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Freundschaft zu Harvey Weinstein Rose McGowan wettert gegen Oprah Winfrey

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Bezeichnet Oprah Winfrey als "Fake": Rose McGowan.

(Foto: imago images/PA Images)

Rose McGowan ist das Aushängeschild der #MeToo-Bewegung. Die US-Schauspielerin gehörte zu den ersten, die die Missbrauchsvorwürfe gegen Harvey Weinstein öffentlich machten. Dass ausgerechnet Oprah Winfrey eine Freundschaft zu dem Ex-Filmmogul pflegte, macht sie wütend.

Die ehemalige "Charmed"-Darstellerin Rose McGowan war eine der ersten Frauen Hollywoods, die dem Ex-Filmmogul Harvey Weinstein sexuelles Fehlverhalten vorwarfen. Ihre Enthüllungen und die vieler weiterer Frauen brachten die weltweite #MeToo-Bewegung ins Rollen. Als Aushängeschild dieser Initiative wirft sie der der Talkshow-Ikone Oprah Winfrey nun vor, ihre Unterstützung für die Missbrauchsopfer nur vorzutäuschen.

In einem Tweet knöpft sich McGowan Winfrey wegen deren Freundschaft mit Harvey Weinstein vor und bezeichnet sie als "Fake". "Ich bin froh, dass immer mehr die hässliche Wahrheit über Oprah sehen. Ich wünschte, sie wäre echt, aber das ist sie nicht", schreibt sie zu einem Bild, auf dem Winfrey den in Ungnade gefallenen Produzenten auf die Wange küsst. Das Foto stammt von den 19. Annual Critics' Choice Movie Awards im Januar 2014 und entstand somit rund drei Jahre vor der Veröffentlichung erster Missbrauchsvorwürfe gegen Weinstein.

Weiter beschuldigt die 47-Jährige Winfrey, "eine kranke Machtstruktur zum persönlichen Vorteil zu unterstützen", da sie auch mutmaßliche Opfer des ehemaligen Hip-Hop-Moguls Russell Simmons "verlassen und vernichtet" habe. Damit spielt McGowan vermutlich auf Winfreys umstrittene Entscheidung an, sich aus einem von ihr produzierten Dokumentarfilm zurückzuziehen, in dem es um Missbrauchsvorwürfe gegen den Mitbegründer des Hip-Hop-Labels Def Jam ging. Winfrey hatte im Januar 2020 gegenüber der "New York Times" zugegeben, Simmons habe "mehrmals" versucht, sie unter Druck zu setzen, das Projekt aufzugeben. Dass sie es schließlich getan habe, habe jedoch andere Gründe gehabt, betonte sie.

Simmons-Opfer nimmt Winfrey in Schutz

Warum genau McGowan plötzlich gegen Winfrey wettert, ist unklar. Auf Twitter fallen die Reaktionen auf ihren Post entsprechend gemischt aus. Während sich einige Nutzer dem Angriff auf die 67-Jährige anschließen, weisen viele darauf hin, dass Winfrey bei Weitem nicht der einzige A-Promi war, der eine Freundschaft zu Weinstein - damals noch eine der mächtigsten Figuren Hollywoods - pflegte. Auch ein mutmaßliches Opfer von Russell Simmons, das an der Doku beteiligt war, widerspricht McGowans Angaben über Winfrey. Die Talk-Legende selbst hat sich bislang nicht geäußert.

Oprah Winfrey zählt in Hollywood zu den angesagtesten Promis, die sich für diverse wohltätige Zwecke und Gerechtigkeit einsetzen. Viele wünschen sich die 67-Jährige gar als nächste demokratische US-Präsidentin. Als die Vorwürfe über den mittlerweile inhaftierten Weinstein aufkamen, distanzierte sich Winfrey öffentlich von ihm. Sie verurteilte sein "abscheuliches Verhalten" und lobte die "mutigen Stimmen", die ihn zur Rechenschaft gezogen hätten, darunter auch Rose McGowan. Einige Kritiker glauben ihr jedoch nicht, nichts von Weinsteins Machenschaften gewusst zu haben.

Quelle: ntv.de, lpe

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