Fußball

Davies erleidet Myokarditis Bayern-Star erhält "beschissene" Diagnose

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Davies ist zum Zusehen gezwungen.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der Kader des FC Bayern ist nach der Winterpause stark ausgedünnt. Zahlreiche Profis sind positiv auf das Coronavirus getestet. Nun kehren die meisten zurück zum Fußball-Bundesligisten. Nicht jedoch Alphonso Davies. Der erhält eine deutlich schwerwiegendere Diagnose.

Der FC Bayern ist nach der Winterpause extrem vom Coronavirus gebeutelt. Gleich neun Profis des Fußball-Bundesligisten haben sich infiziert. Einer von ihnen ist Alphonso Davies. Und für den Kanadier geht es nun mit einer erschreckenden Diagnose weiter: Er hat eine Herzmuskelentzündung - wohl aufgrund seiner Infektion. Das teilte Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beim 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) mit.

"Bei Phonzy ist es so, dass wir gestern in der Nachuntersuchung, die wir bei jedem Spieler machen, der mit Corona infiziert war, Anzeichen einer leichten Myokarditis - sprich Herzmuskelentzündung festgestellt haben." Weiter erklärte der Coach: "Es gibt unterschiedliche Auslöser dafür. Oft ist eine hohe Viruslast der Grund. Die Wahrscheinlichkeit, dass es von der Corona-Erkrankung kommt, ist relativ hoch. Das kann man aber nicht zu 100 Prozent sagen. Fakt ist: Er hat es, und das ist hochgradig beschissen."

Vorsicht bei den Corona-Rückkehrern

Der Linksverteidiger falle damit länger aus, die Herzmuskelentzündung muss zunächst komplett ausheilen. Laut Nagelsmann könne das dauern. "Wir können eine längere Zeit nicht mit ihm rechnen." Der 21-Jährige war in dieser Bundesliga-Saison in 16 Spielen bislang an vier Toren beteiligt, zudem gab er zwei Vorlagen in der Champions League.

Auch Kingsley Coman wird dem FC Bayern noch fehlen. Vor seiner Corona-Infektion hatte er sich einen Muskelfaserriss zugezogen, der noch nicht auskuriert ist. Ebenfalls nicht fit sind Lucas Hernández (Corona), Josip Stanisic (Muskelbündelriss) und Leon Goretzka, der wegen seiner Knieverletzung vorerst nicht operiert wird. "Wir versuchen es mit medikamentöser Therapie. In neun Tagen schauen wir, wie das Knie reagiert, um dann neue Schritte einzuleiten", sagte Nagelsmann.

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Am Samstag wieder mit dabei ist derweil Corentin Tolisso. Genauso kann Nagelsmann wieder auf mehr "Leute im Kader" setzen. Nach der Corona-Quarantäne kehren auch Manuel Neuer, Leroy Sané, Dayot Upamecano, Tanguy Nianzou und Omar Richards zurück. Bei ihnen allen aber machte Nagelsmann noch Einschränkungen: Sie hätten "trainiert und sind auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht so bereit - aus verschiedenen Gesichtspunkten -, um von Beginn an zu spielen". Ausgenommen davon sei Neuer, "weil da die Belastungsstruktur eine andere ist als bei den Feldspielern. Wir hoffen zumindest, dass er nicht ständig einen aufs Tor kriegt und 50 Paraden machen muss."

Dennoch betonte Nagelsmann: Man habe "immer noch einen Kader, der ein Bundesligaspiel gewinnen sollte. Alles andere ist Humbug." Nach dem verpatzten Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) am vergangenen Freitag ist ein Sieg des Tabellenführers Pflicht. Allerdings sind die Kölner sehr gut in Form. Trainer Steffen Baumgart hatte zuletzt sogar gesagt dass die Chancen seines Teams "groß" seien.

Quelle: ntv.de, ara

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