Fußball-EM

"Jo ist vergleichbar mit Lahm" Löw "opfert" Kimmich für den Erfolg

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Einer rechts, einer links: Kimmich und Gosens.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Die Fußball-EM startet nun auch für das deutsche Team. Gleich als Erstes wartet der Kracher gegen Weltmeister Frankreich. Das brandgefährliche Offensiv-Trio zu stoppen, wird eine der schwersten Aufgaben sein. Umso besser muss die Abwehr aufgestellt sein. Und da kommt Joshua Kimmich ins Spiel.

Bundestrainer Joachim Löw ordnet beim Kracher-Start in die EM gegen Weltmeister Frankreich alles dem Erfolg unter und "opfert" seinen Sechser Joshua Kimmich. Der Münchner wird gegen den Turnierfavoriten am Dienstag in München (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) rechts vor der Dreierkette erwartet. Löw kündigte noch ein "abschließendes Gespräch" mit Kimmich an. Aber: "Er hat schon als junger Spieler eindrücklich bewiesen, dass er alle Positionen problemlos spielen kann." Er erklärte weiter: "Der Jo ist vergleichbar mit Philipp Lahm, völlig problemlos auf unterschiedlichen Positionen, gleiche Leistung, gleiche Qualität."

Vor Kapitän Manuel Neuer sollen Rückkehrer Mats Hummels in der Zentrale sowie Matthias Ginter rechts und Antonio Rüdiger links das brandgefährliche französische Offensiv-Trio um Wunderknabe Kylian Mbappé stoppen. Flankenschutz bekommen sie von Kimmich sowie Turnier-Neuling Robin Gosens auf der linken Seite.

Toni Kroos und İlkay Gündoğan sollen im Mittelfeld die Räume dicht machen und für schnelles Umschaltspiel sorgen. Bei der Turniergeneralprobe gegen Lettland (7:1) hatten sie bereits in der Mittelfeldzentrale gespielt. "Die sind schlau, die können Räume zumachen, müssen sich nicht ständig im Zweikampf aufhalten, um den Ball zu gewinnen", sagte Löw. Grundsätzlich gelte im Spiel gegen den Weltmeister: "Jeder Spieler muss defensiv alles in die Waagschale werfen", betonte der Bundestrainer.

Es könnte für Goretzka schon klappen

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Leon Goretzka könnte etwas überraschend nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel schon im Kader stehen. "Er hat insgesamt einen guten Eindruck gemacht, was die Belastung betrifft. Es ist kein Risiko laut der medizinischen Abteilung." Nach dem Abschlusstraining werde man "besprechen, ob er dabei sein kann." In der Startelf werde Goretzka aber nicht stehen. Bislang hatte es geheißen, dass der Münchner Mittelfeldspieler für die Partie gegen Frankreich noch nicht zur Verfügung stehen werde. Den Saison-Schlussspurt mit dem FC Bayern und die Tests der DFB-Elf hatte er verpasst.

Löw verspürt vor dem Turnierstart "Ehrgeiz und Tatendrang" bei seiner Mannschaft: "Jeder ist sehr hungrig nach Erfolg." Er selber verspüre "eine positive Anspannung". Innerlich sei er aber "sehr ruhig und gelassen". Dass er nur 23 der 26 Akteure in den Spiel-Kader aufnehmen kann, findet er eine "falsche Entscheidung" der UEFA. Jeder hätte es verdient, zumindest auf der Bank zu sein. Er hätte sich eine "andere Vorgabe gewünscht".

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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