Technik

NextMind misst Hirnwellen Gedanken können Geräte steuern

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NextMind im Einsatz mit einer VR-Brille.

(Foto: NextMind)

Das Pariser Unternehmen NextMind zeigt auf der CES ein Gerät, mit dem Nutzer durch ihre Gedanken andere Geräte steuern können. Zunächst soll es vor allem bei VR-Spielen zum Einsatz kommen, es gibt aber viele weitere mögliche Einsatzgebiete.

Alleine mit den Gedanken eine Tür zu öffnen ist keine Träumerei mehr, wie das französische Startup-Unternehmen NextMind auf der CES demonstriert. Es hat ein rund 60 Gramm leichtes Gerät entwickelt, das am Hinterkopf die elektrischen Signale misst, die die Großhirnrinde (Kortex) aussendet. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz wandelt es diese Informationen in Computer-Eingaben um.

Faszinierende Spielerei

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NextMind wiegt nur 60 Gramm und verbindet sich via Bluetooth mit Geräten.

(Foto: NextMind)

Auf ihrem Messestand demonstrieren die Franzosen die Funktionsweise anhand einfacher Beispiele. So kann man in einem Hüpfspiel einer Figur Hindernisse aus dem Weg räumen, indem man sich auf diese konzentriert. In einem anderen Programm ermöglicht es das Gerät, Zahlenkombinationen mit seinen Gedanken nachzuvollziehen. ntv.de konnte sich vor Ort davon überzeugen, dass auch untrainierte Nutzer problemlos mit NextMind arbeiten können.

Das Unternehmen sieht das Gehirn-Computer-Interface derzeit vor allem als spannende Ergänzung bei VR-Spielen. So kann man beispielsweise Türen öffnen, wenn man sich durch ein virtuelles Gewölbe bewegt oder einen bestimmten Trank auswählen, um die für eine Aufgabe benötigten Fähigkeiten zu erlangen.

Viele Möglichkeiten

*Datenschutz

Künftig sind viele weitere Einsatzgebiete für das französische Gerät denkbar, vor allem in der Industrie. Grundsätzlich ergibt der Einsatz einer Gedanken-Steuerung immer dann Sinn, wenn bei Tätigkeiten keine Hand frei ist, um Aktionen durchzuführen. Laut Mixed.de soll das Gerät beispielsweise in selbstfahrenden Autos über Elektroden in den Sitzen Komfort-Funktionen steuern. Und wahrscheinlich findet auch das Militär viele Einsatzmöglichkeiten für so eine Technik.

NextMind hat auf der CES ein rund 400 Dollar teures Entwickler-Kit angekündigt. Die ersten Geräte sollen im zweiten Quartal des Jahres zur Verfügung stehen.

Quelle: ntv.de