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Krass.
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Mittwoch, 21. März 2018

WM-Countdown (85): Putting the "krass" in "Krasnodar"

Von Katrin Scheib, Moskau

Das Fußballstadion in Krasnodar hat etwas, was sonst kein anderes russisches Stadion hat: eine spektakuläre, riesige Videowand. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer werden die Zuschauer davon allerdings nichts zu sehen bekommen.

Es gibt einen Grund, warum die russische Stadt Krasnodar mit "krass" anfängt. (Ach komm. Past schon. Was ist ein "s" unter Freunden.) Der Grund ist rund, hat Platz für etwa 34.000 Zuschauer und in der Mitte eine adrette Grünfläche für 22 Spieler und einen Schiedsrichter.

Unsere Kolumnistin

Katrin Scheib ist Journalistin, Schalke-Fan und kommt aus dem Rheinland. Als die deutsche Mannschaft 2014 in Brasilien Fußball-Weltmeister wurde, war sie gerade nach Moskau gezogen. Seitdem bloggt sie unter kscheib.de über ihren Alltag und informiert mit ihrem "Russball"-Newsletter jede Woche über den Fußball und die WM-Vorbereitungen in Russland. Und nun schreibt sie für n-tv.de den Countdown, bis das Turnier am 14. Juni beginnt.

Scharfsinnige Leser werden es bereits gemerkt haben: Die Rede ist vom örtlichen Stadion. Entworfen vom deutschen Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner, gebaut für einen Verein, der aktuell auf Platz vier der russischen Premjer-Liga-Tabelle steht.

Eigentlich muss man über dieses Stadion aber vor allem eines wissen: Es hat da diese Videowand. Über den Rängen, unter dem Dach. 4700 Quadratmeter groß. Und sie läuft einmal. Komplett. Rum. Wenn je etwas das Prinzip "Nicht kleckern - klotzen!" verkörpert hat, dann diese Megawand.

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Und das in einem Gebäude, bei dem es einen von außen ohnehin nicht wundern würde, wenn drinnen ein römischer Kaiser sitzen und mit Daumen-rauf-Daumen-runter über das Schicksal seiner Gladiatoren entscheiden würde. Das offizielle Video zum Stadion, mit vielen Schwenks und entsprechend dramatischer Musik, gibt es hier:

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Noch eindringlicher ist aber dieser Clip, den jemand bei einem Spiel gefilmt hat. Okay, er wackelt ein bisschen und bietet nicht so viel Hochglanz wie der offizielle Film. Dafür bekommt man hier eine Vorstellung von den Soundeffekten, die diese Riesenvideowand möglich macht - und von der Wirkung, die das auf die Zuschauer hat:

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Gut möglich übrigens, dass die drei Filmchen in diesem Text alles sind, was ihr 2018 vom Stadion in Krasnodar zu sehen bekommt. Denn so spektakulär es auch ist, so groß die Videowand, so aufgeladen die Atmosphäre: WM-Spiele werden hier keine stattfinden. Warum?

Man weiß es nicht so recht. Auf der ursprünglichen Liste der von Russland vorgeschlagenen Gastgeberstädte stand Krasnodar noch drauf, wurde dann aber, genau wie Jaroslawl, von der Fifa aussortiert. Immerhin: Mindestens eine Nationalmannschaft hat die Chance, während der Weltmeisterschaft das Stadion von Krasnodar von innen zu sehen: Spanien wird in der Stadt sein Quartier beziehen, vielleicht sogar kurz vor Turnierbeginn noch ein Match im Stadion spielen. Wie sagt man "krass" auf Spanisch? Craso?

Alle Folgen des WM-Countdowns finden Sie hier

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Quelle: n-tv.de