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13 Prozent der Spieler infiziert Sportmediziner: Hohe Corona-Zahlen in Bundesliga

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Die 18 Erstligisten haben in der vergangenen Spielzeit die Infektionen von 69 Profis öffentlich gemacht.

(Foto: picture alliance / Pressebildagentur ULMER)

In der vergangenen Spielzeit haben sich 69 Spieler der ersten Bundesliga mit dem Coronavirus infiziert. Das sei ein hoher Prozentsatz, sagt Sportmediziner Bloch. Eine Blase, in der die Fußballprofis von der Außenwelt abgeschirmt gewesen wären, hätte es einfach nicht gegeben.

Sportmediziner Wilhelm Bloch hat sich erstaunt über die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der abgelaufenen Saison der Fußball-Bundesliga gezeigt. "Abgeglichen mit dem, was wir an Fußballern in der ersten Bundesliga haben, ist das doch schon ein relativ hoher Prozentsatz von Spielern, die sich infiziert haben. Das muss man einfach sagen", sagte der Professor der Deutschen Sporthochschule dem Deutschlandfunk.

Dem Sender zufolge haben die 18 Erstligisten in der vergangenen Spielzeit die Infektionen von 69 Profis öffentlich gemacht. Das wären demnach rund 13 Prozent aller Bundesliga-Spieler und ein etwas höherer Schnitt als in der vergleichbaren Gruppe der Gesamtbevölkerung. Sportmediziner Bloch wies indes darauf hin, dass eine Blase, in der die Fußballprofis keinerlei Kontakt zur Außenwelt gehabt hätten, über eine Saison nicht umsetzbar gewesen sei.

Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga gab es in der abgelaufenen Spielzeit 217 Corona-Infektionen im Kreis von Spielern, Trainern und Betreuern der Erst- und Zweitligisten. "In zwei Fällen war ein Krankenhausaufenthalt von Spielern erforderlich, bei denen jedoch erfreulicherweise jeweils eine Entlassung nach wenigen Tagen folgte", sagte Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer, der auch die Task Force "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" des Profifußballs leitet.

Durch die hohe Zahl und zeitliche Dichte der Testungen habe es kaum eine Dunkelziffer bei den Infektionen im Profifußball gegeben, betonte der DFB-Mediziner. "Setzen wir die 217 positiven Fälle in Relation zu etwa 1700 regelmäßig getesteten Personen, liegt die Inzidenz in der Größenordnung der Allgemeinbevölkerung, wenn man die in Studien gefundene Dunkelziffer berücksichtigt."

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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