Das Formel-1-Fahrerfeld für 2024 füllt sich weiter. Alpha Tauri gab bekannt, auch im kommenden Jahr auf den Japaner Yuki Tsunoda und den australischen Routinier Daniel Ricciardo zu setzen. Dem Neuseeländer Liam Lawson, der beim Großen Preis von Japan (Sonntag, 7 Uhr MESZ/Sky und im Liveticker bei ntv.de) den derzeit verletzten Ricciardo bereits zum vierten Mal vertritt, bleibt nur die Rolle des Ersatzfahrers für beide Red-Bull-Rennställe. Ricciardo fehlt nach seinem komplizierten Handbruch vom Rennen in Zandvoort Ende August auch in Suzuka, und seine Genesung wird "noch eine Weile dauern", wie Renningenieur Jonathan Eddolls erklärte.
"Nächstes Jahr bleibt das technische Reglement weitgehend unverändert. Deshalb war es logisch, auch bei der Fahrerbesetzung auf Kontinuität zu setzen", sagte Teamchef Franz Tost: "Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, die Yuki in den letzten zweieinhalb Jahren in unserem Team gezeigt hat, und mit Daniels großer Erfahrung als Rennsieger werden wir 2024 eine der konkurrenzfähigsten Fahrerpaarungen in der Startaufstellung haben." Bei Lawson sei er davon überzeugt, dass dieser "bald eine Zukunft in der Formel 1" haben werde.
Der 23 Jahre alte Tsunoda fährt seit 2021 für Alpha Tauri. Ricciardo, inzwischen 34, war nach zwei Jahren bei McLaren erst zu dieser Saison als Ersatzmann zu Red Bull zurückgekehrt. Er löste dann vor der Sommerpause bei Alpha Tauri den enttäuschenden Nyck de Vries als Stammfahrer ab.
Damit ist nur noch ein Formel-1-Cockpit für das kommende Jahr frei. Die Verlängerung des Vertrags mit dem noch punktlosen Rookie Logan Sargeant bei Williams gilt dabei als wahrscheinlich. Als erste Alternative zum US-Amerikaner wird der noch amtierende Formel-2-Champion Felipe Drugovich (Brasilien/derzeit Ersatzfahrer bei Aston Martin) gehandelt. Mick Schumacher werden allenfalls Außenseiterchancen auf das Cockpit eingeräumt.
Der aktuelle Mercedes-Ersatzfahrer wurde bei Alpha Tauri ohnehin nicht als ernsthafter Kandidat gehandelt. Eine Chance könnte sich noch bei Williams ergeben. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher steht aber in Gesprächen mit Alpine, das ihn gerne für sein Sportwagenprogramm verpflichten würde. Es soll demnächst auch zu einem Test kommen.






