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"Aus dem Schlaf geholt, nackt!" Rapperin Schwesta Ewa löst SEK-Einsatz aus

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Schwesta Ewa muss demnächst ihre zweieinhalbjährige Haftstrafe antreten.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Weil sie ein Foto von zwei Waffen in ihrem Profil hochlädt, steht kurze Zeit später das SEK im Hotelzimmer von Skandal-Rapperin Schwesta Ewa. Die 33-Jährige wird vorläufig festgenommen. Waffen finden die Beamten jedoch nicht. Trotzdem könnte der Einsatz Folgen haben.

Skandal-Rapperin Schwesta Ewa tut offenbar alles, um ihrem Image gerecht zu werden. Nun hat die 33-Jährige einen SEK-Einsatz in der Innenstadt von Stuttgart ausgelöst. Zuvor hatte sie nach Polizeiangaben ein Foto aus ihrem Hotelzimmer ins Netz gestellt, auf dem allem Anschein nach zwei scharfe Waffen zu sehen waren. Das rief ein Sondereinsatzkommando auf den Plan. "Leute, ihr habt keine Ahnung. Ich wurde eben grade mit der (sic!) SEK aus dem Hotel geholt, aus dem Schlaf, nackt", empörte sich die Rapperin später auf Instagram.

*Datenschutz

Die Stuttgarter Polizei bestätigte einen derartigen Vorfall - allerdings ohne den Namen der Rapperin zu nennen. "Eine 33-jährige Frau hatte ein Bild online gestellt, auf dem zwei echt aussehende Waffen zu sehen waren", hieß es in einer Mitteilung. "Wie sich herausstellte, hielt sich die 33-Jährige zusammen mit einer Bekannten in dem Hotel auf und lud das Foto von zwei Waffen sowie Patronen in ihrem Profil hoch." Einsatzkräfte der Polizei hätten daraufhin das Hotel umstellt - und vorsorglich eine Spezialeinheit alarmiert.

Kurz nach 16 Uhr hätten die SEK-Beamten Schwesta Ewa vorläufig festgenommen, hieß es weiter. "Tatsächlich befanden sich keine Schusswaffen in dem Zimmer; das Foto hatte sie ihren ersten Angaben zufolge aus dem Internet kopiert." Für die Musikerin könnte das ein teures Nachspiel haben - denn die Polizei prüft nun, ob sie Schwesta Ewa den Einsatz in Rechnung stellen können. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, dass 40 Beamte im Einsatz gewesen seien.

Mit dem Gesetz im Dauerkonflikt

Für die Polizei ist die 33-Jährige längst keine Unbekannte. Im vergangenen Jahr wurde Schwesta Ewa in Frankfurt wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sowohl die Sängerin als auch die Staatsanwaltschaft legten Revision gegen das Urteil ein. Die Rapperin kündigte an, gegen ihre Verurteilung bis vor den Bundesgerichtshof ziehen zu wollen.

Zudem laufen gegen Schwesta Ewa seit Mitte Dezember neue Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Verleumdung. Die Musikerin soll demnach behauptet haben, während ihrer Untersuchungshaft von einem Justizbeamten sexuell belästigt worden zu sein. Ein weiteres Verfahren dreht sich um Beleidigungen gegen die Staatsanwaltschaft selbst.

Quelle: n-tv.de, jug/spot

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