Fußball

Von Augsburg überrumpelt Bayer rutscht von Siegesserie direkt in Krise

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Augsburg obenauf.

(Foto: IMAGO/Sven Simon)

Vor und nach der WM-Pause gewinnt Leverkusen fünfmal in Serie, mit dem Rückrundenstart aber scheint Bayer das Toreschießen verlernt zu haben. Wieder bleibt die Werkself vorne harmlos, das bestraft der FC Augsburg, der einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt erringt.

Bayer Leverkusen hat bei seiner Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga den nächsten herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Werkself unterlag nach einem schwachen Auftritt beim Abstiegskandidaten FC Augsburg 0:1 (0:0) und hat die Europapokalplätze vorerst aus den Augen verloren. Der FCA bejubelte einen wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenverbleib und im zwölften Anlauf den ersten Heimsieg gegen seinen Angstgegner Leverkusen.

Mergim Berisha (55.) belohnte eine zumindest kämpferisch überzeugende Vorstellung mit seinem sechsten Saisontor. Moussa Diaby (30.) traf für Leverkusen fünf Tage nach der bitteren Niederlage gegen Borussia Dortmund (0:2) nur den Pfosten. Nach zuvor fünf Siegen in Serie blieb die Werkself nun zum zweiten Mal punkt- und torlos.

Die 27.318 Zuschauer in der WWK-Arena erlebten anfangs Fußball verkehrt: Der FCA, die Mannschaft mit dem wenigsten Ballbesitz in der Liga, diktierte das Geschehen. Leverkusen ließ Augsburg kommen, fing die Angriffe aber in der neuformierten Dreierkette in der Regel noch vor dem Strafraum ab. Torchancen ergaben sich so kaum. Nach einer Ecke prüfte Bayer-Verteidiger Piero Hincapie Torhüter Rafal Gikiewicz (9.), auf der anderen Seite klärte Keeper Lukas Hradecky vor Mergim Berisha (24.). Erst nach knapp einer halben Stunde gaben die Gäste ihre Zurückhaltung auf - und wurden beinahe belohnt: Außenstürmer Diaby traf aus spitzem Winkel Aluminium.

Xabi Alonso bringt seine Kreativen, aber ohne Zählbares

Bayer musste kurzfristig auf die Offensiven Nadiem Amiri (muskuläre Probleme) und Sardar Azmoun (krank) verzichten, Patrik Schick fehlte nach seiner Verletzung noch immer, und Florian Wirtz saß wie Jonathan Tah zunächst auf der Bank. Ohne diese Angriffswucht ging auch in der zweiten Hälfte nicht viel nach vorne. Der FCA vermisste seinerseits seinen treffsichersten Schützen Ermedin Demirovic (Gelbsperre) schmerzlich.

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Doch seine Vertreter zeigten schließlich noch, dass auch auf sie Verlass ist. Dion Beljo, einer von sieben (!) Winterzugängen der Augsburger, prüfte Hradecky, der mit Mühe zur Ecke klärte. Die folgende Hereingabe verwertete Berisha per Kopf zur Führung.

Bayer-Coach Xabi Alonso reagierte auf den Rückstand und brachte Wirtz sowie Kerem Demirbay (62.). Augsburg wurde phasenweise regelrecht eingeschnürt, wirklich zwingend wurden die wütenden Angriffe allerdings viel zu selten. Stattdessen hatte Berisha bei Gegenstößen das 2:0 auf dem Fuß (71./80.). Einmal konnte er den Ball nicht kontrollieren, dann agierte er etwas zu überhastet.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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