Fußball

Bale "schläft" auf Ersatzbank 100-Millionen-Mann verhöhnt Real Madrid

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Gareth Bale lässt seinen hochdotierten Vertrag in Madrid eher gemütlich und unaufgeregt auslaufen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Gareth Bale und Real Madrid, das wird nichts mehr. Der hochbezahlte Angreifer kommt unter Zinedine Zidane bei den Königlichen gar nicht mehr zum Zuge - und tut auch wenig dafür, daran etwas zu ändern. Egal, ob er gerade spielt - oder eben nicht.

Angreifer Gareth Bale hat mit einer weiteren Provokation seinen Abgang vom spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid forciert. Statt den 2:0-Erfolg der Königlichen gegen Deportivo Alaves von der Bank aus zu verfolgen, zog sich der Waliser minutenlang seine Schutzmaske für Mund und Nase über die Augen und lehnte sich auf seinem bequemen Reservistenstuhl gemütlich zurück.

Ob der 30-Jährige wirklich schlief, war auf den Fernsehbildern von Gol zwar nicht zu erkennen, seinen Teamkollegen schaute er aber auf jeden Fall nicht zu. "Beschämendes Verhalten", titelte die Marca kurz und knapp. Bale schmorte zum vierten Mal in Serie über die komplette Spielzeit auf der Bank. Seinen letzten Ligatreffer erzielte er am 1. September 2019. Beim 2:2 gegen den FC Villareal gelangen ihm seine beiden einzigen Saisontore.

Seit dem Restart bekam der Waliser von Trainer Zinedine Zidane, obwohl keine Verletzung vorlag, nur 100 von 720 möglichen Einsatzminuten. Bereits seit längerer Zeit wird der einstige 100-Millionen-Euro-Mann für Real zum Problemfall und sorgt eher abseits des Spielfeldes für Schlagzeilen.

"Wales. Golf. Madrid. In dieser Reihenfolge"

Schon im Vorjahr hatte Bale mit zahlreichen Interviews und via Twitter einen Wechsel forciert, Zidane hatte im Sommer 2019 gesagt, dass eine Trennung "eine gute Sache für alle sei". Doch ein Transfer nach China scheiterte letztlich an üppigen Gehaltswünschen des Walisers. Auch danach ließ Bale kaum ein Interview vergehen, ohne zumindest einen kleinen Seitenhieb gegen Real Madrid oder Zinedine Zidane zu verteilen.

Im Winter hatte Bale arg provokant klargemacht, was er von seinem Arbeitgeber hält: "Wales. Golf. Madrid. In dieser Reihenfolge", stand auf einer walisischen Fahne, die Bale nach einem Spiel in der Europameisterschafts-Qualifikation gegen Ungarn zum eigenen Vergnügen und der Belustigung seiner Mitspieler über den Rasen trug. Der ehemalige Real-Spieler und heutige Analyst des Radiosenders Cadena Ser, Pedja Mijatovic hatte zuvor gesagt: "Ich denke, Bale ist ein ganz besonderer Mensch. Das erste, woran er denkt, ist Wales. Dann kommt Golf, und danach Real Madrid. In dieser Reihenfolge."

Quelle: ntv.de, ter/dpa