Fußball

Lohn nach Werders Pokal-Drama Kohfeldt gewinnt sein Jobendspiel

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Selbst Schiedsrichter Gräfe spendete Kohfeldt nach der Niederlage Trost.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Nach sieben Niederlagen in der Fußball-Bundesliga verliert Werder Bremen auch im DFB-Pokal-Halbfinale. Ein bitterer Abend für die Hanseaten, doch Trainer Kohfeldt geht als Gewinner aus der Partie. Denn sein Team zeigt, dass es hinter ihm und seiner Philosophie steht.

Ein Sieger und ein Gewinner in einem am Ende dramatischen Pokal-Krimi - beim Halbfinale zwischen Werder Bremen und RB Leipzig standen vor allem die Trainer Julian Nagelsmann und Florian Kohfeldt im Fokus. Während Nagelsmann nach dem Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal und vor seinem Wechsel zum FC Bayern München weiter seinen ersten Titelgewinn mit Leipzig ansteuert, ging Kohfeldt zwar geknickt, aber auch gestärkt aus der Halbfinal-Niederlage hervor. Der 38-Jährige bleibt trotz des 1:2 nach Verlängerung am späten Freitagabend Trainer des SV Werder Bremen und soll die Hanseaten in der Fußball-Bundesliga halten.

Der Werder-Trainer schlich mit gesenktem Kopf vom Platz, war nach dem Pokal-Aus "bitterlich" enttäuscht. "Die Leistung der Mannschaft war herausragend, aber trotzdem ist heute auch viel Traurigkeit", sagte Kohfeldt nach der dritten Halbfinal-Niederlage seiner Bremer Zeit. Und dennoch war der Werder-Coach auch ein Gewinner. Denn wegen der couragierten Leistung seines Teams wird Kohfeldt auch in einer Woche gegen Bayer 04 Leverkusen auf der Bank sitzen. "Florian wird Trainer bleiben. Wir glauben, dass wir in dieser Konstellation unser Ziel, den Klassenerhalt, auch erreichen können", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann.

Kohfeldt vom Klassenerhalt überzeugt

Werder zeigte dabei nach zuletzt sieben Liga-Niederlagen in Folge einen stark verbesserten Auftritt. Die Klub-Führung hatte sich in der vergangenen Woche Zeit für eine Analyse der schwierigen sportlichen Situation genommen und erst dann an Kohfeldt festgehalten. "Wir haben eine Reaktion der Mannschaft erwartet, die war da", sagte Baumann: "Es war ein ganz anderer Spirit auf dem Platz, eine ganz andere Leidenschaft, sich auch wirklich in die Zweikämpfe reinzuhauen und sie zu gewinnen."

Kohfeldt zeigte sich erleichtert, dass es für ihn an der Weser weitergeht. "Ich bin froh, weil ich absolut überzeugt bin, dass wir die Klasse halten können", sagte der 38-Jährige: "Eine Mannschaft so wie sie heute gespielt hat, kann kein grundlegendes Problem mit dem Trainer haben. "

Auch der Druck auf Julian Nagelsmann war vor der Partie groß. Der Wechsel im Sommer zum FC Bayern München hat seine Sympathiewerte nicht steigen lassen. RB-Chef Oliver Mintzlaff hatte nach der Bekanntgabe des Wechsels den Titel von Nagelsmann gefordert. Jetzt fehlt dem Coach mit seiner Mannschaft nur noch ein Sieg. Im Finale von Berlin geht es am 13. Mai gegen den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Borussia Dortmund und dem Zweitligisten Holstein Kiel, das an diesem Samstag (20.30 Uhr) stattfindet. "Der Titel wäre natürlich das I-Tüpfelchen", sagte Nagelsmann.

Quelle: ntv.de, mba/dpa/sid

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