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Gehirn in vollem Gange Babys lernen auch im Schlaf

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Zufriedene Zwillinge.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Selbst im Schlaf lernen die Babys neue Sachverhalte. Das ergab eine Studie von US-Wissenschaftlern. Diese Fähigkeit der Kleinen sei eine wichtige Voraussetzung, um sich schnell an das Leben außerhalb des Mutterleibes anzupassen, schreiben die Forscher um Wiliam Fifer von der Columbia University in New York (US-Staat New York). Ihre Studie ist in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften nachzulesen.

Das Team hatte ein bis zwei Tage alten Säuglingen im Schlaf einen Ton vorgespielt und ihnen kurz darauf einen kurzen Luftstoß auf ein Augenlid geblasen. Dieses löste bei den Babys ein Zwinkern aus. Nach einiger Zeit zwinkerten die Babys schon beim Hören des Tons – sie hatten gelernt, dass auf das Geräusch ein Luftstoß folgt, also einen Zusammenhang zwischen zwei verschiedenen Ereignissen hergestellt. Babys einer Kontrollgruppe, die völlig wahllos Ton und Luftstoß verpasst bekamen, reagierten nicht mit einem vorzeitigen Zwinkern. Hirnstrommessungen zeigten darüber hinaus, dass die Babys der Versuchsgruppe das neu Gelernte gegen Ende des Trainings im Gedächtnis verfestigten, berichten die Wissenschaftler weiter.

Lernen kann überlebenswichtig sein

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Neugeborene schlafen bis zu 20 Stunden am Tag, jedoch nur zwei bis drei Stunden am Stück.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Da Neugeborene die meiste Zeit schliefen, sei die Fähigkeit, im Schlaf zu lernen, essenziell für die Anpassung an die neuen Lebensumstände – und sichere womöglich sogar ihr Überleben. So müssten Neugeborene zum Beispiel lernen, sich schnell aus der Bauchlage zu befreien, wenn es zu einer für sie bedrohlichen Situationen kommt. Liegen sie etwa mit dem Kopf nach unten und bekommen nicht genug Luft, müssten sie einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Tatsachen herstellen, um den Kopf dann zur Seite drehen zu können.

Erwachsene können nach derzeitiger Expertenmeinung im Schlaf keine neuen Sachen lernen. Bei Babys sei dies vielleicht möglich, da ihre Schlafmuster noch recht chaotisch seien und sich erst innerhalb der ersten zwei Lebensjahre ordneten. Möglicherweise nehme die Fähigkeit im Schlaf zu lernen ab, je geregelter die Schlafperioden im Verlauf der Entwicklung werden.

Quelle: ntv.de, dpa

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