Technik

Android-Handy ohne Ausdauer? Akku-Fresser finden und ausschalten

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Sehr effektiv ist es in vielen Fällen, Apps eine unnötige Hintergrundaktualisierung zu verbieten.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Ein Smartphone, das ohne Steckdose nicht über den Tag kommt nervt. Oft ist eine zu gierige App schuld an der mangelnden Ausdauer. n-tv.de zeigt, wie man die Akku-Fresser identifiziert und was mit ihnen zu tun ist.

Viele aktuelle Android-Smartphones sind keine ausgesprochenen Dauerläufer und Nutzer sind schon froh, wenn ihre Handys ohne Steckdose bis zum Abend durchhalten. Richtig nervig wird's aber, wenn ein Smartphone kaum die Mittagszeit übersteht und selbst im Ruhezustand der Akku rapide entleert wird. Schuld daran ist selten ein technischer Defekt, sondern oft eine App, die sich nicht so verhält, wie sie soll.

Akkuverbrauch überprüfen

Den oder die Übeltäter macht man in den Einstellungen ausfindig, indem man den Akkuverbrauch aller Apps überprüft. Je nach Android-Version oder Hersteller-Oberfläche führen unterschiedliche Wege zum Ziel. Man findet die Funktion oft unter Gerätewartung oder der Akku hat einen eigenen Eintrag.

Bei Geräten mit jüngerer Android-Version sucht man am besten in den Einstellungen ganz einfach nach Akkunutzung und tippt das entsprechende Ergebnis an. Man sieht dann eine Grafik mit dem Verlauf der Akku-Leerung und eine Liste der Apps, die seit der letzten vollständigen Aufladung am meisten Strom verbraucht haben.

Hintergrundnutzung einschränken

Fällt hier eine Anwendung durch einen außergewöhnlich hohen Verbrauch auf, obwohl man sie gar nicht lange genutzt hat, saugt sie im Hintergrund den Akku leer. Wenn man bei der App darauf verzichten kann, tippt man sie in der Liste an, wählt Hintergrundnutzung einschränken aus und bestätigt die Entscheidung.

Bei älteren Android-Versionen sucht man in den Einstellungen nach Akku. Auch in diesem Fall sieht man eine Liste mit den größten Stromverbrauchern. Um bei ihnen die Hintergrundaktualisierung  - falls sinnvoll - abzuschalten, markiert man sie und tippt dann Energiesparen beziehungsweise Optimieren an.

Mobile Datennutzung nur ausnahmsweise

Schließlich sollte man einen Blick auf die Datennutzung werfen, wobei für den Energieverbrauch vor allem das mobile Internet interessant ist, das viel mehr Strom verbraucht als WLAN. Die relevanten Einstellungen findet man gewöhnlich direkt unter Datennutzung, Mobile Daten oder ähnlichen Einträgen. Oft kommt man auch über die App-Berechtigungen ans Ziel. Letztendlich geht es darum, an irgendeiner Stelle die mobile Datennutzung im Hintergrund zu unterbinden, wenn dies nicht wirklich nötig ist.

Nicht selten findet man in der App-Sammlung auch einen Gerätemanager, der verschiedene Möglichkeiten zur Optimierung anbietet. Zu ihnen gehört gewöhnlich auch die Akku- und Hintergrundnutzung. Hat man die entsprechende Liste mit den Stromfressern gefunden, geht man grundsätzlich wie oben beschrieben vor. Bei Nokia gibt es auch einen Datensparer, wo im Sparmodus nur definierten Ausnahmen eine Hintergrundaktualisierung erlaubt ist.

Standortabrufe unterbinden

Schließlich können auch häufige GPS-Abfragen einer App den Akku stark belasten. Deswegen sucht man in den Einstellungen nach Standort und dann nach dem Eintrag, der die entsprechenden App-Berechtigungen anzeigt. Umgekehrt kann man auch den Weg über alle App-Berechtigungen gehen und dort die Anwendungen aufrufen, die Zugriff auf den Standort haben. Auch hier sind die Vorgehensweisen je nach System-Version und Benutzeroberfläche unterschiedlich. Mit ein bisschen Suchen kommt man aber immer ans Ziel.

Neuinstallation oder Alternative suchen

Manchmal hilft aber alles nichts, wenn die App nach einer Aktualisierung oder System-Update nicht mehr richtig funktioniert. Dann sollte man sie löschen und erneut installieren. Hat auch das keinen Erfolg, hat vermutlich der Entwickler einen Fehler gemacht. Dann kann man nur darauf warten, dass ein Update das Problem behebt. Wenn möglich, bleibt die fehlerhafte Anwendung so lange deinstalliert oder man sucht eine alternative App, die kein Stromfresser ist.

Quelle: n-tv.de

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