Formel1

Grand Prix wieder in der Eifel Formel 1 kehrt zurück auf den Nürburgring

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Rekordsieger auf dem Nürburgring ist Michael Schumacher.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sieben Jahre ist der Nürburgring von der Landkarte der Formel 1 verschwunden. Im Oktober wird die Rennserie wieder in der Eifel zu Gast sein. Die einst als "Grüne Hölle" bekannte Strecke ist dabei nicht der einzige Traditionskurs, der neu in den Corona-Rennkalender kommt.

Es ist offiziell: Der traditionsreiche Nürburgring feiert bald sein Comeback in der Formel 1. Vom 9. bis zum 11. Oktober gastiert die Königsklasse wieder in der Eifel, meldet die Rennserie. Der bislang letzte Grand Prix auf dem Nürburgring fand 2013 statt. Gewonnen hat damals Sebastian Vettel im Red Bull. Rekordsieger ist Michael Schumacher mit fünf Erfolgen.

Der 1927 eingeweihte Nürburgring ist die längste permanente Rennstrecke der Welt. Über Jahrzehnte war der Kurs Teil der Formel-1-Weltmeisterschaft. Mit der Insolvenz des Betreibers geriet der Nürburgring 2012 in wechselnde Eigentumsverhältnisse. Zuletzt wurde das Gelände unter anderem für verschiedene Veranstaltungen und Testfahrten genutzt.

Geplant wird dieses elfte Saisonrennen vorerst ohne Zuschauer. Dabei hatte es Gerüchte gegeben, dass ausschlaggebend für den Zuschlag war, Fans zum Rennen zuzulassen. Laut ntv-Experte Felix Görner sei es daher wichtig, "dass die Corona-Zahlen unten bleiben". Bei einem Deutschland-Rennen auf dem zuvor favorisierten Hockenheimring wäre der Besuch von Zuschauer ausgeschlossen gewesen. "Mit den Verordnungen in Baden-Württemberg ist das nicht machbar", sagte der Hockenheim-Geschäftsführer Jorn Teske.

Rückkehr nach Imola

Neben der deutschen Traditionsrennstrecke bestätigte die Formel 1 zwei weitere Rennen in Europa. Vom 23. bis 25. Oktober gastiert die Formel 1 erstmalig im portugiesischen Portimao. Zudem wird Imola in Italien vom 31. Oktober bis 1. November Teil der Rennserie. Der Standort blickt ebenfalls auf eine lange Rennsportgeschichte zurück. Von 1980 bis 2006 rasten die Boliden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari um Siege und Punkte.

Die Rennen in der Nähe von Bologna fanden unter dem Titel Großer Preis von San Marino ihren Platz im Rennkalender. Letzter Sieger war übrigens Michael Schumacher. Zugleich war Imola Ort eines der größten Dramen der Sportgeschichte. 1994 kam im Abschlusstraining Roland Ratzenberger ums Leben - einen Tag später starb F1-Legende Ayrton Senna bei einem Crash. Danach wurde das Streckenlayout entschärft.

"Wir freuen uns, dass wir bei der Fertigstellung unserer Pläne für die Saison 2020 weiter große Fortschritte machen", sagte Formel-1-Boss Chase Carey: "Wir möchten den Veranstaltern, den Teams und der Fia für ihre volle Unterstützung bei unseren Bemühungen danken, unseren Fans in dieser Saison spannende Rennen in einer beispiellosen Zeit zu bieten."

Weitere Rennen fallen aus

Die drei neuen Saisonstationen in Europa können allerdings nicht über die Corona-Krise hinwegtäuschen. Denn es brechen weitere etatmäßige Rennen weg. In den USA, Mexiko, Brasilien und Kanada wird in diesem Jahr kein Grand Prix stattfinden.

Fia-Präsident Jean Todt betonte: "Wir sind diesem Virus ausgeliefert, bis wir einen Impfstoff haben." Für die ersten drei Saisonrennen in Österreich (zwei) und Ungarn waren jeweils mehr als 4000 Coronatests nötig. Ein Aufwand, den Todt für gerechtfertigt hält: "Wir mussten den Motorsport wiederaufnehmen, wir mussten den Sport wiederaufnehmen, ebenso wie Geschäfte oder Restaurants wieder geöffnet werden mussten", sagte der 74-jährige Franzose: "Wir konnten uns nicht vorstellen, unbegrenzt in unseren Häusern eingesperrt zu bleiben."

Quelle: ntv.de, mdi/ara