Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:54 Pfizer/Biontech: Impfung muss wohl nach zwölf Monaten aufgefrischt werden +++

Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, rechnet damit, dass Corona-Impfungen mit dem von Biontech und Pfizer gemeinsam entwicklenten Vakzin später aufgefrischt werden müssen. Voraussichtlich sei innerhalb von zwölf Monaten eine dritte Immunisierung notwendig, sagte er dem Sender CNBC. Außerdem könnte jährlich eine weitere Impfung hinzukommen.

+++ 23:03 Portugal läutet nächste Öffnungsphase ein +++
In Portugal beginnt kommende Woche die dritte Phase der Corona-Lockerungen, in der Restaurants, Einkaufszentren, Theater, Gymnasien und Hochschulen wieder öffnen dürfen. Im größten Teil des Landes könne die "nächste Phase der Wiedereröffnung" am Montag beginnen, bestätigte Regierungschef António Costa. Strengere Regeln gelten dann nur noch in elf Gemeinden mit höheren Infektionszahlen. Auch die Grenzkontrollen zum Nachbarland Spanien wurden um weitere zwei Wochen verlängert. Nach Höchstwerten von fast 13.000 täglichen Neuinfektionen Ende Januar hat sich die Zahl inzwischen bei etwa 500 eingependelt. Auch die Zahl der Corona-Patienten in den portugiesischen Krankenhäusern ist zum ersten Mal seit September auf unter 500 gefallen.

+++ 22:35 Mecklenburg-Vorpommern zieht Corona-Notbremse +++
Mecklenburg-Vorpommern zieht ab Montag die Corona-Notbremse. Landesweit dürfen private Treffen dann nur noch mit höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes stattfinden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Schwerin ankündigt. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Außerdem sollen die Schulen und die meisten Geschäfte sowie Museen und Freizeiteinrichtungen schließen. Zu den Ausnahmen im Einzelhandel zählen neben Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien auch Baumärkte, Buch- und Blumengeschäfte. Friseure können ebenfalls geöffnet bleiben. Die entsprechenden Vorschläge sollen am Freitag dem Landtag vorgelegt werden, erläutert Schwesig. Eine landesweite nächtliche Ausgangssperre soll es nicht geben, das sei rechtlich nicht möglich, sagt die Regierungschefin.

+++ 22:27 Experten betonen Bedeutung des Lüftens - Maßnahme in Leitlinien vernachlässigt +++
Internationale Wissenschaftler heben in einer Stellungnahme die Bedeutung des Lüftens im Kampf gegen die Pandemie hervor. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken, sei viel höher beim Einatmen des Virus auf kurze Distanz als durch den Kontakt mit verunreinigten Oberflächen oder einen Kontakt auf große Distanz, schreiben die Experten im medizinischen Fachblatt "BMJ". Dennoch finde die Rolle der Corona-Übertragung durch Aerosole, also kleinste Partikel in der Luft, "in manchen Leitlinien zur Infektionseindämmung nur eine oberflächliche Erwähnung", kritisieren die Experten, zu denen Julian Tang von der britischen University of Leicester und Linsey Marr von der US-Hochschule Virginia Tech gehören. Die Deutsche Gesellschaft für Aerosolforschung hat am Wochenende in einem offenen Brief an Bund und Länder eine irreführende Schwerpunktsetzung in der Kommunikation über Maßnahmen zur Corona-Eindämmung bemängelt. Erfolgreiche Strategien müssten primär in geschlossenen Räumen wie Wohnungen, Büros, Schulklassen und Wohnanlagen ansetzen, erklären sie.

+++ 22:11 US-Seuchenbehörde: Knapp 200 Millionen Dosen verimpft +++
Die US-Seuchenbehörde CDC gibt die Auslieferung von inzwischen insgesamt 255,4 Millionen Impfdosen bekannt. Verimpft worden seien bislang 198,3 Millionen Dosen der Konzerne Pfizer/BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson, heißt es weiter. Bei 78,5 Millionen Amerikanern sei die Impfung abgeschlossen. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

+++ 21:56 Litauen will sich um Astrazeneca-Dosen aus Dänemark bemühen +++
Nach dem Verzicht Dänemarks auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca will sich Litauen um die übrig bleibenden Dosen bemühen. "Wenn Dänemark erwägen würde, diese Mengen zu teilen, wären wir wirklich glücklich, zu denen zu gehören, die sie übernehmen würden", sagt Regierungschefin Ingrida Simonyte. Das baltische EU-Land habe bereits sein Interesse in Kopenhagen signalisiert. Unklar ist allerdings, ob ein solcher Handel nach den EU-Beschaffungsregeln überhaupt möglich ist. Noch sei unklar, wie viele Dosen Litauen aus Dänemark erhalten könnte, sagt Simonyte der Agentur BNS zufolge. Sie habe aber keinen Zweifel daran, dass es in Litauen Menschen geben wird, die sich mit dem Astrazeneca-Mittel impfen lassen wollen.

+++ 21:31 Streit über russischen Impfstoff Sputnik V spaltet Slowakei +++
In der Slowakei spitzt sich der politische Streit über den Einsatz des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V erneut zu. Russland habe den Kaufpreis für eine am 1. März übergebene erste Lieferung von 200.000 Impfdosen wieder zurückgegeben, teilt der Finanzminister und Vize-Ministerpräsident Igor Matovic mit. Dies könnte ein Signal dafür sein, dass der von ihm noch als Regierungschef eingefädelte Kauf des in der EU nicht zugelassenen Impfstoffs Sputnik V tatsächlich geplatzt sei. Schuld daran sei vor allem die Leiterin des staatlichen Arzneimittel-Kontrollinstituts SUKL, die mit ihrem kritischen Bericht die russischen Partner brüskiert habe, sagt Matovic. In dem SUKL-Bericht heißt es, die Slowakei habe offenbar einen Impfstoff erhalten, der nicht in allen Details identisch mit dem zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen sei. Matovic bezeichnet diesen Bericht als "irreführend" und Teil einer Kampagne gegen den Impfstoff.

+++ 21:11 27.977 Neuinfektionen: Deutschland meldet zweithöchsten Tageswert des Jahres +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.084.878 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 27.977 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 286 auf 79.520. Als aktuell infiziert gelten rund 266.309 Personen. Der aktuelle Tageszuwachs bedeutet den zweithöchsten Wert dieses Jahres und den höchsten Wert seit 7. Januar (damals 28.059 neue Fälle), also seit mehr als einem Vierteljahr. Das Niveau der Todesfälle schwankt derweil: Der aktuelle Tageszuwachs an neu erkannten Todesfällen liegt deutlich unter dem Donnerstagswert von vor einer Woche mit 341 Corona-Toten, zugleich über dem Wert von vor 14 Tagen mit 221 Toten. Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,15 angegeben (Vortag: 1,14). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,18 (Vortag: 1,11).

Die Kurve der Neuinfektionen im Sieben-Tage-Schnitt steigt seit dem Oster-Knick Anfang April wieder an. Im Schnitt kommen derzeit pro Tag 20.404 neu erkannte Ansteckungen hinzu. Vor acht Wochen (18.02.) lag der Wert noch bei 7193 - inzwischen hat er sich also fast verdreifacht.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:45 Airfinity: Bereits eine Milliarde Impfdosen produziert +++
Bei der weltweiten Produktion von Corona-Impfstoffen ist die Schwelle von einer Milliarde Impfdosen geschafft. Das berichtet die Datenfirma Airfinity, die global Millionen von Unternehmens- und Wissenschaftsdaten auswertet. Die einmilliardste Dosis sei am 12. April produziert worden. Die nächste Milliarde dürfte Ende Mai erreicht werden, so Airfinity. Der Zeitpunkt, an dem in der EU 75 Prozent der rund 447 Millionen Einwohner geimpft sind, könnte um gut zwei Monate nach hinten rutschen, berichtet das Unternehmen auch. Grund ist der verzögerte Marktstart des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson in der EU. Anstatt Ende September werde der Zeitpunkt womöglich erst Ende der ersten Dezemberwoche erreicht.

+++ 20:30 WHO: Corona-Sterberate von über 80-Jährigen in Europa so niedrig wie nie zuvor +++
In Europa sinkt die Zahl der Corona-Sterbefälle bei über 80-Jährigen auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie. Wie der Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hans Kluge, sagt, ist das vermutlich auf den Fortschritt bei den Corona-Impfungen für Risikogruppen zurückzuführen. In den vergangenen zwei Monaten habe sich die Zahl der Corona-Sterbefällen bei Menschen über 80 Jahren von allen anderen Altersgruppen abgekoppelt, sagt Kluge. Mittlerweile entfielen nur noch knapp 30 Prozent der Todesfälle auf die Altersgruppe ab 80 Jahren.

+++ 20:12 Curevac sieht wachsendes Interesse an seinem Impfstoff +++
Das Biotechunternehmen CureVac sieht angesichts der Probleme mit seltenen Thrombosen bei anderen Corona-Vakzinen zunehmendes Interesse an seinem noch nicht zugelassenen Impfstoff. "Es wird viel mehr Impfstoff benötigt als verfügbar ist", sagt Vorstandschef Franz-Werner Haas in einer Analystenkonferenz. Die Gespräche liefen unter Hochdruck. Curevac spreche hauptsächlich mit Regierungen, aber auch mit der Impf-Initiative Covax und der Weltgesundheitsorganisation WHO, die eine gerechte Verteilung der Impfstoffe weltweit anstrebt. Bei dem Projekt liege Curevac im Zeitplan: Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs werden unverändert noch in diesem Quartal erwartet. Der Antrag für eine bedingte Marktzulassung bei der Europäischen Union wird ebenfalls im zweiten Jahresviertel angestrebt. Die EU hat sich von dem mRNA-Impfstoff bis zu 405 Millionen Dosen gesichert.

+++ 19:56 Rios Bürgermeister zum zweiten Mal mit Corona infiziert +++
Der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, ist eigenen Angaben zufolge zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert. Paes sei mit leichten Grippe-Symptomen aufgewacht und habe daraufhin einen Schnelltest gemacht, der positiv ausgefallen sei, teilt die Stadtverwaltung der brasilianischen Metropole mit. Paes wurde bereits im Mai 2020 positiv getestet, zeigte aber keine Symptome. Brasilien ist derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Während Präsident Jair Bolsonaro einschränkende Maßnahmen ablehnt, hat etwa Rio die Maßnahmen zuletzt verschärft.

+++ 19:42 Israel hebt Maskenpflicht im Freien auf +++
Angesichts der niedrigen Corona-Infektionszahlen in Israel will das Land die Maskenpflicht im Freien von Sonntag an aufheben. Gesundheitsminister Juli Edelstein hat eine entsprechende Entscheidung getroffen, wie sein Sprecher bestätigt. Er folge damit den Empfehlungen von Gesundheitsexperten. In Innenräumen bleiben die bisherigen Anweisungen und die Maskenpflicht jedoch bestehen. Fast vier Monate nach Beginn der rasanten Corona-Impfkampagne werden in dem kleinen Mittelmeerland immer weniger Neuinfektionen registriert - trotz weitreichender Lockerungen der Maßnahmen. Das Gesundheitsministerium teilt mit, binnen 24 Stunden seien 196 neue Fälle gemeldet worden. Nur 0,4 Prozent von 55.470 Tests fielen demnach positiv aus.

+++ 19:26 Mannheim führt Testpflicht für Kita-Kinder ein +++
Mannheim führt eine Corona-Testpflicht für Kita-Kinder ein. Sie können ihre Einrichtungen ab kommenden Montag nur besuchen, wenn für sie zwei Mal pro Woche ein negatives Covid19-Testergebnis vorgelegt wird, teilt die zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg mit. Ausnahmen gelten unter anderem für Kinder, bei denen aus medizinischen Gründen und durch ein Attest belegt weder ein Nasal- noch ein Spucktest möglich ist, sowie für geimpfte oder genesene Kinder. Auch für die Beschäftigten sind die Tests nun obligatorisch. Krippenkinder können, müssen aber nicht getestet werden. In den vergangenen Wochen sind im Stadtgebiet Mannheim mehrfach Infektionsausbrüche in Kindertagesstätten aufgetreten, bei denen eine beträchtliche Zahl an Menschen positiv getestet worden ist.

+++ 19:10 Pfizer-Chef erwartet "normales Leben ab Herbst" +++
Pfizer-Chef Albert Bourla erwartet, dass trotz der aktuell verschärften Corona-Pandemie im Spätherbst wieder ein normales Leben möglich sein wird. Das zeigten die Erfahrungen aus Israel, wo bereits weite Teile der Bevölkerung mit dem Vakzin, das der US-Pharmakonzern gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelt hat, geimpft wurden, sagt Bourla im Gespräch mit dem "Handelsblatt" sowie den Zeitungen "La Stampa" aus Italien, "Les Echos" aus Frankreich und "El Mundo" aus Spanien. "Covid wird wie eine Art Grippe werden. Wir werden uns impfen lassen und weitestgehend normal leben." Sollte es neue Mutationen geben, ließen diese sich schnell mit Weiterentwicklungen des mRNA-Vakzins bekämpfen.

+++ 18:57 Woidke fordert Impfgipfel von Bund und Ländern zu Impfstoff +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke dringt in der Corona-Pandemie auf mehr Impfstoff und fordert einen neuen Impfgipfel von Bund und Ländern. "Impfen ist der einzige Ausweg aus der Pandemie und den Beschränkungen der Grundrechte. Wir brauchen dringend mehr Impfstoff", sagt Woidke. "Der Bund ist in der Pflicht, die Impfstoffversorgung sicherzustellen und für zuverlässige und planbare Lieferung zu sorgen. Deshalb fordern wir dringend einen Impfgipfel der Länder mit der Bundesregierung."

+++ 18:41 Pandemiefolge: Millionen Patienten in England warten auf Eingriffe +++
Die Zahl der Menschen, die in England auf eine geplante Operation oder andere medizinische Eingriffe warten, steigt in der Corona-Pandemie auf einen Rekordwert. Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS mitteilt, waren Ende Februar 4,7 Millionen Menschen auf Wartelisten eingetragen. Das ist der höchste Wert, seit die Zahl im Jahr 2007 erstmals erfasst wurde. Knapp 390.000 Menschen haben bis dahin sogar bereits mehr als ein Jahr auf einen Eingriff gewartet. Im Februar 2020 traf das lediglich auf rund 1600 Menschen zu. Der Gesundheitsdienst weist auf den hohen Druck durch die Corona-Pandemie in den ersten beiden Monaten des Jahres hin. So seien 20 Prozent aller Patienten, die im Januar und Februar behandelt worden sind, an Covid-19 erkrankt gewesen.

+++ 18:27 STIKO warnt vor Aufhebung der Impf-Reihenfolge +++
Entgegen der Forderungen nach einem Ende der Priorisierung bei Corona-Impfungen hält die Ständige Impfkommission (STIKO) an der Impf-Reihenfolge zum Schutz von Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko fest. "Diese Diskussion nützt jetzt wirklich keinem", sagt Thomas Mertens, Chef der STIKO der "Rheinischen Post". "Damit schützen wir doch auch unsere Intensivstationen", erklärt er. Die sogenannte dritte Welle könne durch eine Aufhebung der Reihenfolge auch nicht wesentlich beeinflusst werden, so Mertens. "Dazu hätte man viel früher viel mehr Impfstoff haben müssen."

+++ 18:10 Ärzte ohne Grenzen sehen "humanitäre Katastrophe" in Brasilien +++
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sieht Brasilien angesichts der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus in einer "humanitären Katastrophe". "Fehlender politischer Wille, auf die Pandemie angemessen zu reagieren, ist für den Tod tausender Brasilianer verantwortlich", erklärt die Organisation. "Die brasilianischen Behörden haben der ungebremsten Ausbreitung von Covid-19 seit einem Jahr einfach zugesehen", kritisiert Christos Christou, der internationale Präsident von Ärzte ohne Grenzen. Brasilien habe sich aktuell zu einem Epizentrum der Pandemie entwickelt und verzeichne mehr als 26 Prozent der Todesopfer weltweit - obwohl die etwa 212 Millionen Einwohner des südamerikanischen Landes nur drei Prozent der Weltbevölkerung ausmachten. Bislang seien nur etwa elf Prozent der Menschen mit mindestens einer Dosis geimpft worden.

+++ 17:54 Gericht erhält über 100 Anträge zu Corona-Maßnahmen an Schulen +++
Über hundert Anträge zur Aufhebung von Corona-Schutzmaßnahmen erreichen ein Amtsgericht in Hannover. Die Antragsstellenden beziehen sich auf ein Urteil eines Weimarer Familienrichters, der die Aufhebung von Corona-Maßnahmen an zwei örtlichen Schulen entschieden hat. Die Anträge seien "nahezu gleichlautend" formuliert, teilt das Gericht mit. Es seien aber keine Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung eingeleitet worden. Nach gemeinsamer Auffassung der eigenen Familienrichter gebe es keine Anhaltspunkte für konkrete Kindeswohlgefährdung durch Maßnahmen zur Pandemieeindämmung an Schulen, heißt es in einer Mitteilung des Amtsgerichts.

+++ 17:40 Laschet: Nirgendwo wird so viel getestet wie in NRW +++
In keinem anderen Bundesland wird nach Angaben von Ministerpräsident Armin Laschet so viel gegen die Ausbreitung des Corona-Virus getestet wie in Nordrhein-Westfalen. Von den 15.000 Teststellen in Deutschland befänden sich 6500 in Nordrhein-Westfalen. "Fast jede zweite Teststelle in Deutschland steht in Nordrhein-Westfalen", sagt Laschet im Landtag. "Wir können in Nordrhein-Westfalen stolz darauf sein, dass wir so weit vorn sind bei den Teststellen." Impfungen seien das schärfste Schwert im Kampf gegen Corona, aber die Testungen seien ein weiterer zentraler Pfeiler.

+++ 17:25 Bundes-Notbremse gilt im Südwesten bereits ab Montag +++
Baden-Württemberg wird die angekündigte "Notbremse" der Bundesregierung schon ab kommenden Montag umsetzen. Dies teilt Gesundheitsminister Manne Lucha mit. Da man die Corona-Verordnung des Landes ohnehin am Wochenende verlängern müsse, würden die vorgesehenen Verschärfungen des Bundes direkt mit eingearbeitet. "Wir warten nicht auf den Bund, wir müssen jetzt handeln. Jeder Tag zählt in der Pandemiebekämpfung und wir wollen den Menschen in einer Woche nicht schon wieder eine neue Verordnung präsentieren", sagt Lucha.

+++ 17:15 Corona-Tests für Thüringer Schulen werden knapp +++
Thüringens Schulen gehen allmählich die Corona-Tests aus. "Wir können derzeit nicht garantieren, dass es in den kommenden Wochen und Tagen für jeden Schüler in Thüringen zwei Tests pro Woche geben wird", sagt ein Sprecher von Bildungsminister Helmut Holter. Grund dafür seien Lieferprobleme. Der Sprecher weist darauf hin, dass auch andere Bundesländer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten. Die Thüringer CDU-Fraktion kritisierte das Bildungsministerium scharf. "Damit stehen Thüringens Schulen wieder einmal vor Schließungen", erklärt CDU-Fraktionschef Mario Voigt. Die Pläne zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf Bundesebene sehen bislang eine Testpflicht für Schüler vor. Die Beschaffung der Tests ist Ländersache.

+++ 17:03 Pandemie prägt Kriminalitätsentwicklung in Deutschland +++
Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr auch die Kriminalitätsentwicklung in Deutschland beeinflusst. Wie aus der von Innenminister Horst Seehofer in Berlin vorgestellten polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2020 hervorgeht, ist die Zahl der Diebstähle und Einbrüche im Vergleich zu 2019 deutlich zurückgegangen. Diese Entwicklung sei vor allem auch eine Folge von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen und den daraus folgenden Auswirkungen auf die Mobilität, sagt Seehofer. Auf der anderen Seite habe die Pandemie zu einer starken Erhöhung der Nachfrage im Onlinehandel geführt, was auch zu einem Anstieg der Kriminalität in diesem Bereich geführt habe. Insgesamt ist die Zahl der registrierten Delikte um 2,3 Prozent auf 5,31 Millionen gesunken. Signifikante Veränderungen hat es coronabedingt auch in anderen Deliktsfeldern gegeben, etwa beim Subventionsbetrug. Dort sind die Fallzahlen von 318 Fällen im Vorjahr auf rund 7600 gestiegen, was eine Begleiterscheinung der vom Staat aufgesetzten Corona-Hilfspakete ist.

+++ 16:49 Brief an Biden: 170 Prominente fordern Aussetzung von Impfstoff-Patenten +++
Mehr als 170 frühere Staats- und Regierungschefs sowie Nobelpreisträger fordern eine Aussetzung des Patentschutzes auf Corona-Impfstoffe. In einem offenen Brief rufen sie US-Präsident Joe Biden dazu auf, sich dafür einzusetzen. Eine solche Maßnahme könne dazu beitragen, die Produktion der Vakzine in den USA und weltweit zu beschleunigen, heißt es in dem Brief, der vom Club von Madrid veröffentlicht worden ist. Biden solle entsprechende Vorschläge Südafrikas und Indiens unterstützen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die früheren Präsidenten François Hollande und Michail Gorbatschow.

+++ 16:32 Dreyer: Corona-Notbremse ist bereits vereinbart +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erinnert angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und der Lage auf den Intensivstationen an die von den Ministerpräsidenten bereits beschlossene Notbremse. "Rheinland-Pfalz handelt, wir warten nicht auf die Bundes-Notbremse", sagt Dreyer. "Die Infektionszahlen steigen in ganz Deutschland signifikant an. Nur noch ein Bundesland liegt unterhalb des kritischen Wertes von 100. Die Alarmrufe aus den Intensivstationen sind nicht zu überhören", mahnt die SPD-Politikerin und Ministerpräsidentin. Die Notbremse wird in Rheinland-Pfalz ab einer Inzidenz von 100 umgesetzt - inklusive Ausgangsbeschränkungen ab 21.00 Uhr.

+++ 16:12 Curevac erwartet Impfstoff-Zulassung im zweiten Quartal +++
Das Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, noch im zweiten Quartal des Jahres eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff zu erhalten. Die klinische Entwicklung befinde sich in der finalen Phase und die Daten für das rollierende Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) würden rechtzeitig erwartet, gibt das Unternehmen in Tübingen bekannt. Zugleich habe eine zusätzliche Studie einen vollständigen Schutz vor der zuerst in Südafrika aufgetauchten Virusvariante B.1.351 durch den Corona-Impfstoff CnCoV nachgewiesen, heißt es. Der Konzern bestätigt auch, dass bis zum Jahresende 300 Millionen Dosen von CVnCoV produziert werden sollen.

+++ 15:58 Zahl der Neuinfektionen in USA steigt um rund 75.000 +++
Die Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt binnen 24 Stunden um mindestens 75.267. Damit ist insgesamt bei rund 31,44 Millionen Bürgerinnen und Bürgern der USA das Virus nachgewiesen worden. Die Zahl der Toten steigt um mindestens 1120 auf 564.759. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

+++ 15:48 DKG: Viele Krankenhäuser fahren Regelversorgung zurück +++
Viele Krankenhäuser fahren ihre Regelversorgung zurück, um Platz für weitere Covid-19-Patienten zu schaffen. "Das ist unbedingt notwendig, um auf die Zunahme der Covid-Patienten vorbereitet zu sein", sagt der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der "Rheinischen Post". "Die Covid-Patienten von heute sind die Neuinfizierten von vor zwei bis drei Wochen", fügt Gaß hinzu. Man müsse damit rechnen, dass "die Zahl der Covid-Patienten den Höchststand der zweiten Welle bald erreichen wird." Patienten mit dringendem Behandlungsbedarf würden jedoch "auch weiterhin einen Behandlungsplatz im Krankenhaus finden", sagt Gaß.

+++ 15:36 200.000 Neuinfektionen binnen eines Tages: Indien weltweit an zweiter Stelle +++
In Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern spitzt sich die Corona-Lage zu. Das Land meldet erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 200.000 Neuinfektionen binnen eines Tages - doppelt so viele wie noch vor zehn Tagen. Dabei dürfte die Dunkelziffer laut Experten noch deutlich höher liegen. Seit dieser Woche steht Indien bei der Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weltweit an zweiter Stelle hinter den USA. Viele Kliniken berichten über zu wenig Patientenbetten und Engpässe bei der Sauerstoff-Versorgung. Laut Medizinern kommt es teils zu chaotischen Szenen, weil es keinen Platz mehr für neue Patienten gebe. Mit den neuerlichen Infektionen stieg die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn verzeichneten Corona-Infektionen in Indien auf 14,1 Millionen. Es sind jedoch bislang nur 114 Millionen Dosen Corona-Vakzin verimpft worden.

+++ 15:23 Von der Leyen mit Biontech geimpft +++
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist gegen das Coronavirus geimpft worden. "Nachdem wir die 100 Millionen Impfungen in der EU überschritten haben, bin ich sehr froh, dass ich heute meine erste Spritze mit Covid-19-Impfstoff bekommen habe", schreibt die 62-Jährige auf Twitter. Nach Angaben eines Sprechers ist von der Leyen nach den Regeln des EU-Gastlandes Belgien an der Reihe und hat den von Belgien gelieferten Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten. Es seien inzwischen sieben der 27 Kommissare geimpft, fügt er hinzu. Ein Foto zeigte von der Leyen mit einem Pflaster in EU-Farben auf dem linken Oberarm. Von der Leyen schreibt, die Impfungen würden nun weiter Fahrt aufnehmen, da auch die Lieferungen an die EU zunähmen. "Je schneller wir impfen, desto schneller können wir die Pandemie unter Kontrolle bringen."

+++ 15:11 WHO: Mehr als eine Million Corona-Tote in Europa +++
Europa hat nach Angaben des Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation WHO eine traurige Marke überschritten: Mittlerweile sind in den Ländern der europäischen WHO-Region mehr als eine Million Todesfälle in Verbindung mit Corona-Infektionen registriert worden. Jede Woche kommen derzeit 1,6 Millionen Neuinfektionen hinzu, wie WHO-Regionaldirektor Hans Kluge sagt. "Das sind 9500 jede Stunde, 160 Menschen jede Minute." Die Situation in der europäischen Region sei damit weiter ernsthaft, sagte Kluge. Lediglich unter den Ältesten in der Gesellschaft sehe man vermutlich dank der Fortschritte bei den Impfungen eine sinkende Inzidenz.

+++ 14:52 Zahl der Covid-19-Intensivfälle bleibt auf hohem Niveau +++
Die Zahl der Corona-Intensivpatienten verharrt auf hohem Niveau. Das DIVI-Register meldet 4679 Covid-19-Intensivfälle, einer weniger als am Vortag. Davon werden 2662 beatmet, ein Zuwachs von 9 Fällen. Rund 3838 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 14:37 Intensivstationen unter Druck - Lauterbach: Bereits jetzt "weiche" Triage +++
Die Corona-Zahlen sind weiterhin deutlich zu hoch, die Diskussion über die bundesweite Notbremse zieht sich weiter hin. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert im Gespräch mit ntv eine Testpflicht in Betrieben um der Lage Herr zu werden und erklärt, warum die Notbremse bereits zu spät kommt.

+++ 14:32 Laschet kritisiert Vorgehen Söders beim Sputnik-V-Einkauf +++
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat das Vorgehen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder beim Einkauf des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kritisiert. "Wenn wir soweit sind, muss die Bundesrepublik Deutschland für alle 16 Länder kaufen", sagt Laschet im NRW-Landtag. Es dürfe keinen Wettbewerb zwischen den Bundesländern beim Einkauf des Impfstoffs geben.

+++ 14:22 Thüringer Covid-19-Patienten vor Verlegung in andere Bundesländer +++
Fünf nach einer Corona-Infektion schwer an Covid-19 erkrankte Menschen aus Thüringen sollen von Donnerstag an auf Intensivstationen anderer Bundesländer verlegt werden. Die Patienten aus dem Uniklinikum Jena und dem Krankenhaus Greiz sollten in Kliniken in Bayern und in Norddeutschland gebracht werden, sagte Professor Michael Bauer, Chefarzt der Jenaer Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Die Lage auf den Thüringer Intensivstationen ist ebenso angespannt wie auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemiewelle um den Jahreswechsel. Nach dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) lagen am Donnerstag 220 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen von Thüringer Krankenhäusern. Davon wurden 128 invasiv beatmet. 638 von 701 im Freistaat betreibbaren Intensivbetten sind demnach belegt.

+++ 14:02 Deutschland erreicht neuen Tagesrekord beim Impfen +++
Deutschland hat einen neuen Tagesrekord beim Impfen gegen das Coronavirus erreicht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden am gestrigen Mittwoch 738.501 Impfdosen verabreicht. Bislang haben damit 17,76 Prozent der Bevölkerung, also 14.773.908 Menschen, eine Impfung erhalten. 5.276.028 Menschen (6,34 Prozent) sind vollständig geimpft.

+++ 13:34 Studie: Thrombose tritt auch bei mRNA-Impfstoff auf +++
Laut einer Studie kommen beim Einsatz der mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna fast genauso oft Blutgerinnsel vor wie bei dem wegen dieser seltenen Nebenwirkung in die Kritik geratenen Vektorimpfstoff von Astrazeneca. Wie aus einer Studie der Universität Oxford, die den Corona-Impfstoff von Astrazeneca mitentwickelt hat, hervorgeht, litten vier von einer Million mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer oder Moderna geimpften Personen an einer Hirnvenenthrombose. Von einer Million Menschen, die den Impfstoff von Astrazeneca erhalten hatten, waren es fünf. Wie die Studie zudem aufzeigt, ist das Risiko einer Hirnvenenthrombose im Falle einer Covid-19-Infektion um ein Vielfaches höher als bei einer Impfung gegen das Virus: Es liegt demnach bei 39 von einer Million Erkrankten.

Korrekturhinweis: In der ursprünglichen Version des Eintrags hatten wir berichtet, dass laut der erwähnten Studie fünf Fälle von Hirnvenenthrombosen je fünf Millionen Menschen auftraten, die mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft wurden. Richtig ist bei diesem Impfstoff das Verhältnis von fünf Fällen je einer Million Geimpfter. Wir haben den Fehler korrigiert.

+++ 13:14 Begrenzter Impfstoff: STIKO warnt vor Aufhebung der Priorisierung +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) warnt vor einer Aufhebung der Impf-Priorisierung. Es müssten mit den begrenzten Impfstoffmengen weiter möglichst Menschen mit hohem Risiko vor einem schweren Covid-19-Verlauf geschützt werden, etwa Vorerkrankte, sagt STIKO-Chef Thomas Mertens der "Rheinischen Post". Damit schütze man auch die Intensivstationen. Durch Impfungen könne die aktuelle dritte Welle aber nicht wesentlich beeinflusst werden. "Dazu hätte man viel früher viel mehr Impfstoff haben müssen."

+++ 12:59 Merkel lässt sich am Freitag mit Astrazeneca impfen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich am Freitag gegen das Coronavirus impfen. Wie die "Welt" berichtet, werde sie sich den Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen. Weil die Kanzlerin über 60 Jahre alt ist, fällt sie in die Gruppe derjenigen, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen.

+++ 12:37 Sachsen-Anhalt impft Wahlhelfer vorrangig - mehr als 20.000 im Einsatz +++
Ehrenamtliche Wahlhelfer bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt können vorrangig gegen Corona geimpft werden. Darauf haben sich Landeswahlleiterin Christa Dieckmann und das zuständige Sozialministerium verständigt. "Der Schutz der Personen, die als Wahlhelfer dieses wichtige Ehrenamt für unsere Demokratie ausüben, hat Priorität", erklärt Dieckmann. Insgesamt würden in Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl am 6. Juni mehr als 20.000 Wahlhelfer benötigt.

+++ 12:12 Macher der Luca-App stellen Programmcode ins Netz +++
Die Entwickler der Luca-App haben den Quellcode ihres Systems zur Corona-Kontaktverfolgung vollständig unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Seit Mittwochabend ist der Code der beiden App-Versionen (Android und iOS) sowie des Backend-Systems auf der Plattform GitLab einsehbar. Er kann damit nun von unabhängigen Stellen überprüft werden. Man wolle eine transparente Analyse und Weiterentwicklung der Software ermöglichen, erklärt die Culture4life GmbH, das Unternehmen hinter dem Luca-System.

+++ 11:53 Anteil der Mutanten steigt in Deutschland weiter an +++
Die aggressiveren Coronavirus-Varianten dominieren in Deutschland das Infektionsgeschehen. Der Anteil der VOC-Nachweise unter allen ausgewerteten Proben ist in der vergangenen Woche auf 84,8 Prozent gestiegen. Die überwiegende Mehrheit davon geht laut aktueller Auswertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf die Mutation B.1.1.7 zurück, die erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden war..

+++ 11:29 Bund fördert Medikamentenforschung mit 50 Millionen Euro +++
Der Bund unterstützt die Erforschung von Medikamenten gegen das Coronavirus mit rund 50 Millionen Euro. Ein Expertengremium habe dazu die Förderung von acht Vorhaben vorgeschlagen, darunter eines des Leverkusener Pharmakonzerns Bayer, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek in Berlin. Die abschließende Entscheidung für die ausgewählten Arzneimittel soll bereits in den nächsten Wochen ergehen, sodass die Förderung "zügig starten" könne. Dann steht auch die genaue Förderhöhe fest.

+++ 11:13 Mehr als jeder Dritte neidisch auf bereits Geimpfte +++
40 Prozent der ungeimpften Menschen in Deutschland beneiden einer aktuellen Umfrage zufolge ihre bereits immunisierten Landsleute. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Forsa für das Magazin "Stern" hervor. Demnach gab es dabei allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Regionen. In Ostdeutschland beneideten 29 Prozent der derzeit noch Ungeimpften die Geimpften, in Westdeutschland lag dieser Wert bei 42 Prozent. Von allen Befragten waren nur etwas mehr als ein Drittel dafür, für vollständig Geimpften sofort sämtliche Beschränkungen aufzuheben.

+++ 11:00 Mehr als 350 Regionen überschreiten Notbremse-Schwelle +++
In Deutschland befinden sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 351 von 412 Regionen über der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Das sind sechs mehr als noch am Vortag. Damit bewegen sich aktuell 85,2 Prozent aller deutschen Regionen auf oder über der Notbremse-Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

+++ 10:44 Wieler und Spahn: Schul-Notbremse ab 200 ist unzureichend +++
RKI-Präsident Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben den geplanten Stopp von Präsenzunterricht ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 als unzureichend kritisiert. "Aus meiner Sicht ist die 200er-Grenze zu hoch", sagt Wieler. Je höher man die Schwelle setze, desto mehr Kinder werde man wegen Infektionen aus den Klassen nehmen und desto mehr ganze Klassen werde man zuhause lassen müssen. Spahn sagt mit Blick auf die vorherrschende, als britische Mutation bekannte Virusvariante: "Gerade bei den Schulen, gerade mit den Erfahrungen, die wir mit dieser Mutation haben, kann ich mir auch deutlich früher als bei 200 diese Maßnahmen vorstellen - unbedingt."

+++ 10:25 Spahn erteilt Notfallzulassung von Curevac-Impfstoff Absage +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erneuert sein Versprechen, allen Menschen in Deutschland bis zum Sommer ein Impfangebot machen zu können. Einer Notfallzulassung des Impfstoffs von Curevac erteilt er eine Absage. "Die Daten sind noch gar nicht da." Insofern könne man auch keine Notfallzulassung erteilen. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ist dieser Ansicht. Er sehe die Notwendigkeit einer Notfallzulassung nicht. Deutschland habe mit einer genauen Prüfung der Impfstoffe "den richtigen Weg gewählt".

+++ 10:11 Mediziner: Auf manchen Intensivstationen nur ein Bett frei +++
Wegen steigender Infektionszahlen warnt ein Intensivmediziner der Berliner Charité vor einer Überlastung des Gesundheitssystems - auch zu Lasten von Patienten mit anderen Krankheiten. In einigen Regionen gebe es nur noch zehn Prozent freie Kapazitäten, sagt Steffen Weber-Carstens. "Was bedeuten zehn Prozent? Die durchschnittliche Größe der Intensivstationen ist zehn bis zwölf Betten. Das bedeutet: pro Intensivstation genau ein Bett." Dieses werde auch vorgehalten für Patienten zum Beispiel mit Schlaganfall oder Unfällen - und für Covid-19-Patienten. "Wir brauchen jetzt an dieser Stelle eine Kontrolle der Infektionsdynamik. Sonst werden wir das in Zukunft auf den Intensivstationen nicht mehr adäquat leisten können", sagt der Mediziner.

+++ 10:00 Lage in Kliniken dramatisch: RKI-Chef fordert Politik zum Handeln auf +++
Das Robert-Koch-Institut fordert die Politik eindringlich dazu auf, die dritte Welle in der Pandemie zu brechen. "Wir müssen die Zahlen runterbringen. Es ist naiv zu glauben, das Virus wegtesten zu können. Das funktioniert nicht", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Dazu seien Verordnungen, wirksame Strategien und konsequente Umsetzungen nötig. Die Lage in den Kliniken sei teils dramatisch. "Todeszahlen stagnieren, aber sie gehen nicht mehr zurück", sagt Wieler. "Klar ist: Wir müssen jetzt handeln." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:51 50.000 deutsche Praxen wollen kommende Woche mitimpfen +++
Kommende Woche haben 50.000 Arztpraxen Bedarf an Impfstoffen angemeldet, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn. In der vergangenen Woche seien es noch 35.000, diese Woche 45.000 Hausärzte gewesen. Die Arztpraxen meldeten in etwa gleicher Größenordnung Bedarf an Impfstoffen von Biontech und Astrazeneca an.

+++ 09:42 Nur Hälfte der PCR-Test-Kapazitäten wird derzeit genutzt +++
Derzeit wird in Deutschland nur die Hälfte der Kapazitäten für PCR-Testungen genutzt. Das sagt Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts, in Berlin. Er fordert Hausärzte dazu auf, alle Patienten, die Corona-Symptome aufweisen, einem PCR-Test zu unterziehen. Die Testmethode, bei der ein Rachenabstrich im Labor untersucht wird, gilt nach wie vor als die zuverlässigste im Erkennen einer Corona-Infektion.

+++ 09:30 RKI: Meiste Neuinfektionen bei 15- bis 49-Jährigen +++
Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ruft zum Handeln auf. "Die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich teilweise dramatisch zu." Es sei jetzt zwingend notwendig, die Kontakte weiter zu reduzieren. Die meisten Neuerkrankungen seien mittlerweile bei den 15- bis 49-Jährigen zu verzeichnen. Die besonders ansteckende Mutante B.1.1.7 habe einen Anteil von 90 Prozent erreicht. Es sei zwar positiv, dass mittlerweile 17 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal geimpft seien. Doch: "Der Großteil der Bevölkerung ist eben nicht geimpft." Und sehr viele Menschen müssten noch monatelang auf ihre Impfung warten.

+++ 09:16 Spahn: Länder müssen auf "Bundes-Notbremse" nicht warten +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt mit Blick auf die aktuellen Zahlen zum Handeln. "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage", sagt er in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor zu hoch und steige sogar noch weiter. "Die Lage auf den Intensivstationen wird täglich kritischer." Er appelliere an die Bundesländer, umgehend weitere Einschränkungen zu verfügen und nicht bis Mitte nächster Woche zu warten, bis der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten Notbremse beschlossen habe. "Impfen und Testen allein reichen nicht, um die dritte Welle zu brechen." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:46 Scholz verteidigt Ausgangsbeschränkungen als "verhältnismäßig" +++
Trotz anhaltender Kritik verteidigt Vizekanzler Olaf Scholz die geplanten Ausgangsbeschränkungen wegen der dritten Corona-Welle als "verhältnismäßig". "Das hat überall geholfen. In vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden. Und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht", sagt der Finanzminister in der ARD. "Deshalb ist das eine Maßnahme, die zu den vielen anderen dazugehört. Und sie ist auch verhältnismäßig." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:33 Griechenland will Quarantänepflicht für Touristen aufheben +++
Für Touristen aus EU-Ländern soll von Montag an die einwöchige Quarantänepflicht bei der Einreise nach Griechenland wegfallen. Dem Vorhaben der Regierung müsse am Freitag noch der Corona-Expertenstab zustimmen, berichtet die Tageszeitung "Kathimerini". Voraussetzung sei, dass die Einreisenden entweder vollständig geimpft sind oder einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen können. Auch wird ein Teil der Ankommenden weiterhin per Zufallsprinzip nochmal getestet.

+++ 08:12 Novartis hilft bei Produktion von Covid-Medikament +++
Novartis will ein weiteres Covid-Medikament eines anderen Herstellers produzieren. Der Schweizer Pharmakonzern habe mit Roche ein Vorabkommen zur Produktion von Actemra unterzeichnet. So reserviere Novartis im Werk in Singapur Kapazitäten zur Massenproduktion des Wirkstoffs, der eigentlich zur Behandlung von Arthritis vorgesehen ist. Gegenwärtig liefen klinische Studien mit Actemra zur Behandlung von Coronavirus-Patienten mit Lungenentzündungen. Zuvor hatte Novartis bereits vereinbart, bei der Herstellung der Coronavirus-Impfstoffe von Curevac und Biontech zu helfen.

+++ 07:47 Klinikchef fordert Aufhebung der Impfpriorisierung +++
Angesichts des Infektionsgeschehens und der sich mit Corona-Patienten füllenden Krankenhäuser hat der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht, die Aufhebung der Impfpriorisierung gefordert. "Jetzt geht es um Geschwindigkeit", sagt er. Man müsse verstärkt diejenigen impfen, die viel unterwegs sind, Kontakte haben und gefährdeter sind, sich anzustecken. "Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst viele Leute zu impfen und sich nicht endlos in bürokratischen Diskussionen um Priorisierungslisten aufzuhalten", so Albrecht.

+++ 07:23 Neuinfektionen in Indien übersteigen erstmals 200.000 +++
In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 200.739 Neuinfektionen - das sind erstmals mehr als 200.000 binnen 24 Stunden. Damit haben sich nachweislich mehr als 14,1 Millionen Menschen in Indien mit dem Coronavirus angesteckt. Nur die USA weisen mit mehr als 31,4 Millionen mehr Ansteckungsfälle auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sei um 1038 auf 173.123 gestiegen, teilt das Ministerium in Neu-Delhi mit.

+++ 07:02 Hotelkette Maritim sieht sich zu "Notverkäufen" gezwungen +++
Wegen knapper Kassen in der Coronakrise sieht sich die Hotelkette Maritim gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen. Man habe in Pandemiezeiten einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen, teilt das Unternehmen aus Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen mit. "Obwohl wir vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt haben, müssen wir nun über Hotel-Notverkäufe unser Überleben sichern", erklärt die Inhaberin des Familienunternehmens, Monika Gommolla. Staatliche Hilfen seien nahezu ausgeblieben, es seien bisher nur zwei Millionen Euro ausgezahlt worden. "Dies erweckt den Eindruck, dass der größere Mittelstand in den betroffenen Branchen sich selbst überlassen und so kaputt gemacht wird", so Gommolla. Das Unternehmen mit seinen weltweit rund 5000 Beschäftigten hat nach eigenen Angaben 40 Hotels, 29 davon im Inland mit 3000 Beschäftigten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:37 Notbremse: Juristen im Kanzleramt äußern rechtliche Bedenken +++
Experten im Bundeskanzleramt haben laut einem Medienbericht rechtliche Bedenken angesichts der Notbremse des Bundes zur Eindämmung der Pandemie. Mehrere Referate des Kanzleramts stellten laut einem Bericht der "Bild" die Verhältnismäßigkeit der geplanten nächtlichen Ausgangssperre in Frage. In einem Vermerk von Anfang März erklärte demnach eine Rechtsexpertin des Gesundheitsreferats, die "grundsätzliche Geltung einer nächtlichen Ausgangssperre" sei mit Blick auf die "Verhältnismäßigkeit" und die "derzeit nicht belegte Wirksamkeit" problematisch und vor Gericht als rechtswidrig eingestuft worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:10 London hält Zahlen über Impfstoffexporte zurück +++
Unter Verweis auf die nationale Sicherheit verzögert die britische Regierung Angaben zu Impfstoffexporten. In einem Schreiben an die Deutsche Presse-Agentur betont das Außenministerium in London, die Informationen seien vorhanden. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob es im öffentlichen Interesse liege, sie zu veröffentlichen. Eine Antwort könne daher frühestens im Mai erfolgen. Die dpa hatte in einem sogenannten Freedom of Information Request um Auskunft gebeten, wie viele Impfstoffdosen aus Großbritannien bis zum 10. März exportiert wurden und in welche Länder sie gingen. Diese Anfragen müssen in der Regel innerhalb von 20 Werktagen beantwortet werden. Die EU hatte Großbritannien vorgeworfen, Impfstoffexporte zu blockieren, und führte unter anderem deswegen einen Exportkontrollmechanismus ein.

+++ 05:36 "Starker Anstieg setzt sich fort": Weit über 29.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen nähert sich wieder der 30.000er-Marke: Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 29.426 neue Fälle gemeldet. Das sind 9019 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 293 Menschen sind nach einer Infektion verstorben, zwölf weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 160,1 (153,2). In seinem aktuellen Lagebericht schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort." Rund um die Osterfeiertage sei weniger getestet und gemeldet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:27 Rekordumsatz für englische Pubs nach Wiedereröffnung +++
Der erste Öffnungstag nach Monaten im Lockdown hat englischen Pubs und Gaststätten Rekordeinnahmen beschert. Der Verkauf von Bier, Wein und Sekt in den Pubs sei am Montag um 113 Prozent höher gewesen als am selben Tag 2019, ermittelte der Branchenanalyst CGA. Dabei hat derzeit nur die Außengastronomie geöffnet und vor allem am Vormittag herrschten in London und weiten Teilen Englands winterliche Temperaturen. Schätzungen zufolge verfügen etwa 40 Prozent der Gaststätten in England über ausreichend Plätze im Freien, um unter den geltenden Regeln zu öffnen.

+++ 03:23 Argentiniens Regierung verhängt Ausgangssperre +++
Die Regierung von Argentinien verhängt wieder strenge Ausgangssperren über große Teile des südamerikanischen Landes. Im Großraum Buenos Aires dürfen die Menschen ab Freitag zwischen 20 Uhr und 6 Uhr ihre Häuser nicht verlassen. Ausgenommen sind lediglich Arbeiter in essenziellen Sektoren. Alle sozialen, sportlichen, kulturellen und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden untersagt. Schulen und Kindergärten schließen bis Ende April. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen - das entspricht rund 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Argentinien neue Höchstwerte erreicht. Am Dienstag wurden gut 27.000 neue Corona-Fälle registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

+++ 02:08 Irans Innenminister mit Covid-19 im Krankenhaus +++
Der iranische Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli wird wegen seiner Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt. Fasli hatte wegen seiner Infektion bereits nicht an den Sitzungen des Corona-Krisenstabs teilnehmen können. Der Iran steckt seit letzter Woche in der vierten Corona-Welle mit stark steigenden Infektions- und Sterbezahlen. Das Gesundheitsministerium meldete zuletzt 304 Todesfälle und 25.582 Neuinfektionen binnen eines Tages. Wegen der durch die US-Sanktionen bedingten Wirtschaftskrise kann der Iran nicht ausreichend Impfstoffe einführen. Die im Land hergestellten Impfstoffe sind noch in der Testphase. Massenimpfungen für die über 83 Millionen Iraner sind daher erst für Mitte September geplant.

+++ 01:49 Intensivmediziner: "Können uns keine wochenlangen Diskussionen leisten" +++
Deutschlands Intensivmediziner fordern von der Politik sofort harte Corona-Schutzmaßnahmen. "Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren", warnt der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Christian Karagiannidis, im "Tagesspiegel". Die Vereinigung erwartet, dass der bisherige Höchststand von etwa 6000 Covid-19-Intensivpatienten noch im April wieder erreicht wird. Wenn das geplante Bundesgesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7000 steigen, prognostiziert der jetzige DIVI-Präsident Gernot Marx.

+++ 00:56 Belgien hebt Reiseverbot auf +++
Seit Ende Januar gilt für Belgien ein strenges Ein- und Ausreiseverbot. Wer das Land verlassen oder betreten will, muss zwingende Gründe vorlegen. Nun läuft die umstrittene Regelung aus. Die Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie werde nicht über den 18. April hinaus verlängert, kündigt Regierungschef Alexander De Croo an. Die EU-Kommission hatte die Regelung wiederholt als unverhältnismäßig kritisiert. Darüber hinaus stellte De Croo zahlreiche Lockerungen in Aussicht, so soll etwa die Gastronomie Außenbereiche im Mai wieder bewirtschaften können. Schulen öffnen regulär am kommenden Montag wieder.

+++ 00:02 Beratergremium zu Johnson & Johnson vertagt sich +++
Die Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson bleiben in den USA noch länger ausgesetzt. Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat sich in einem stundenlangen Notfalltreffen dafür ausgesprochen, vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst mehr Informationen zu sammeln. In etwa einer Woche soll es ein weiteres Treffen geben.

+++ 23:12 Infektionsschutzgesetz: Lederer vermisst Möglichkeit für Open-Air-Veranstaltungen +++
Berlins Kultursenator Klaus Lederer kritisiert mangelnde Perspektiven für die Kultur bei der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der aktuelle Kabinettsentwurf ein pauschales Verbot kultureller Veranstaltungen ohne Unterscheidung zwischen Innenräumen und unter freiem Himmel vorsehe. Open-Air-Veranstaltungen mit beschränkter Teilnehmerzahl, Mindestabstand und Hygieneregeln seien eine sichere Alternative. "Öffentliche Parks und Gärten, Freiflächen und große Plätze sind nicht Gefahrenherde, sondern diejenigen Orte, an denen Kontakte, die in Innenräumen problematisch sind, am schnellsten wieder möglich werden", so der Linken-Politiker.

+++ 22:31 Mehr als 1000 Fälle bei größtem religiösen Fest der Welt in Indien +++
Beim größten religiösen Fest der Welt werden in Indien mehr als 1000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Von rund 50.000 innerhalb von zwei Tagen beim Kumbh-Mela-Fest in Haridwar genommenen Tests seien 1002 positiv ausgefallen, erklären Behördenvertreter. Ungeachtet der Pandemie haben dort Zehntausende Menschen als Teil eines Rituals ein Bad im Ganges genommen und sich dabei dicht an dicht gedrängt. Das Ritual gehört zu den heiligsten Zeremonien der Hindus und findet in Haridwar nur alle zwölf Jahre statt. Die Menschen seien überzeugt, "dass Mutter Ganga sie vor dieser Pandemie retten wird", sagt Siddharth Chakrapani, ein Mitglied eines der Organisationskomitees der Kumbh Mela. Experten machen große religiöse Veranstaltungen und politische Wahlkampfkundgebungen für die derzeitige Welle von Coronavirus-Infektionen in Indien verantwortlich. Erst kürzlich hat Indien Brasilien als Land mit der zweithöchsten Zahl an Infektionen weltweit überholt.

+++ 22:10 Israel öffnet ab 23. Mai wieder für Touristen - Reisende brauchen Impfung und negativen Test +++
Nach einjähriger Einreisesperre wegen der Pandemie lässt Israel vom 23. Mai an wieder Touristen ins Land. Voraussetzung sei, dass die Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind und zusätzlich einen negativen PCR-Test nachweisen können, teilen die Ministerien für Gesundheit und Tourismus des Landes mit. Nach ihrer Ankunft müssten sich die Touristen zudem einem Antikörpertest unterziehen, um ihre Immunisierung gegen das Virus nachzuweisen. Die Einreisegenehmigung für Touristen gilt zunächst nur für eine begrenzte Zahl von Gruppenreisenden. In einem zweiten Schritt sollten die Grenzen dann auch für Individualreisende wieder geöffnet werden. Die Pflicht für den Antikörpertest zum Nachweis der Corona-Impfung könne unter Umständen aufgehoben werden, erklären die Ministerien. Dies sei vom Fortschritt der Verhandlungen mit anderen Staaten zur gegenseitigen Anerkennung von Impfbescheinigungen abhängig.

+++ 21:51 Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde gegen Bundes-Notbremse an +++
Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf: Die Bundesvereinigung kündigt an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen. "Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden", sagt Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister ist. Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen. Aus Sicht der Freien Wähler werde mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes das Subsidiaritätsprinzip ausgehebelt.

+++ 21:29 In England sollen flächendeckend "Long Covid"-Zentren entstehen +++
In England sollen flächendeckend Zentren zur Behandlung von Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung (Long Covid) geschaffen werden. Das kündigt der Chef des englischen Gesundheitsdienstes NHS, Simon Stevens, an. Bis Ende des Monats solle es bereits 83 solcher Zentren in ganz England geben. Unter Long Covid oder Post Covid werden Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung verstanden, die auch Menschen mit zunächst nur leichten Symptomen betreffen können. Unter anderem gehören dazu Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust und Konzentrationsprobleme. Daten der britischen Statistikbehörde ONS zufolge haben mindestens 600.000 Menschen in England länger als zwölf Wochen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gelitten.

+++ 21:02 25.798 neue Fälle: Deutschland verzeichnet höchsten Tageszuwachs seit Mitte Januar +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.056.901 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 25.798 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Tageszuwachs seit dem 8. Januar (26.388). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 312 auf 79.234. Als aktuell infiziert gelten rund 257.282 Personen.

Wie gestern liegen weiterhin 15 von 16 Bundesländern bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mindestens 100. Die einzige Ausnahme ist Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 77,5 (- 0,2 zum Vortag). Mit Sachsen-Anhalt liegt heute ein drittes Bundesland über 200. Alle Länder außer Schleswig-Holstein und das Saarland melden heute steigende Werte.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/chf/dpa/AFP/rts/DJ

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.