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Udo Lindenberg bestohlen Mutmaßlicher Porsche-Dieb erneut vor Gericht

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Der Angeklagte wurde erst freigesprochen - nun läuft das Berufungsverfahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor knapp zwei Jahren wird das Auto von Rockmusiker Udo Lindenberg aus der Tiefgarage des Hotel Atlantic entwendet. Nur wenige Tage später taucht es in einer anderen Garage wieder auf. Der Angeklagte wird freigesprochen. Doch nun kommen immer mehr neue Details in dem Fall ans Licht.

Fast zwei Jahre nach dem Diebstahl des Porsches von Musik-Ikone Udo Lindenberg hat nun der Berufungsprozess gegen einen der mutmaßlichen Täter am Landgericht Hamburg begonnen. Das Amtsgericht St. Georg hatte den 27-jährigen Tatverdächtigen am 6. Oktober vergangenen Jahres vom Vorwurf des Diebstahls oder der Hehlerei in diesem Fall freigesprochen. Wegen gemeinschaftlichen Diebstahls von drei anderen Autos hatte ihn das Gericht jedoch zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Beschuldigte selbst hatten Berufung eingelegt. Die Polizei hatte den vermissten Sportwagen des Rockmusikers drei Tage nach dem Diebstahl vom 22. Juni 2020 in einer Garage in Ahrensburg in Schleswig-Holstein sichergestellt. Einer Zeugin war der Wagen neben ihrem Stellplatz aufgefallen. Ursprünglich stand das Auto des Sängers in der Tiefgarage des Hotel Atlantic.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Porsche 911 R, von dem nur 991 Exemplare gebaut wurden. Die Lackierung von Lindenbergs Porsche - schwarz mit roten Streifen - hätten überhaupt nur drei Wagen, sagte der damalige Ermittlungsführer als Zeuge vor Gericht aus.

Angst vor Familie des Täters

Der 32-jährige Beamte berichtete von mehreren besonderen Details in diesem Fall. Die Diebe müssen den Porsche offensichtlich mit einem Original-Zweitschlüssel gefahren sein. Zur Tatzeit habe das Tor der Hotelgarage offen gestanden. Die Videoüberwachung sei zudem auch noch kaputt gewesen, was das Hotel aber erst später bemerkt habe.

Kurz nach der Tat habe sich ein anonymer Anrufer bei der Polizei gemeldet und ausgesagt, dass der Porsche durch Ahrensburg gefahren sei und er den Fahrer kenne. Aus Angst vor dessen Familie müsse er aber anonym bleiben, forderte der Zeuge bei seiner Aussage.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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