Unterhaltung

Goldene Himbeeren verliehen "Cats" räumt Schmähpreise ab

imago97847440h.jpg

Der Anblick von Judi Dench als Katze verzückte die Kinokritiker nicht.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Es gibt kaum einen anderen Film, bei dem sich Publikum, Kino-Kritiker und auch Darsteller so einig waren: "Cats" ist ein Flop auf ganzer Linie. Gerade deswegen wird die Musicalverfilmung nun mit Schmähpreisen überhäuft.

Für viele dürfte diese Nachricht nicht überraschend sein: "Cats" ist nun ganz offiziell der schlechteste Film des Jahres 2019. Die Musicalverfilmung räumte insgesamt sechs "Auszeichnungen" bei der diesjährigen Verleihung der Goldenen Himbeere ab. Insgesamt war der Streifen neunmal nominiert.

Die geplante Bekanntgabe der Hollywood-Schmähpreise vor einem Publikum war am Wochenende wegen der Coronavirus-Krise abgesagt worden. Doch in einer Videobotschaft gaben die Juroren bekannt, wer bei den "Razzies" (englisches Kurzwort für Himbeeren, Raspberries) abgesahnt hat. Der große "Gewinner" des Abends war die besagte Kinoverfilmung von Andrew Lloyd Webbers Musical-Klassiker unter der Regie von Tom Hooper. "Cats" holte unter anderem die Schmähpreise für schlechtester Film, Regie und Nebendarsteller Rebel Wilson und James Corden.

Travolta wird "schlechtester Schauspieler"

Für seine Leistung in "Trading Paint" wurde John Travolta mit dem Preis als "Schlechtester Schauspieler" bedacht, nominiert war er zuvor schon mehrmals (etwa 2019 als "schlechtester Schauspieler" und als "schlechtestes Leinwandpaar", zusammen mit seiner Frau Kelly Preston, für ihre Rollen in "Gotti"). Die "Schlechteste Schauspielerin" ist laut Jury Hilary Duff für ihren Einsatz in "The Haunting of Sharon Tate". Der brutale Action-Streifen "Rambo: Last Blood" holte zwei Preise, als schlechteste Fortsetzung und in der neuen Filmsparte "rücksichtslose Missachtung von Menschenleben und Gemeingut".

Die "Razzies" wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Nach Angaben der Gruppe stimmen mehr als 1100 Mitglieder aus den USA und zwei Dutzend weiteren Ländern ab. Die Nominierten bleiben der Witz-Show normalerweise fern. Eine Ausnahme machten "Catwoman" Halle Berry (2005) und Sandra Bullock, die 2010 den Spottpreis für "Verrückt nach Steve" persönlich abholte.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/spot