Fußball

Profi feiert mit Lap-Dancerinnen Everton "entsetzt" über Hausparty von Kean

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Everton-Profi Moise Kean hat wohl die Corona-Regeln des Vereins und des Landers gebrochen.

(Foto: imago images/PA Images)

Er ist nicht der erste Fußball-Profi, der mit einer wilden Party die Corona-Regeln missachtet: Moise Kean vom FC Everton feiert mit Freunden und Tänzerinnen und muss nun mit Konsequenzen rechnen. Sein Verein hält das Verhalten des Italieners für "inakzeptabel" und könnte den 20-Jährigen bald verkaufen.

Der englische Fußball-Erstligist FC Everton hat "entsetzt" auf Berichte über eine angebliche Hausparty seines Profis Moise Kean reagiert. Der Spieler habe sich über die Corona-Regeln des Vereins und der Regierung hinweggesetzt, hieß es in einer Erklärung der Toffees. Namentlich wurde der 20 Jahre alte Italiener nicht genannt.

Laut "Daily Star" hatte sich Gastgeber Kean selbst bei der Feier gefilmt. Die Aufnahmen, die Kean in einer privaten Gruppe beim Instant-Messaging-Dienst Snapchat geteilt habe, sollen auch weibliche Gäste bei erotischen Tänzen (Lap Dance) und Berührungen zeigen. "Der Klub hat seine Enttäuschung dem Spieler gegenüber mit Nachdruck zum Ausdruck gebracht und klargemacht, dass ein derartiges Verhalten völlig inakzeptabel ist", teilte Everton mit.

Riege der Regel-Missachter

"Everton hat regelmäßig durch eine Reihe offizieller Mitteilungen an alle Mitarbeiter, einschließlich der Spieler, die Wichtigkeit der Befolgung aller Richtlinien der Regierung - einschließlich der Regeln und Ratschläge für den Innen- und Außenbereich - betont, so der Klub. Kean, der im vergangenen Sommer für knapp 28 Millionen Euro von Juventus kam und seitdem nur ein Tor in 26 Spielen schoss, wird wahrscheinlich mit Disziplinarmaßnahmen konfrontiert werden. Englischen Medienberichten zufolge wollte Everton den wenig erfolgreichen Kean ohnehin wieder abgeben, um Innenverteidiger Gabriel Megalhaes vom OSC Lille als Defensivverstärkung zu kaufen. Dieser Prozess könnte nun mit Nachdruck angestoßen werden.

Kean, Schützling von Teammanager Carlo Ancelotti, reihte sich mit seinem Fehltritt in die Riege der Premier-League-Stars mit Verstößen gegen die Corona-Regeln ein. Kyle Walker von Meister Manchester City etwa soll eine Party mit zwei Sexarbeiterinnen gefeiert haben. Serge Aurier und Moussa Sissoko (Tottenham Hotspur) mussten sich für ein gemeinsames Training entschuldigen, ihr Coach Jose Mourinho für einen ähnlichen Verstoß mit seinem Profi Tanguy Ndombele. Laut dem britischen Gesundheitsministerium sind bisher mehr als 20.000 Menschen in britischen Krankenhäusern an dem Coronavirus gestorben.

Quelle: ntv.de, dbe/sid