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Video mit Rapper Booba gedreht Mehrere Verletzte bei Schüssen auf Filmcrew

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Booba hat offenbar sehr gewaltaffine Gegner.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Rapper Booba ist seit bald 20 Jahren eine feste Größe in Frankreichs Musikgeschäft. Bei einem Videodreh werden die Crew und Boobas Manager von Unbekannten attackiert. Die Angreifer feuern Schüsse ab und schlagen mit Baseballschlägern auf ihre Opfer ein.

Bei einem nächtlichen Überfall auf ein Filmset des französischen Rappers Booba sind in einer Pariser Vorstadt mehrere Menschen verletzt worden. Die Angreifer waren laut Polizeiangaben vom Mittwoch mit Gewehren und Baseball-Schlägern bewaffnet. An dem Überfall in der Nacht zum Mittwoch in Aulnay-sous-Bois waren 15 Menschen beteiligt.

Der 42-jährige Rapper Elie Yaffa alias Booba war zu dem Zeitpunkt nicht mehr in dem verlassenen Lagerhaus. "Le Parisien" zufolge wurde Boobas Manager angeschossen, er habe vier Schusswunden im Bein. Der Regisseur des Videoclips ist am Kopf verletzt worden. Auch ein Techniker sei verletzt worden. Die Behörden leiteten eine Untersuchung zu den Hintergründen des Überfalls ein.

Booba ("Tombé pour elle") zählt zu den erfolgreichsten französischen Rappern. Der 42-Jährige arbeite unter anderem mit Stars wie US-Rapper 50 Cent zusammen. Er ist bereits seit den frühen 2000ern erfolgreich und gilt als König des Raps in Frankreich.

Die französische Öffentlichkeit ist an Berichte über Gewalttätigkeiten im Umfeld Boobas gewöhnt. Booba und sein 39-jähriger Rivale Kaaris waren im Oktober 2018 zu jeweils 18 Monaten Haft auf Bewährung und jeweils 50.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden, weil sie sich auf einem Pariser Flughafen geprügelt und damit in der Wartehalle Chaos verursacht hatten.

Für den kommenden November war ein Schaukampf zwischen Booba und Kaaris angekündigt. Das Event wurde jedoch inzwischen von den Schweizer Behörden abgesagt, die sich über den Charakter der Veranstaltung getäuscht sahen. Kaaris hatte verkündet, er wolle Boobas Blut trinken, dieser antworte, er werde seinen Rivalen erschlagen.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa/AFP

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