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Vorwurf der Vergewaltigung Justiz ermittelt wieder gegen Depardieu

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Gerard Depardieu bestreitet die Anschuldigungen gegen ihn.

(Foto: dpa)

Eine Schauspielerin und Tänzerin beschuldigt Gérard Depardieu, sie sexuell missbraucht zu haben. Bereits 2018 zeigt sie ihn an. Erste Vorermittlungen gegen den Filmstar, der die Vorwürfe bestreitet, werden in der Folge aber eingestellt. Nun läuft in demselben Fall ein neues Verfahren gegen ihn.

Die französische Justiz hat ein formelles Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen den Schauspieler Gérard Depardieu eröffnet. Ein Untersuchungsrichter veranlasste dies Justizkreisen zufolge bereits am 16. Dezember. Eine junge Schauspielerin und Tänzerin wirft dem 72-Jährigen vor, sie im August 2018 in seiner Pariser Wohnung zweimal sexuell missbraucht zu haben. Depardieu bestreitet die Vorwürfe.

Die Schauspielerin erstattete noch im selben Monat Anzeige, dadurch ausgelöste Ermittlungen wurden aber im Juni 2019 eingestellt. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte damals, es hätten sich keine Hinweise auf mögliche Vergehen Depardieus ergeben. Im August 2020 reichte die Frau eine schärfere Klage ein, weshalb neue Ermittlungen notwendig wurden.

Das nun eingeleitete Verfahren könnte zu einem Strafprozess führen, falls die Ermittlungsrichter am Ende ausreichend Beweise gegen Depardieu sehen. Andernfalls könnten sie das Verfahren einstellen. Depardieus Anwalt erklärte, sein Mandant "bestreitet die Anschuldigungen gegen ihn vollständig". Die Anwältin der Klägerin bat darum, "die Intimsphäre und das Privatleben" ihrer Mandantin zu respektieren.

Quelle: ntv.de, hul/AFP/dpa