Formel1

Wegen Angriffs auf die Ukraine Formel 1 zieht sich final aus Russland zurück

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Die Formel 1 zieht sich aus Russland zurück.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

In der Vorwoche sagt die Formel 1 den für September geplanten Grand Prix in Sotschi ab. Jetzt geht sie einen Schritt weiter und kündigt den Vertragt mit dem russischen Grand-Prix-Veranstalter. Die Zukunft des einzigen russischen Fahrers der Rennserie bleibt weiter ungewiss.

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel und Co. werden nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine auch in den nächsten Jahren nicht in Russland fahren. Die Formel 1 hat wegen des Krieges den Vertrag mit dem Veranstalter des Grand Prix von Russland gekündigt. Das gab die Königsklasse des Motorsports bekannt. In der Vorwoche war zunächst nur das für September geplante Rennen in Sotschi abgesagt worden.

"Die Formel 1 kann bestätigen, dass sie ihren Vertrag mit dem russischen Grand-Prix-Veranstalter gekündigt hat, was bedeutet, dass Russland in Zukunft kein Rennen mehr ausrichten wird", hieß es in einer Mitteilung. Die Formel 1 fuhr seit 2014 in Sotschi auf dem Gelände des Olympiaparks am Schwarzen Meer. Ab dem nächsten Jahr sollte das Rennen eigentlich in St. Petersburg stattfinden - dem Geburtsort von Wladimir Putin. Dieser Umzug fällt nun aus. Der Vertrag dort lief ursprünglich bis 2025.

Vettel hatte bereits vor der offiziellen Absage des Sotschi-Rennens betont, dass er ein Rennen in Russland boykottieren würde. "Menschen werden aus dummen Gründen getötet", sagte der Aston-Martin-Pilot, Russland habe eine "sehr seltsame und verrückte Führung". Deshalb wolle er nicht in Russland fahren: "Ich sollte nicht gehen, ich werde nicht gehen." In der nächsten Woche stehen in der Formel 1 die abschließenden Testfahrten in Bahrain auf dem Programm, ehe dort in der Wüste auch die Saison startet (20. März).

Mazepin-Zukunft ungewiss

Die Zukunft des einzigen russischen Piloten der Rennserie, Nikita Mazepin, steht ebenfalls weiter in den Sternen. Der Teamkollege von Mick Schumacher darf laut Motorsport-Weltverband zwar weiterhin unter neutraler Flagge starten, ist aber nicht bei allen Events erwünscht. So sprach der britische Automobilverband ein Teilnahmeverbot für Teams, Fahrer und Offizielle aus Russland und Belarus aus. Ein Start des Haas-Fahrers beim zehnten Saisonrennen am 3. Juli in Silverstone ist damit ausgeschlossen. Mazepins Rennlizenz wird in Großbritannien bis auf Weiteres nicht mehr anerkannt.

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Mazepins Weiterbeschäftigung beim US-Rennstall dürfte davon abhängen, wie es zwischen Haas und dem Titelsponsor Uralkali weitergeht. Mazepins milliardenschwerer Vater Dimitri ist Mehrheitsaktionär bei dem Bergbauunternehmen.

Haas entfernte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bei den Testfahrten in Barcelona am vergangenen Freitag das Logo des Groß-Geldgebers sowie dessen Farben, die denen der russischen Flagge entsprechen, von Rennwagen, Garage und Motorhome. Mick Schumacher überklebte in Barcelona das Uralkali-Logo auf seinem Rennanzug, auch auf der Webseite des Teams ist der Konzern augenscheinlich vollständig verschwunden, nur einige Fotos des Autos zeigen noch Uralkali. Juristen befassen sich mit dem Fortgang der Angelegenheit zwischen Team und Sponsor.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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