Kaufberatung: Mit unserem ETF-Sparplan Vergleich 2021 finden Sie das richtige Produkt

Erste Fakten
  • Indexfonds sind eine attraktive Geldanlage. Um mit Indexfonds zu sparen, bieten viele Banken eine Mindestrate für den Sparplan bereits ab 25 Euro an.
  • ETF-Sparplan-Tests bestätigen im Internet, dass viele Banken auf die Depotführung für ETF-Sparpläne verzichten. Wenn Sie zudem noch einen Indexfond für Ihren Sparplan auswählen, für den keine Ordergebühr anfällt, dann ist der ETF-Sparplan für Sie kostenlos.
  • Wenn Sie flexibel investieren möchten, raten wir Ihnen zu einem Anbieter mit möglichst vielen sparplanfähigen Fonds und einem Sparplan, den Sie bei Bedarf kostenfrei aussetzen können.

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Wer für die Altersvorsorge oder die Ausbildung der Kinder einen ETF-Sparplan abschließen möchte, der kann mit einem ETF-Sparplan-Rechner die gewünschte Sparsumme oder den Anlagebetrag kalkulieren lassen. Durch die hohe Anzahl der im Indexfonds enthaltenen Wertpapiere wird das Verlustrisiko durch Kursverluste minimiert, dennoch raten Online-Texts für ETF-Sparpläne immer zum langfristigen Vermögensaufbau. Einen günstigen ETF-Sparplan schließen Sie online bei einer Direktbank ab, aber auch die klassische Volksbank oder Sparkasse hat ETF-Sparpläne im Angebot.

In unserem Vergleich für ETF-Sparpläne 2021 auf n-tv.de finden Sie die wichtigsten Informationen zu Kriterien und Kosten. Zudem haben wir Ergebnisse aus ETF-Sparplan-Tests, beispielsweise der Stiftung Warentest, sowie Kundenerfahrungen in unserer Kaufberatung berücksichtigt.

1. Was zeichnet einen ETF-Sparplan aus?

1.1. Mit einem ETF-Sparplan kaufen Sie regelmäßig Anteile von einem Indexfonds

Merkmale eines Indexfonds (ETF)

Die Wertpapiere eines Indexfonds (ETF = Exchange Traded Funds) werden nicht nach Renditekriterien von einem Fondsmanager ausgewählt, sondern bilden einen bestimmten Wertpapier-Index, die Top-Wertpapiere einer Region oder einer Branche beispielsweise, ab. So investieren Sie in bestimmte Märkte, Regionen oder Wertpapier-Arten. Indexfonds können Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere enthalten. Sie werden immer an einer Börse, oft über die elektronische Börse XETRA, zum aktuellen Börsenkurs gehandelt. Thesaurierende Indexfonds legen die Erträge wieder mit an, ausschüttende Fonds zahlen die Erträge regelmäßig aus. Indexfonds-Sparplan-Tests raten im Internet für den Vermögensaufbau zu thesaurierenden Indexfonds.

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Für Ihren Sparplan werden Indexfonds an internationalen Börsen gehandelt.

Bevor Sie sich entscheiden, einen ETF-Sparplan zu kaufen, oder besser, abzuschließen, sollten Sie sich überlegen, in welche Unternehmen oder Märkte Sie Ihr Geld investieren und welchen Betrag Sie sparen möchten. Mit einem ETF-Sparplan-Simulator können Sie den von Ihnen gewünschten Indexfonds eingeben und die vergangene Entwicklung betrachten sowie die mögliche Fondsentwicklung anzeigen lassen. Bei der Anlage Ihres Sparplan sollten Sie darauf achten, dass die Bank eine große Auswahl an Indexfonds für den Sparplan zur Verfügung stellt. Die ETF-Sparpläne von Flatex, S-Broker, Onvista Bank oder Consorsbank haben gleich mehr als 100 sparplanfähige Indexfonds im Angebot, deren Transaktion kostenlos ist. Indexfonds der Kategorie Aktienfonds haben eine gute Chance auf hohe Rendite, können jedoch auch von Kursverlusten betroffen sein.

Die Vor- und Nachteile von Aktien-Indexfonds finden Sie hier auf n-tv.de nachstehend:

    Vorteile
  • Chance auf gute Rendite
  • Investition in bestimmte Branchen, Regionen und Märkte möglich
  • sehr gut für langfristige Investitionen geeignet
    Nachteile
  • ist von Aktienkurs-Schwankungen betroffen
  • bei vorzeitigem Verkauf nach kurzer Laufzeit kann der Verkaufspreis ungünstig sein

Sind Sie der Typ Mensch, dem Sicherheit auch bei finanziellen Investitionen wichtig ist, dann könnte ein Indexfonds mit festverzinslichen Wertpapieren für Sie geeignet sein.

Einen ETF-Sparplan bedienen Sie regelmäßig, meist monatlich, mit einer bestimmten Sparrate. Die Mindestrate liegt, je nach Anbieter, meist bei 25 oder 50 Euro monatlich. Für die Höhe der Sparrate werden dann monatlich entsprechend Anteile von Ihrem ausgewählten Indexfonds gekauft. Pro Sparplan wird meistens in einen Indexfonds investiert. Eine höhere Anzahl von ETFs pro Sparplan bieten Ihnen zum Beispiel der ETF-Sparplan der Comdirect oder Maxblue.

Um die für Sie passende Rate für Ihren Sparplan zu finden, stellen Ihnen zahlreiche Banken, aber auch Tests für ETF-Sparpläne, sogenannte ETF-Sparplan-Rechner online zur Verfügung. Dort geben Sie entweder die gewünschte Endsumme oder die Ihnen zur Verfügung stehende monatliche Rate und die gewünschte Ansparzeit ein.

Ein ETF-Sparplan ist auch mit einer Einmalanlage möglich, wenn Sie bereits eine Summe angespart haben.

Tipp: Sie müssen sich als Anleger nicht zwischen einem ETF-Sparplan oder einer Einmaleinlage entscheiden. Sie können den ETF-Sparplan mit einer Einmalanlage beginnen und dann regelmäßig weitere Fondsanteile nachkaufen.

1.2. Ein Auszahlplan bringt Ihnen zusätzliches Einkommen

Eine bereits angesparte Summe können Sie auch als Auszahlplan mit einem Indexfonds anlegen. Dabei werden monatlich keine Anteile gekauft, sondern monatlich verkauft und Ihnen der Betrag als zusätzliches Einkommen ausgezahlt. Ein für Kinder angesparter ETF-Sparplan kann dann beispielsweise die Ausbildung finanziell mit unterstützen.

1.3. Ihre finanzielle Flexibilität bleibt Ihnen erhalten

Einen ETF-Fondssparplan können Sie im Bedarfsfalls nicht nur jederzeit kostenfrei aussetzen oder kündigen. Die bereits angesparten Fondsanteile können Sie aus Ihrem Depot auch jederzeit verkaufen. Eine Ausnahme bilden Depots, die als Kreditsicherheit oder für vermögenswirksame Leistungen verwendet werden.

2. Wie schließt man einen ETF-Sparplan ab?

2.1. Für einen ETF-Sparplan benötigen Sie zwei Konten

Die für Sie mit einem Indexfonds-Sparplan erworbenen Fondsanteile werden in einem Wertpapierkonto, dem Wertpapier-Depot, verwahrt. Der Sparbetrag sowie eventuelle Gebühren werden von einem Verrechnungskonto abgebucht. Das Verrechnungskonto kann Ihr bereits bestehendes Giro- oder Gehaltskonto sein. Haben Sie bei der Bank oder dem Hersteller, also Anbieter, eines ETF-Sparplans Ihrer Wahl bislang kein Depotkonto, können Sie problemlos, oft online, ein Wertpapierkonto eröffnen.

2.2. Für den Abschluss bei einer Filialbank sollten Sie Ihren Kundenbetreuer aktiv ansprechen

Sowohl ETF-Sparplan-Erfahrungen von Kunden als auch zahlreiche Tests von ETF-Sparplänen berichten, dass Sie einen ETF-Sparplan bei der Volksbank oder Sparkasse abschließen können, Ihnen der ETF-Sparplan bei der Sparkasse oder Filialbank aber nur selten aktiv angeboten wird. Zudem können höhere Gebühren anfallen als bei einer Online-Bank. Zahlreiche Filialbanken bieten den Sparplan über ihre Direktbank an, so bietet für den Konzern der Commerzbank zum Beispiel Direktbank Comdirect ETF-Sparpläne an oder Maxblue für die Deutsche Bank.

2.3. Das Anlegen eines ETF-Sparplan ist online einfach und günstig

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Ein Kundenberater kann Sie ausführlich über Chancen und Risiken eines ETF-Sparplans informieren.

Bei einer Direktbank, einer Fondsbank oder bei Fondsanbietern für ETF-Sparpläne wie iShares können Sie die notwendigen Konten als auch den ETF-Sparplan im Internet einrichten und abschließen. Aus den verfügbaren Indexfonds wählen Sie Ihren Favoriten und geben zudem die monatliche Sparrate an.

Zahlreiche Marken bieten die Sparplanverwaltung auch per App. Der ETF-Sparplan bei Trade Republic wird sogar ausschließlich per App angelegt und bedient.

Folgende Banken weist Stiftung Warentest als besonders günstige Beispiele für ETF-Sparpläne aus:

  • ETF-Sparplan mit dem Flatex Depot
  • ETF-Sparplan mit dem DKB-Broker
  • ETF-Sparplan mit dem ING Direkt Depot
  • ETF-Sparplan mit dem Comdirect Depot
  • ETF-Sparplan mit dem Consorsbank Wertpapierdepot
  • und viele weitere

3. Welche Kosten entstehen für einen ETF-Sparplan?

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Kosten für den ETF-Sparplan reduzieren Ihren Gewinn.

Kosten für einen ETF-Sparplan können durch Transaktionskosten, Börsengebühren und die Wertpapierverwaltung entstehen. Für zahlreiche Indexfonds verzichten die Banken und Fondsgesellschaften auf eine Ordergebühr bei einem ETF-Sparplan, das heißt, der Kauf der Fondsanteile ist für Sie kostenlos. Beispiele dafür sind ETF-Sparpläne der Onvista-Bank, der ING-Diba, von Flatex, der Comdirect und vielen mehr. Hier können Sie zwischen Indexfonds mit und ohne Ordergebühr wählen. Wird eine Transaktionsgebühr fällig wie beispielsweise beim ETF-Sparplan der DKB, von Maxblue oder der Targobank, dann wird diese als Fixpreis oder prozentual vom Auftragsvolumen berechnet. Als Kunde haben Sie keinen Anspruch auf kostenfreie Ausführung Ihres Sparplans, sodass zahlreiche Tests für ETF-Sparpläne im Internet darauf hinweisen, dass die Banken die Konditionen jederzeit ändern können.

Die Verwaltung Ihrer Wertpapieranteile unterliegen den sogenannten Depotführungskosten. Allerdings verzichten die meisten Banken bei einem ETF-Sparplan darauf, so auch bei den ETF-Sparplänen der ING-Diba, der Consorsbank, der Comdirect, bei Flatex und den meisten anderen Anbietern.

Bitte beachten Sie, dass Wertpapiererträge aus Indexfonds versteuert werden müssen. Genaue Auskunft hierüber gibt Ihnen Ihr Steuerberater.

Nachstehend haben wir für Sie auf n-tv.de mögliche Kosten eines ETF-Sparplans als Beispiel übersichtlich zusammengefasst:

Mögliche Kosten Merkmale
Ordergebühr
  • ETF-Sparplan ohne Orderentgelt möglich für ausgewählte Indexfonds, beispielsweise für ETF-Sparpläne von Trade Republic, Comdirect, Onvista Bank und Consorsbank
  • eventuelle Kosten pro Order als Fixpreis oder prozentual von der Auftragshöhe, mit und ohne Mindestpreis
Depotverwaltung
  • gebührenfreie Depotführung möglich, beispielsweise mit dem ETF-Sparplan von Comdirect, Trade Republic, Flatex, DKB oder Maxblue
  • eventuelle Depotführung wird prozentual des Anlagevermögens berechnet, mit und ohne Mindestpreis
Sparplan pausieren
  • gebührenfreie Aussetzung des Sparplans bei fast allen Anbietern möglich
Steuern für ETF-Sparpläne
  • Einkünfte aus ETF-Sparplänen unterliegen der Steuer, beispielsweise fällt für jährliche Erträge oder Gewinne beim Verkauf der Anteile die Abgeltungssteuer an

4. Für wen ist ein ETF-Sparplan geeignet?

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Ein ETF-Sparplan verspricht eine höhere Rendite als klassische Sparformen.

Einen ETF-Sparplan kann jede geschäftsfähige Person mit Wohnsitz in Deutschland bei einer deutschen Bank oder Fondsgesellschaft abschließen. Besonders empfohlen wird der ETF-Sparplan für Kinder zur Sicherung der Ausbildung oder als Altersvorsorge. Wenn Sie vorab wissen möchten, wie sich der Indexfonds, den Sie für den ETF-Sparplan gewählt haben, voraussichtlich entwickeln könnte, dann hilft Ihnen dabei ein ETF-Sparplan-Simulator. So berechnet der Sparplanrechner von iShares beispielsweise die Entwicklung eines ETF-Sparplans auf den MSCI-World, den Dax oder den S&P 500 mit fast einem Klick.

Wenn Sie für Ihre Enkel oder Kinder einen ETF-Sparplan abschließen möchten, der auch auf den Namen der Kinder oder Enkel lautet, dann muss auch das entsprechende Wertpapierdepot auf den Names des Kindes lauten.

Ein ETF-Sparplan für Kinder gilt als Finanztipp, weil diese Sparpläne oft besonders langfristig ausgelegt sind und einige Anbieter dafür einen Bonus gewähren. Die Banken möchten damit die Kinder als zukünftige Kunden für ihre Bank gewinnen.

5. Wichtige Kundenfragen und unsere Antworten rund um den ETF-Sparplan-Vergleich

5.1. Kann man vermögenswirksame Leistungen in einem ETF-Sparplan anlegen?

Ja, vermögenswirksame Leistungen können Sie dann in einem ETF-Sparplan anlegen, wenn der entsprechende Indexfonds für vermögenswirksame Leistungen zugelassen ist. Bitte beachten Sie, dass Sie die Fondsanteile dann in der Regel erst nach sieben Jahren verkaufen können.

5.2. Gibt es einen Testsieger für ETF-Sparpläne?

Die Stiftung Warentest hat keinen eindeutigen Testsieger hervorgehoben. Der beste ETF-Sparplan sollte für Ihre aktuelle Finanzsituation und Ihre Risikobereitschaft passend sein. Zudem sollten Sie einen Anbieter wählen, der Ihnen ermöglicht, einen Sparplan mit möglichst niedrigen Kosten abzuschließen. ETF-Sparpläne bei einem Direktbroker sind meist günstiger als beispielsweise ein ETF-Sparplan bei einer Sparkasse oder Filialbank.

5.3. Ist iShares eine Bank?

Nein, iShares ist eine Marke, die Indexfonds auflegt und für Sie als ETF-Sparplan anbietet. iShares gehört zu BlackRock, die diese Fonds verwalten.

5.4. Kann man einen ETF-Sparplan auch in Österreich abschließen?

Ja, ETF-Sparpläne sind auch in Österreich eine beliebte Sparform. Möchten Sie einen ETF-Sparplan in Österreich anlegen, dann benötigen Sie in der Regel ein Wertpapierdepot und Verrechnungskonto in Österreich.

5.5. Ist ein ETF-Sparplan für Anfänger geeignet?

Ja, auch Börsenanfänger können einen ETF-Sparplan abschließen. Bei der Eröffnung Ihres Wertpapierdepots werden Sie nach Ihren Börsenerfahrungen gefragt, die Sie wahrheitsgemäß beantworten sollten. Wählen Sie einen Indexfonds für Ihren Sparplan mit einem besonders hohen Kursrisiko, beispielsweise aus den Emerging Markets, dann ist die Bank verpflichtet, Sie entsprechend über die möglichen Risiken aufzuklären.