Wirtschaft

"Monopol-Problem" Trump erklärt Amazon-Chef den Krieg

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Donald Trump als Lautsprecher.

(Foto: REUTERS)

Jeff Bezos dürfte bei der US-Präsidentschaftswahl wohl kaum Donald Trump wählen. Der Immobilienmogul hat nämlich nichts übrig für den Amazon-Chef. Für Trumps Geschmack hat der Unternehmer viel zu viel Macht in der Politik.

Gerade erst hat er die Welt mit seinen Vorstellungen zum zukünftigen Umgang mit Gläubigern der USA geschockt, da bläst Donald Trump schon zur nächsten Attacke: Diesmal gegen den weltgrößten Online-Händler Amazon. Sollte Trump nächster US-Präsident werden, könnte es für den Konzern ziemlich ungemütlich werden.

Amazon-Chef Jeff Bezos in Santa Monica. Amazon ist bereits einer von mehreren Anbietern, die Filme und Serien auf Abruf für eine monatliche Abo-Gebühr zugänglich machen. Foto: Michael Nelson/Archiv

Amazon-Chef Jeff Bezos

(Foto: dpa)

Amazon habe ein "riesiges Monopol-Problem", sagte Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox. Amazon-Chef Jeff Bezos, der gleichzeitig Besitzer der "Washington Post" ist, missbrauche seinen Einfluss, um die Politik zu manipulieren. Bezos halte sich die Zeitung als Spielzeug, so Trump weiter. "Er nutzt die 'Washington Post' für seine Macht, damit die Politiker in Washington Amazon nicht so besteuern, wie es besteuert werden sollte."

Bezos hatte die Zeitung 2013 für rund 250 Millionen Dollar gekauft und erfolgreich umgebaut. Bezos erwarte bereits, dass er ihn wegen des Kartellrechts belangen werde, sagte Trump. "Weil er ein großes Kartellrechtsproblem hat, weil er so viel kontrolliert." Von Amazon war zu Trumps Äußerungen zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

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Nachdem Trump faktisch zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gekürt worden ist, weil es keinen Gegenkandidaten mehr gibt, braucht er kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen. "Die Dinge laufen richtig gut!", frohlockte der aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat zuletzt in seinem Lieblingsmedium Twitter. Er bezog sich damit vor allem auf  den Ausgang der mit Spannung erwarteten Gespräche mit Spitzenvertretern der Republikaner in Washington. Aber auch sonst könnte es für ihn derzeit kaum besser laufen, scheint es.

Sogar politische Gegner auf der anderen Seite der Welt können sich nicht zügeln. Die linksliberale slowakische Tageszeitung "Pravda" bezeichnete Trump am Freitag als wahr gewordenen Albtraum der Republikaner. Das Partei-Establishment der Republikaner hasse ihn - und er hasse sie. Trump wirkt ganz zufrieden damit.

Quelle: n-tv.de, ddi

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