Fußball-EM

Eigentorwahnsinn und CR7 Deutschland holt furiosen ersten Dreier

imago1003200238h.jpg

Die deutsche Abwehr war nur selten am Boden. Die Action war meist im Strafraum der Portugiesen.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Heißer Tanz in München: In einer äußerst abwechslungsreichen Partie führt Deutschland 4:2 gegen Portugal. Cristiano Ronaldo legt vor, danach wackelt Löws Team nur kurz - und schlägt aber mit viel Spielfreude, Klasse und Gier zurück. Das Spektakel im Re-Liveticker.

Abpfiff: Die Jungs von Jogi Löw holen den ersten Dreier und haben nun die Qualifikation für das Achtelfinale wieder in der eigenen Hand.

19.48 Uhr: Deutschland wackelt mehrmals hinten. Aber gleich sind 90 Minuten gespielt. Vier Minuten Nachspielzeit gibt es.

19.39 Uhr: Glück für die DFB-Elf: Pfostenkracher von Renato Sanches, der völlig humorlos aus der Ferne abzieht. Neuer kann nur hinterhergucken.

19.28 Uhr: Portugal ist wieder da, es gibt kaum Zeit zum Durchatmen! Deutschland verteidigt einen Freistoß von halblinks richtig schlecht, Ronaldo kann auf Jota zurücklegen - und der Mann von FC Liverpool haut den Ball aus einem Meter in die Maschen. 2:4 aus der Sicht der Portugiesen.

imago1003198960h.jpg

Torschütze zum wunderschönen 3:1 - Kai Havertz (Nummer 7).

(Foto: imago images/Contrast)

19.20 Uhr: Tooooooooooooor für Deutschland. Flanke Kimmich, Kopfball Gosens, 4:1. Was ist hier denn los? Die DFB-Elf dreht aber mal so richtig auf. Der Profi von Atalanta Bergamo erzielt sein erstes Länderspieltor.

Zum umfassenden Liveticker gelangen Sie hier.

19.10 Uhr: Tooooooor für Deutschland. Havertz erzielt den ersten eigenen Treffer des DFB-Teams zum 3:1. Und was für ein wunderschöner Angriff es war, fast die gesamte Offensive ist beteiligt. Havertz selbst legt rechts in der Nähe des Strafraums ab, Müller und Kimmich spielen Doppelpass. Der DFB-Rückkehrer passt stark auf Gosens, der links viel Platz hat. Seine Hereingabe vollendet Havertz ganz cool.

18.48 Uhr: Halbzeit. Heißer Tanz in München: In einer äußerst abwechslungsreichen Partie führt Deutschland 2:1 gegen Portugal. Cristiano Ronaldo legt vor, nachdem die komplette DFB-Elf bei einem Konter pennt. Danach wackelt Löws Team kurz - schlägt aber doppelt zurück, indem es zwei Eigentore erzwingt. Erstmal durchatmen.

imago1003198585h.jpg

Da war es passiert: Das zweite Eigentor der Portugiesen bringt die DFB-Elf in Führung.

(Foto: imago images/Matthias Koch)

18.39 Uhr: Tooooooooor für Deutschland: Schon wieder ein Eigentor. Diesmal war's Guerreiro. Aber wieder stark erzwungen von der DFB-Elf: Havertz kann Müllers Hereingabe zunächst nichts verwerten. Kimmich setzt nach und passt scharf in den Fünfmeterraum. Der BVB-Profi Guerreiro hält sein Bein hin - und da war's gescheh'n.

18.36 Uhr: Toooooor für Deutschland: Müller spielt auf Kimmich, der von rechts quer über den Strafraum zu Gosens flankt. Der Linksverteidiger spielt den Ball wuchtig und direkt in die Mitte, wo Havertz lauert. Vor ihm schiebt aber Rúben Dias die Kugel zum 1:1 ins Netz.

imago1003197709h.jpg

Torschütze zum 1:0 - Cristiano Ronaldo.

(Foto: imago images/Chai v.d. Laage)

18.26 Uhr: Abkühlungspause, kurz sortieren: Die DFB-Elf spielt offensiv stark. Aber hinten tat sich bei einem Konter nach drei Pässen eine riesige Lücke auf. Danach wackelte Löws Defensive erneut. Das wird ein heißer Tanz!

18.16 Uhr: Die kalte Dusche, Deutschland war hier am Drücker: Nach einer Ecke kontert Portugal und nach einem langen Ball von Bernado Silva ist Jota völlig frei vor Neuer. Der Liverpool-Star legt ab auf den in der Mitte lauernden Ronaldo, der nur noch einschieben braucht.

imago1003197496h.jpg

Diese Elf soll es gegen Portugal richten.

(Foto: imago images/Team 2)

18.12 Uhr: Die DFB-Elf macht weiter Druck. Einen Fernschuss von Havertz kann Torwart Rui Patricio nur nach vorne abwehren. Gnabry setzt nach, aber kein Mitspieler findet seine Ablage. Kurz darauf wird nach Zuspiel von Gosens ein Schuss von Kroos noch gerade geblockt.

18.06 Uhr: Blitzstart: Tor für Deutschland - aber der Treffer zählt nicht wegen Abseits. Ginter flankt von rechts, Gnabry fliegt in der Mitte des Strafraums noch am Ball vorbei. Aber von hinten rauscht Gosens heran und vollendet artistisch. Weil aber Gnabry bei seiner Aktion im Abseits stand, nimmt der Schiedsrichter den Treffer direkt zurück.

18.00 Uhr: Die Nationalhymnen sind gesungen. Die Platzwahl ist entschieden. Los geht's, die DFB stößt an.

imago1003196276h.jpg

Kann Löws Elf Cristiano Ronaldo stoppen?

(Foto: imago images/Matthias Koch)

17.55 Uhr: Der Bundestrainer sagte vor der Partie, dass seine Mannschaft Ronaldo nicht in Sonderbewachung nehmen werde. "Nein, das machen wir ja grundsätzlich nicht. Cristiano Ronaldo ist ja auch so, dass er häufig auf links rausgeht, mal auf rechts auf den Flügel. Da wollen wir nicht alles aufreißen lassen, sondern den Raum, wo jemand ist, zumachen. Da müssen wir den Gegner bekämpfen. Das ist die Aufgabe", erklärte Löw. Der EM-Rekordtorschütze hat zwar bereits vier Länderspiele gegen das DFB-Team absolviert, aber noch nie ein Tor geschossen. Im Klub-Fußball traf er mit seinem Ex-Verein Real Madrid dafür schon neun Mal gegen Manuel Neuer - zum letzten Mal jedoch 2017.

17.44 Uhr: Jürgen Klopp kritisiert Löws unveränderte Taktik vor dem Spiel. "Ich würde mit dieser Mannschaft Viererkette spielen", sagte der Teammanager des FC Liverpool bei Magenta TV. "Ich mag das System nicht so gern." Klopp könnte sich dagegen ein Mittelfeld mit Joshua Kimmich, İlkay Gündoğan und Toni Kroos extrem gut vorstellen. Da wäre jeder auf der Position, auf der er sich wohlfühlt." Das System mit Dreierkette verursache aus seiner Sicht viele "kleine Probleme in Abläufen".

17.39 Uhr: Viel wurde vor der Partie über das mangelhafte deutsche Offensivspiel diskutiert. Thomas Müller, Serge Gnabry und Kai Havertz hatten gegen Frankreich kaum für Gefahr sorgen können. Die Besetzung im Strafraum war unbefriedigend - auch weil der DFB-Elf schlichtweg ein klassischer Stoßstürmer fehlt. Der Bundestrainer nahm dennoch keine Änderungen vor.

Natürlich haben auch die sogenannten Experten etwas zu dem Thema zu sagen. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg bezeichnete den Mangel von Weltklasse-Mittelstürmern gar als "größtes Problem des deutschen Fußball". Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff kritisierte, dass zu viele Mario-Götze-Typen gefördert worden, aber "man die traditionellen Stürmerkriterien ein bisschen vernachlässigt" hat.

17.30 Uhr: Weil vor dem Auftaktspiel gegen Frankreich ein Gleitschirmflieger ins Stadion schwebte und zwei Zuschauer verletzte, ist heute viel Polizei in München unterwegs. Hubschrauber kreisen über der Allianz Arena.

17.22 Uhr: Der Gegner ist allerdings eine der besten Mannschaften des Turniers. Nicht nur der immer noch wie ein Verrückter treffende Cristiano Ronaldo (zwei Tore gegen Ungarn, mittlerweile 36 Jahre alt) wirbelt in der Offensive der Portugiesen. Da gibt es auch Bruno Fernandes von Manchester United (drittbester Torschütze der Premier League), Diogo Jota von Jürgen Klopps FC Liverpool und Bernado Silva aus Pep Guardiolas Starensemble bei Manchester City. Der Angriff Portugals ist so gut besetzt, dass Frankfurts André Silva (zweitbester Stürmer der Bundesliga) und Atlético Madrids João Félix (fehlt heute) in der ersten Partie auf der Bank Platz nehmen. In der Abwehr warten auf die deutsche Offensive der Altmeister Pepe und Rúben Dias von Man City (Spieler der Saison in der Premier League). Auf die DFB-Elf kommt eine äußerst schwierige Aufgabe zu.

17.15 Uhr: "Wir müssen im nächsten Spiel zeigen, dass wir auch ein Favorit sind", sagte Joshua Kimmich vor der Partie. Das Rätsel, ob der Bayern-Chef wieder ins zentrale Mittelfeld rücken würde, beantwortete Löw vor dem Spiel mit einem klaren Nein. Der Bundestrainer verzichtet auf taktische und personelle Änderungen und vertraut derselben Startformation wie beim 0:1 gegen Frankreich. Löw hält gegen den Titelverteidiger auch an seinem 3-4-3-System fest.

17.10 Uhr: Guten Abend und herzlich willkommen zum Highlight-Ticker der EM-Partie zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Portugal! Aus dem Turnier fliegen kann das Team von Joachim Löw heute noch nicht, wenn ab 18 Uhr der Ball rollt. Aber die DFB-Elf steht schon wie bei der WM 2018 vor dem zweiten Gruppenspiel gehörig unter Druck. Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo kann nach dem 3:0 in der ersten Partie gegen Ungarn schon das Achtelfinale klarmachen. Bei einem Sieg gegen Portugal, das unter Löw als Bundestrainer bei der EM 2008, der EM 2012 und der WM 2014 in allen drei Partien bezwungen wurde, hätte man alle Möglichkeiten für die K.o.-Phase weiter selbst in der Hand.

Mit dieser Aufstellung geht die deutsche Mannschaft ins Spiel.

1 Neuer - 4 Ginter, 5 Hummels, 2 Rüdiger - 6 Kimmich, 21 Gündogan, 8 Kroos, 20 Gosens - 7 Havertz, 25 Müller, 10 Gnabry. - Trainer: Löw

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.