Politik

ntv.de Koalitionsrechner Nach der Wahl in Schleswig-Holstein: Wer mit wem in Kiel?

Klarer Wahlsieg im Norden: Die CDU geht gestärkt aus der Landtagswahl hervor. Der amtierende Ministerpräsident Günther verfügt künftig über komfortable Mehrheitsverhältnisse. Welche Parteien-Bündnisse sind rein rechnerisch möglich?

Die CDU hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar gewonnen. Das starke Abschneiden der Christdemokraten ist für den seit 2017 amtierenden Ministerpräsidenten Daniel Günther auch ein großer persönlicher Erfolg. Der 48-Jährige gehört bundesweit zu den Ministerpräsidenten mit den höchsten Beliebtheitswerten.

Als Chef der stärksten Partei kann Günther nun unter verschiedenen Optionen frei auswählen. Theoretisch könnte er das Jamaika-Dreierbündnis mit Grünen und FDP einfach fortsetzen. Das gilt aber als unwahrscheinlich, weil die Mehrheitsverhältnisse auch für ein komfortableres Zweierbündnis ausreichen. Das vorläufige amtliche Endergebnis bestätigt die ersten Eindrücke vom Wahlabend: Mit künftig 34 von 69 Sitzen im Landtag wäre für Günther sowohl eine Regierung mit den Grünen, als auch mit der SPD, der FDP oder mit dem SSW möglich.

Ein Blick auf den ntv.de Koalitionsrechner:

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Hinweis: Alle Daten, alle Infografiken zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident will in den kommenden Tagen mit seinen bisherigen Koalitionspartnern Grüne und FDP Gespräche über die nächste Landesregierung führen. Es sei für ihn "vollkommen klar", dass er nun mit den beiden Parteien Gespräche führe, sagte Günther noch am Wahlabend in Kiel.

"Der Wahlsieger dieses Abends ist die CDU", sagte Günther. Das Ergebnis sei ein "enormer Vertrauensbeweis" der Wählerinnen und Wähler. Er persönlich habe ebenfalls eine enorme Unterstützung erfahren, "was mich auch berührt, auch persönlich."

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Den deutlichen Wahlsieg der CDU brachte Günther dabei aber auch in Zusammenhang mit der Regierungsarbeit der vergangenen fünf Jahre. "Dieses Vertrauen, auch diese Unterstützung, die wir bekommen haben, liegt auch an unseren Koalitionspartnern." Seine Jamaika-Koalition habe einen neuen Stil für Schleswig-Holstein geprägt.

Stehen die Zeichen in Kiel auf Schwarz-Grün oder auf Schwarz-Gelb? "Die Menschen im Land wollen, dass wir weiter Regierungsverantwortung tragen", erklärte Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold.

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Auch die Grünen-Parteivorsitzende Ricarda Lang betonte die Bereitschaft der Grünen, in Kiel erneut Regierungsverantwortung zu übernehmen. Es gebe in Schleswig-Holstein "mehrere Wahlsieger", sagte Lang. Die Grünen gehörten neben der CDU dazu. FDP-Vize Wolfgang Kubicki sprach sich für ein Regierungsbündnis zwischen der CDU und seiner Partei aus. Die FDP habe allerdings ein "nur durchschnittliches Ergebnis" erzielen können, räumte Kubicki ein. Das Wichtigste sei für ihn jedoch: "Es gibt eine Mehrheit von CDU und Liberalen."

Der Wahlerfolg des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW) im Hintergrund bringt noch eine ganz andere Konstellation ins Spiel: Wahlsieger Günther könnte im Fall schwieriger Verhandlungen mit Grünen oder FDP auch mit dem SSW sprechen. Ein solches Schwarz-Dunkelblaues-Bündnis käme im Kieler Landtag mit 38 Sitzen ebenfalls auf eine tragfähige Mehrheit.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP/dpa

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