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Haselpollen fliegen schon früh im Jahr.
Haselpollen fliegen schon früh im Jahr.(Foto: imago/Ralph Peters)

Die schlimmsten kommen noch : Die Pollen fliegen schon

Noch sieht die Natur grau und trist aus, dennoch sind die ersten Pollen unterwegs. Hasel- und Erlenpollen-Allergiker merken das bereits. Und die aggressivsten Pollen stehen auch schon bereit.

Auch wenn man sie noch nicht sieht: Allergiker spüren sie bereits. Die ersten Pollen der Saison fliegen bereits durch die Luft und eröffnen für Allergiker die ungeliebte Saison. "Dass Frühblüher wie Hasel und Erle auch schon im milden Winter ihre Pollen freisetzen, ist nichts Ungewöhnliches und bei Allergikern, die es betrifft, meistens bekannt", sagt n-tv Wetterexperte Björn Alexander.

Die Werte von 25 Haselnuss- und 330 Erlenpollen in einem Kubikmeter Luft, die bei der Pollenzählung der Freien Universität Berlin in Steglitz am 8. Februar gemessen worden sind, sind zwar schon ziemlich hoch, aber für "die Jahreszeit und die Temperaturen nichts Außergewöhnliches", so Alexander. Die Zeit der Hauptblüte für Erle und Hasel steht allerdings im restlichen Februar und im März noch bevor.

Gefürchtete Birkenpollen

Der "größte Übeltäter" steht nach Ansicht des Allergologen Horst Müsken jedoch gerade in den Startlöchern. Die Pollen des Baums gelten als besonders aggressiv und treten in hohen Konzentrationen auf. "Die Pollenbelastung durch Birken ist mittlerweile auf Platz eins vor den Gräsern", erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Die Stiftung hat bundesweit zwischen 40 und 50 Pollenflugfallen aufgebaut. Experten werten täglich Klebestreifen aus den Kästen aus, um den aktuellen Anteil von Pollen in der Luft zu ermitteln.

Die Pollen-Dominanz der Birke ist für Müsken keine Überraschung: "Sie kann fast überall wachsen." Flächen mit Roggen und anderen Gräsern nehmen hingegen ab. Außerdem explodiere die Birke im Frühjahr geradezu, sagt Müsken. Innerhalb weniger Tage setzt der Baum ein Maximum an Blütenpollen frei. Müsken schätzt, dass es in Deutschland zwischen 15 und 20 Millionen Menschen gibt, die an einer Allergie leiden, der größte Teil davon an einer Pollenallergie.

Für die nächsten Tage allerdings müssten Pollenallergiker wieder aufatmen können, denn durch das wechselhafte Wetter mit Regen wird der Pollenflug im Allgemeinen abgeschwächt. Auch die niedrigeren Temperaturen und die erwarteten Nachtfröste wirken sich bremsend auf die Vegetation und eben auch auf den Pollenflug aus.

Quelle: n-tv.de

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