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Olympiasieger dominieren Ehrung Goldene Mihambo macht das Triple perfekt

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Mihambo wiederholt ihren Triumph erneut.

(Foto: dpa)

Am Ende des Jahres geht es für Sportler darum, die erarbeiteten Lorbeeren zu vergolden. Die wichtigste deutsche Auszeichnung ist der "Sportler des Jahres". An Weitspringerin Malaika Mihambo kommt auch diesmal keine vorbei. Bei den Teams entscheidet ein Fabel-Weltrekord und Zverevs Jahr wird noch goldener.

Tennisstar Alexander Zverev, Weitsprung-Königin Malaika Mihambo und der Bahnrad-Vierer der Frauen sind Deutschlands Sportler des Jahres 2021. Die Preisträger erhielten die Auszeichnungen im Kurhaus Baden-Baden bei einer Gala, die von den Erfolgen bei den Olympischen Spielen in Tokio bestimmt wurde. Zverev und Mihambo wurden als beste Einzelsportler geehrt, der Bahn-Vierer als Mannschaft des Jahres.

Zverev gewann die Abstimmung nach einem herausragenden Jahr mit Olympia-Gold, zwei Masters-Titeln und dem Gewinn der ATP Finals mit deutlichem Vorsprung. Der 24-Jährige tritt die Nachfolge von Eishockey-Profi Leon Draisaitl an, für das deutsche Tennis ist es die erste Auszeichnung bei den Männern seit Michael Stich im Jahr 1991. Schwimm-Olympiasieger Florian Wellbrock und Skiflug-Weltmeister Karl Geiger landeten auf den Plätzen zwei und drei.

"Ich sehe meine Goldmedaille zu Hause jeden Tag", erzählte der Tennisstar jüngst: "Da kommen die Emotionen automatisch hoch." Erfolge hatte dieses Jahr für den Hamburger viele parat. Sechs Turniersiege sammelte Zverev, darunter zwei Masters-Titel sowie den Triumph bei den ATP Finals in Turin, als er sich zum Saisonabschluss zum Besten der Besten krönte. Und doch überstrahlt ein Sieg alles andere. "Die olympische Goldmedaille", betonte der 24-Jährige stolz, "wird immer über allem stehen."

Mihambo siegt im Thriller

Mihambo wurde zum dritten Mal nacheinander zur besten Sportlerin gekürt. Die Wahl unter deutschen Sportjournalisten ging bei den Frauen noch deutlicher als bei den Männern aus: Die 27-Jährige, die sich in Tokio mit ihrem letzten Versuch Gold gesichert hatte, setzte sich vor den Olympiasiegerinnen Aline Rotter-Focken im Ringen und Slalom-Kanutin Ricarda Funk durch.

"Ich habe in diesem Jahr auch einen Menschen am Sterbebett besucht, und ich habe gesehen, dass das für diese Person sehr, sehr wichtig war", erzählte Weitsprung-Königin Mihambo zuletzt: "Es erstaunt mich, und es macht mich glücklich zu wissen, dass ich für Menschen etwas ganz Besonderes sein kann. Und es gibt mir noch mehr Mut, den Weg so zu gehen, wie ich ihn gehe."

Und ihr Weg führte Mihambo in diesem Jahr endgültig nach ganz oben: Nach Gold bei der EM und WM kürte sich die 27-Jährige in Tokio zur Olympiasiegerin im Weitsprung. Und wie. Nach einem echten Thriller, super nervenstark, mit ihrem letzten Versuch auf 7,00 Meter. "Ich glaube, es war bei den Frauen der spannendste Weitsprung-Wettkampf der Geschichte", sagte Mihambo.

Drei Weltrekorde führen zu Gold

Der Frauen-Vierer landete bei der Abstimmung ebenso klar vor der Dressur-Equipe und den Tischtennis-Männern. Lisa Brennauer, Franziska Brauße, Mieke Kröger und Lisa Klein waren in Tokio mit Weltrekord zu Gold gefahren und treten nun in die Fußstapfen des Vorjahressiegers und Fußball-Rekordmeisters Bayern München. Im Anschluss an den Olympia-Coup gewann der Bahnrad-Vierer auch den WM- und EM-Titel.

"Es ist einfach eine Harmonie", sagte Klein, "wenn es läuft, ist es wie auf Schienen." Es ist der erste Triumph für den Radsport in dieser Kategorie seit 2000. Damals wurde der Bahn-Vierer der Männer für die Olympia-Leistungen in Sydney ausgezeichnet. In Tokio glänzten die Frauen. Schon in der Qualifikation stellten Brennauer und Co. in 4:07,307 Minuten einen Weltrekord auf, den sie in der nächsten Runde noch einmal auf 4:06,159 Minuten verbesserten. Im Finale gegen Großbritannien lagen sie von Beginn an in Führung, bildeten eine perfekte Einheit auf dem Holzoval und wurden abermals in Weltrekordzeit Olympiasiegerinnen.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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