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Treffen mit Trump Woody Harrelson ertrug es nur mit Kiffen

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Narzissten kennt er viele, aber keinen wie Donald Trump: Woody Harrelson.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Schauspieler Woody Harrelson ist nicht zuletzt durch seine komödiantischen Rollen bekannt, sei es in TV-Serien wie "Cheers" oder Kinofilmen wie "Zombieland". Bei einem früheren Treffen mit dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump scheint ihm jedoch das Lachen vergangen zu sein.

Woody Harrelson hat schon in der Vergangenheit kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es um seine politische Haltung ging. So kritisierte er etwa den vom früheren US-Präsidenten George W. Bush begonnenen Irak-Krieg als "rassistisch und imperialistisch". Aber auch mit dem amtierenden Chef im Weißen Haus hat der Hollywood-Star ein Hühnchen zu rupfen. So geschehen in einem Interview mit dem Magazin "Esquire".

In dem Gespräch berichtet Harrelson von einem Treffen, dass er mit Donald Trump vor mehr als zehn Jahren gehabt habe. Das Abendessen sei so "brutal" verlaufen, dass er sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen gewusst habe, als mal vor die Tür zu gehen und einen Joint durchzuziehen, plaudert der 58-Jährige aus dem Nähkästchen.

Anlass des Treffens im Jahr 2002 sei eine Unterredung Trumps mit dem damaligen Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura, gewesen, erläutert Harrelson. Ventura sei ein Freund von ihm und habe ihn zu der Zusammenkunft im Trump Tower mitgenommen. Auch Melania Trump sei bei dem Gespräch mit von der Partie gewesen, wenngleich sie damals noch nicht mit Trump verheiratet gewesen sei.

"Monolog-Monopoly"

"Nun, wenn vier Leute an einem Tisch sitzen und es gerecht verteilt sein würde, hätte jede Person 25 Prozent Gesprächsanteil, richtig?", fragt Harrelson im "Esquire"-Interview rhetorisch. "Ich würde sagen, Melania hatte vielleicht etwa 0,1 Prozent. Ich hatte 1 Prozent. Und der Gouverneur, Jesse, hatte ungefähr 3 Prozent", führt er weiter aus. "Trump nahm sich den Rest." Dieses "Monolog-Monopoly" habe er letztlich nur noch bekifft ertragen.

In Hollywood habe er mehr als genug Narzissten kennengelernt, holt Harrelson weiter aus. Aber Trump habe alles in den Schatten gestellt. "Das hat mich weggeblasen."

Harrelson feierte seinen Durchbruch als Schauspieler mit der TV-Serie "Cheers" Mitte der 80er-Jahre. Seither hat er in zahlreichen Kinofilmen mitgewirkt, darunter Komödien wie "Zombieland", aber auch Streifen wie "Natural Born Killers", "Die Tribute von Panem" oder "Planet der Affen: Survival". Er war bislang insgesamt dreimal für einen Oscar nominiert.

Quelle: n-tv.de, vpr

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