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"Flach und armselig" Til Schweiger schimpft auf Filmindustrie

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Til Schweiger hält nicht viel von der deutschen Filmindustrie, ist aber auch durchaus selbstkritisch.

(Foto: imago images / Future Image)

Er ist einer der erfolgreichsten Filmemacher und Schauspieler in Deutschland. Allerdings hält Til Schweiger selbst von der hiesigen Filmindustrie offenbar nicht allzu viel. In einem Podcast lässt er zumindest ordentlich Dampf ab, übt aber auch Selbstkritik.

Beinahe jeder Film, den Til Schweiger macht oder in dem er mitspielt, wird zum Erfolg. Zumindest in Deutschland. Trotzdem hat der 55-Jährige ein durchaus gespaltenes Verhältnis zur deutschen Filmindustrie, wie er jetzt im Podcast von "Online Marketing Rockstars" (OMR) verrät.

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"Schon als Kind habe ich mich geärgert, wenn ein Film scheiße fotografiert war. Es gab Filme wie 'Butch Cassidy and the Sundance Kid', bahnbrechend fotografiert", so Schweiger im Gespräch mit Philipp Westermeyer. "Und dann guckst du dir irgend so einen deutschen Film an und es sieht alles so flach und armselig aus." Als ein Beispiel dient ihm aber auch "Der bewegte Mann", einer seiner ersten großen Erfolge: "Toller Film, aber die Kamera ist so schlecht, das Licht ist so kacke. Das ist so hässlich, das sieht aus wie bei der Lindenstraße." Auch hier spielte Schweiger in den Anfangstagen mit, machte seine ersten Gehversuche als Schauspieler.

"Da habe ich natürlich auch Fehler gemacht"

Besonders sauer aber stößt ihm das Vorgehen der Filmförderung in Deutschland auf. "Es werden hier so viele Filme gefördert, wo schon das Drehbuch einfach nur Mist ist. Da kann dann auch der Film nicht mehr spannend werden", sagt er und fügt an: "Das sind meistens irgendwelche verkrachten Filmproduzenten, die selber nie so richtig erfolgreich waren. Und die entscheiden dann, wer Geld bekommt."

Neben all der Kritik spricht Schweiger außerdem darüber, wie wichtig Familie und Freunde für ihn sind. Derzeit verbringt er mit einigen von ihnen eine gute Zeit in seiner Villa auf Mallorca. Und er übt in dem Gespräch durchaus auch Selbstkritik, vor allem wenn es um sein Verhalten in den sozialen Netzwerken geht. "Ja, da habe ich natürlich auch Fehler gemacht. Weil ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Und ich habe auch unter Alkoholeinfluss den einen oder anderen Post abgesetzt, den ich danach lieber gelöscht hätte."

Schweiger verrät außerdem noch, woran er aktuell arbeitet. Zum einen sind es zwei Serien, von denen eine im Bundeswehr-Umfeld spielen soll, zum anderen schreibt er das Drehbuch zur Verfilmung von Sarah Kuttners Roman "Kurt".

Quelle: n-tv.de, nan

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