverhältnis an der Spitze so bleibt, würde sich der WM-Kampf weiter zuspitzen: Gewinnt Hamilton am Sonntag (14 Uhr bei RTL und im Liveticker bei n-tv.de) vor Vettel, stünde es in der Meisterschaft sieben Rennen vor dem Saisonende nach Punkten 238:238.

Fällt der Pole-Rekord?

Schiebt sich noch ein Konkurrent zwischen die beiden Rivalen, würde Hamilton gar ausgerechnet beim Ferrari-Heimspiel erstmals in diesem Jahr die alleinige WM-Führung übernehmen. Der Engländer kann zudem im Qualifying am Samstag den "ewigen" Pole-Rekord auf 69 schrauben und damit Rekordweltmeister Michael Schumacher distanzieren, mit dem er erst in der Vorwoche im belgischen Spa gleichgezogen war.

Zumindest droht Vettel wohl keine Gefahr durch Red Bull. Der frühere Weltmeister-Rennstall tauschte an beiden Autos zahlreiche Motorkomponenten aus. Der Australier Daniel Ricciardo wird damit im Rennen um 20 Startplätze zurückversetzt, der frustrierte Youngster Max Verstappen aus den Niederlanden um 15. Auch die Spanier Fernando Alonso (McLaren-Honda/35 Plätze zurück) und Carlos Sainz jr. (Toro Rosso/mindestens zehn Plätze) starten von weit hinten.

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Quelle: n-tv.de, tno/sid

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