Fußball

"Wir müssen was tun" Fehlstart schüttelt ManUnited kräftig durch

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ManUnited-Trainer Ole-Gunnar Solskjaer stehen hochkarätige Kräfte zur Verfügung, zum Start der Premier League gab es aber eine bittere Pleite.

(Foto: imago images/Sportimage)

Manchester United war mal eine große Nummer im europäischen Fußball, inzwischen ist der Klub nicht mal mehr in der heimischen Premier League ein Titelkandidat. Besserung ist nicht in Sicht, wie der bittere Saisonauftakt in England zeigt.

Trainer Ole Gunnar Solskjaer vom englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United hat nach dem peinlichen 1:3 (0:1)-Fehlstart gegen Crystal Palace von einem "Weckruf" gesprochen. "Ich denke, das zeigt, was uns fehlt", sagte Solskjaer nach Uniteds bitterem Liga-Auftakt am Samstag, "uns fehlen Spielzeit, Fitness, Cleverness, und wir müssen uns dringend verbessern."

Nach der Niederlage werden im Klub aber auch die Rufe nach weiteren Neuzugängen lauter. "Wenn man sich anschaut, wie sich andere Teams verstärken, dann müssen wir was tun, um mit den anderen mitzuhalten", forderte Verteidiger Luke Shaw. "Wir wollen uns immer verbessern, wenn etwas zum richtigen Preis verfügbar ist", sagte Solskjaer, "aber wir müssen alle selbst in den Spiegel schauen."

"Spieler sind besser als das"

Der Sender NBC wies dementsprechend auch zurecht darauf hin, dass "nur wenige behaupten werden, dass United nicht die Waffen hätten, um zu Hause Crystal Palace zu schlagen. (Der Stürmer) Juan Mata war nicht mal im Kader und würde wahrscheinlich für mindestens die Hälfte der Vereine der Premier League in der Startelf stehen." Solskjaer versprach denn auch: "Wir werden uns schnell verbessern. Heute war eine Leistung, die man von diesen Spielern nicht sehr oft sieht, weil diese Spieler besser sind als das."

Und der Norweger muss auch schnell was aus dem Kader machen, der ihm zur Verfügung steht. Denn sieht man von Neuzugang Donny van de Beek ab, der von Ajax Amsterdam kam, läuft es auf dem Transfermarkt in diesem Sommer bisher schleppend für United. Wunschkandidat Jadon Sancho kommt nicht, nachdem Borussia Dortmund einen Wechsel des 20-Jährigen kategorisch ausgeschlossen hat.

Gareth Bale, den ManUnited schon früher im Auge hatte, kehrte lieber zu seinem Ex-Klub Tottenham Hotspur zurück - und verkündete bei seiner Vorstellung: "Ich bringe die Siegermentalität aus Madrid mit. Ich habe dort viel gewonnen und auch mit dem Nationalteam viel erreicht. Ich weiß jetzt, wie man Pokale gewinnt und in Drucksituationen richtig reagiert. Diese Mentalität will ich hier einbringen." Qualitäten, die sie auch bei ManUnited gebrauchen könnten, zumindest in diesem Sommer bisher aber noch nicht einkaufen konnten. Neuzugang van de Beek schaffte es nicht mal in die Startelf, traf dann aber nach seiner Einwechslung.

Galt ManUnited bis vor einigen Jahren als Topadresse für internationale Stars, ist die Strahlkraft inzwischen etwas verblasst. Schon lange steht deshalb Klub-Boss Ed Woodward in der Kritik. In sieben Jahren unter Woodwards Verantwortung gab der Klub Hunderte Millionen Euro für Spieler aus. FA Cup, Ligapokal und der Gewinn der Europa League sind nach dem Selbstverständnis aber zu wenig Ertrag.

Quelle: ntv.de, ter/dpa