Wirtschaft

Bis zu 3500 Jobs fallen weg Honda schließt Werk in Westengland

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Ein Honda verlässt das Fabrikgelände im westenglischen Swindon.

(Foto: REUTERS)

Anfang Februar kündigt Nissan an, seine Produktion in England zurückzufahren. Teil des Problems: Der Brexit und die unklaren Handelsbeziehungen Großbritanniens. Mit Honda zieht ein zweiter japanischer Autobauer nach - angeblich aus anderen Gründen.

Honda wird allem Anschein nach sein Werk im westenglischen Swindon schließen. Der britische Abgeordnete Justin Tomlinson kündigte die Entscheidung des japanischen Autobauers auf Twitter an. Honda habe ihm mitgeteilt, dass bis 2021 nicht mit Stellenstreichungen oder Änderungen bei der Produktion zu rechnen sei.

Tomlinson vertritt den Wahlkreis North Swindon für die konservative Partei im britischen Unterhaus. Er fügt auf Twitter hinzu, dass er mit Honda, der Regierung, Mitarbeitern und Gewerkschaften zusammenarbeitet und eine Arbeitsgruppe einrichten wird, um die Belegschaft zu unterstützen.

Mit dem Brexit hat die Entscheidung von Honda laut Tomlinson nichts zu tun. Sie sei das Ergebnis "globaler Trends", schreibt der Politiker. In Medienberichten hatte es zuvor geheißen, dass das Werk 2022 geschlossen werden soll und bis zu 3.500 Jobs wegfallen könnten. Demnach will Honda seine Entscheidung am Dienstag offiziell bekanntgeben.

Anfang Februar hatte mit Nissan bereits ein anderer japanischer Autobauer seine Produktion in Großbritannien zurückgefahren. Das Unternehmen will seinen neuen X-Trail-Geländewagen lieber in der Heimat herstellen. Anders als Honda macht Nissan für diese Entscheidung auch die unklaren künftigen Handelsbeziehungen Großbritanniens nach dem Brexit verantwortlich.

Nissan stellt fast 30 Prozent aller in Großbritannien produzierten Autos her und exportiert den größten Teil davon in andere EU-Staaten. Die Produktion in die Heimat zu holen lohnt sich auch deshalb, weil sich die EU und Japan Anfang Februar zur größten Freihandelszone der Welt zusammengeschlossen hatten.

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Quelle: n-tv.de, chr/DJ

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