Politik

CDU gewinnt, Grüne vor der SPD Alle Daten zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein hat gewählt: Die CDU fährt einen deutlichen Wahlsieg ein, der amtierende Ministerpräsident Günther kann sich den künftigen Koalitionspartner aussuchen. Wie geht es zwischen Nord- und Ostsee weiter? Alle Daten zur Landtagswahl im Überblick.

In Schleswig-Holstein hat die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Daniel Günther, die Landtagswahl unerwartet deutlich gewonnen. Das vorläufige amtliche Endergebnis bestätigt die ersten Eindrücke vom Wahlabend: Die Christdemokraten liegen nach Auszählung der Stimmen mit großem Abstand vor allen anderen Parteien.

Günther kann sich damit aussuchen, mit wem er nach fünf Jahren schwarz-grün-gelber Jamaika-Koalition künftig regieren wird. Die SPD stürzte in Schleswig-Holstein ab und muss dort ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl verkraften. Die Sozialdemokraten landeten hinter den Grünen auf Platz drei. Viertstärkste Kraft wurde die FDP.

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Die CDU kam laut vorläufigem Endergebnis auf 43,4 Prozent der abgegebenen Stimmen, gefolgt von den Grünen um Landesfinanzministerin Monika Heinold mit 18,3 Prozent und der SPD unter Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller mit 16,0 Prozent.

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Wahlsieger Günther kann sich über solide Mehrheitsverhältnisse freuen und darauf vorbereiten, weitere fünf Jahre die Regierungsgeschäfte in Schleswig-Holstein zu führen. Im Kieler Landtag kontrollieren die Christdemokraten künftig 34 der regulär 69 Sitze. Die CDU liegt damit nur hauchdünn unter der Schwelle zur absoluten Mehrheit.

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Dass die schwarz-grün-gelbe "Jamaika"-Koalition in Schleswig-Holstein fortgesetzt wird, erscheint auf Basis dieser Ergebnisse höchst unwahrscheinlich. Die bisher noch mit CDU und Grünen regierende FDP erhielt 6,4 Prozent und wird im Landesparlament künftig nur noch mit fünf Abgeordneten vertreten sein.

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Der aufgrund einer Sonderregelung von der Fünfprozent-Hürde ausgenommene Südschleswigsche Wählerverband (SSW) erreichte 5,7 Prozent gesehen und liegt damit erstmals überhaupt über der Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD erzielte im Norden nur 4,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Rechten scheiterten damit am Wiedereinzug in den Kieler Landtag.

Die Wahllokale schlossen Punkt 18.00 Uhr. Die Auszählung der Stimmen war gut eineinhalb Stunden nach Mitternacht vorläufig abgeschlossen. Wahlberechtigt waren im nördlichsten Bundesland Deutschlands gut 2,3 Millionen Personen.

Die letzten Umfragen vor der Wahl hatten die CDU in dem Bundesland klar vorn gesehen, aber einen Stimmenanteil unter 40 Prozent vorhergesagt. Mit dem Wahlergebnis von 43,4 Prozent hat CDU-Politiker Günther selbst die eigenen Zielvorgaben übertroffen.

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Der Landtag von Schleswig-Holstein wird alle fünf Jahre neu gewählt. Das schleswig-holsteinische Parlament in der Landeshauptstadt Kiel umfasst regulär mindestens 69 Sitze. Zur Wahl traten diesmal insgesamt 16 Parteien an.

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Jeder Wahlberechtigte des rund 2,9 Millionen Einwohner zählenden Bundeslandes verfügt über zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird ein Wahlkreiskandidat gewählt, die Zweitstimme zählt für die Landesliste einer Partei oder politischen Vereinigung.

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Wahlkreiskandidaten, die in ihrem Wahlkreis die relative Mehrheit der Erststimmen errungen haben, ziehen direkt in den Landtag ein. Weitere Sitze werden auf Parteien, die mindestens fünf Prozent der gültigen Zweitstimmen errungen haben, gemäß ihrer im ganzen Land erzielten Zweitstimmenzahl verteilt. Ausgenommen von der Fünf-Prozent-Hürde sind Wahlvorschläge des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), der die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein vertritt.

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Das Wahlergebnis im nördlichsten Bundesland ist mit Blick auf die Bundespolitik von gewisser Bedeutung. Für die CDU war es nach einer Serie von Niederlagen im Bund und mehreren Ländern - zuletzt im Saarland - erstmals seit nahezu einem Jahr wieder ein durchschlagender Erfolg. Wichtiger noch wird allerdings die Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen am kommenden Sonntag.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP/dpa

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