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Stern-RTL-Wahltrend Ist die Wahl wirklich schon entschieden?

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Will die FDP zurück in den Bundestag führen: Christian Lindner.

picture alliance / Bernd Thissen

Noch sechseinhalb Wochen bis zur Bundestagswahl: Der Abstand zwischen Union und SPD bleibt groß. Wesentlich spannender ist es derweil für die FDP im Kampf um Platz drei.

Für Sozialdemokraten gibt es auch mit Blick auf den neuen Stern-RTL-Wahltrend kaum Grund zur Zuversicht. Sechseinhalb Wochen vor der Bundestagswahl gewinnt die SPD zwar einen Punkt zur Vorwoche und liegt damit nun bei 23 Prozent. Der Abstand zu CDU und CSU bleibt aber groß. Die Union steht seit vier Wochen unverändert bei 40 Prozent.

Noch größer ist der Vorsprung in der Kanzlerpräferenz. Nur 21 Prozent der Deutschen sprechen sich für SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz aus. 50 Prozent - das sind zwei Punkte weniger als zuletzt - würden sich für Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel entscheiden.

Auch bei den übrigen Parteien tut sich in der Forsa-Umfrage wenig. Die FDP verliert einen Punkt und rutscht auf 7 Prozent ab. Linke, Grüne und AfD bleiben allesamt unverändert bei jeweils 8 Prozent. Das Rennen zwischen den kleineren Parteien bleibt also knapp. FDP-Chef Christian Lindner hatte die Wahl zuletzt für entschieden erklärt. Das Rennen um Platz eins sei gelaufen, Angela Merkel bleibe Bundeskanzlerin. "Die spannende Entscheidung ist der Platz drei. Daran zeigt sich, welche Botschaft von der Bundestagswahl ausgeht", sagte Lindner.

Im Hinblick auf mögliche Koalitionen haben die neuen Zahlen folgende Auswirkungen: Für eine Große Koalition würde es weiterhin locker reichen (63 Prozent), Schwarz-Grün (48 Prozent) hätte eine knappe (48), Schwarz-Gelb (47) allenfalls eine hauchdünne Mehrheit. Sowohl ein rot-rot-grünes (39) als auch ein Ampel-Bündnis (38) sind davon zurzeit weit entfernt.

Die Umfrage wurde bis zum 4. August durchgeführt. Mögliche Auswirkungen der politischen Lage in Niedersachsen konnten daher noch nicht berücksichtigt werden. Das Gleiche gilt für die Aussagen von FDP-Chef Lindner über die Krim.

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Quelle: n-tv.de, cro

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