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Versuch in sieben Ländern Instagram testet versteckte Like-Zahlen

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Instagram-Chef Mosseri will nicht, "dass Instagram ein Wettbewerb ist".

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf öffentlich zugänglichen Profilen kann bislang jeder Instagram-Nutzer sehen, wie viele Gefällt-mir-Angaben die Bilder anderer haben und daran deren Popularität auf der Online-Plattform festmachen. Das könnte sich jetzt ändern.

Der Online-Riese Instagram hat testweise begonnen, die Anzahl der Likes auf Posts nicht mehr öffentlich anzuzeigen - nur noch für den Ersteller des Inhalts ist sie in dieser Version der App noch sichtbar. In Kanada laufen entsprechende Tests bereits seit Wochen. Nun wurden sie auf sieben weitere Länder ausgeweitet, wie die Plattform bekannt gab: Auch in Brasilien, Australien, Irland, Italien, Japan und Neuseeland werden die Gefällt-mir-Angaben nun versteckt.

Der Instagram-Chef Adam Mosseri hatte vor wenigen Wochen den Schritt in einem Interview mit der "FAZ" erklärt: "Wir wollen nicht, dass Instagram ein Wettbewerb ist, sondern ein Ort, an dem Menschen sich mit denjenigen verbinden können, die ihnen wichtig sind." User sollten sich nicht "zu sehr darauf fokussieren, miteinander zu konkurrieren". Über Umfragen soll unter anderem überprüft werden, ob Nutzer sich "weniger ängstlich, weniger unter Druck gesetzt" fühlen.

Sollten die Tests die Verantwortlichen bei Instagram überzeugen, könnte die Neuerung weltweit ausgerollt werden. Es ist also denkbar, dass Likes bald auch in Deutschland versteckt werden könnten. Derzeit gebe es allerdings "keinen feststehenden Zeitplan, wann wir diese Veränderungen überall einführen können", erklärte Mosseri.

Für Instagram-Influencer könnte dieser Schritt schwere finanzielle Folgen haben: Neben der Anzahl ihrer Abonnenten entscheidet auch die durchschnittliche Like-Zahl, wie viel Geld sie für den von Unternehmen gesponserten Inhalt bekommen. Allerdings wird hier auch auf die sogenannte Interaktion unter den Bildern und die Überschneidung zwischen Abonnenten des Influencers und der Zielgruppe des Unternehmens Wert gelegt.

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Quelle: n-tv.de, agr/spot

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