Unterhaltung

An Plünderungen teilgenommen? FBI durchsucht Villa von Youtube-Star

imago0102887773h.jpg

Sorgt in letzter Zeit für viel Kritik: Star-Youtuber Jake Paul.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Im Internet begeistert er 20 Millionen Fans mit seinen Streichen. Doch privat drohen Jake Paul juristische Probleme. Der Youtuber soll am Rande der Anti-Rassismus-Demos geplündert haben. Bei einer Razzia stellt das FBI nun mehrere Waffen sicher.

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) hat die Villa des bekannten Youtubers Jake Paul im kalifornischen Calabasas durchsucht, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Die Durchsuchung soll laut Angaben des FBI mit einer angeblichen Teilnahme Pauls an den Plünderungen zusammenhängen, die durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd ausgelöst worden waren, berichtet der Sender "ABC 7".

Laut der Sendung "Good Morning America" wurde auch Pauls Villa in Las Vegas durchsucht. Der Youtuber war vor wenigen Wochen nach der Plünderung eines Einkaufszentrums außerhalb von Phoenix festgenommen worden. Der 23-Jährige gab dem Bericht zufolge damals an, nicht Teil der Ausschreitungen gewesen zu sein und nur nach anderen gesucht zu haben, die nach Floyds Tod protestierten.

"Das FBI untersucht Anschuldigungen krimineller Handlungen im Umfeld des Scottsdale Fashion Square im Mai 2020", hieß es demnach in einem Statement von offizieller Stelle. Paul soll zum Zeitpunkt der mehrstündigen Durchsuchung nicht zugegen gewesen sein. Laut "ABC 7" seien mehrere Schusswaffen gefunden und sichergestellt worden. In einem Videoclip ist zu sehen, wie Polizisten und FBI-Mitarbeiter offenbar Waffen aus dem Haus tragen und in einem Polizeiwagen verstauen.

23 Jahre alt und Multimillionär

Allein auf Youtube hat Paul derzeit 20,2 Millionen Abonnenten, auf Instagram sind es 13,2 Millionen. Laut der US-Seite "Sporting News" hat er ein Vermögen von 19 Millionen Dollar. Vor knapp zwei Wochen hatte er dort unter anderem ein Bild eines offensichtlich geladenen Magazins einer Pistole veröffentlicht. Er wurde unter anderem wegen seiner Streiche und gefährlicher Stunts bekannt.

Mehr zum Thema

Im Juni war der Social-Media-Star zuletzt von der amtierenden Bürgermeisterin von Calabasas, Alicia Weintraub, kritisiert worden, weil er in seiner Villa eine große Party veranstaltet hatte, bei der die zahlreichen Gäste sich nicht an das Tragen von Masken oder Social Distancing gehalten haben sollen.

Dutzende Frauen behaupten zudem, bei diversen Hauspartys von Pauls Manager Armani Izadi vergewaltigt worden zu sein. Izadi habe ihnen gesagt, sie müssten Sex mit ihm und Paul haben, um in Pauls Bekanntenkreis aufgenommen zu werden, der in fast all seinen Videos zu sehen ist. Dem Youtube-Star werfen sie vor, von den Übergriffen gewusst, jedoch nichts unternommen zu haben. Eine 18-Jährige erstattete nach eigenen Angaben im Mai Anzeige.

Quelle: ntv.de, lri/spot